Mein Blog

 

WC Madrid

ITU Media | Petko Beier

Am Freitag machten wir uns auf den Weg aus der Sierra Nevada nach Madrid. Knappe 5h Fahrzeit später kamen wir in Madrid an, was noch viel wichtiger war: Endlich wieder Sea-Level für unsere Körper. Am Freitag stand nicht mehr viel an, einziger Fixtermin war das Briefing. Erst am Samstag war wieder Action angesagt, wir besichtigten die Strecken und absolvierten unsere letzten kurzen Intensitäten. 

 

Sierra Nevada

ITU Media | Jo Caird

Wie bereits in meinem letzten Blog erwähnt, weile ich aktuell in der spanischen Sierra Nevada im Höhentrainingslager. Das Trainingszentrum liegt hier auf 2320m über dem Meeresspiegel. Ihr könnt euch also vorstellen, dass die Luft hier ziemlich dünn ist. In dieser Höhe gibt es auch keine flachen Straßen oder Wege mehr, auf denen man entspannt laufen oder locker radfahren könnte. Zudem lag bei unserer Ankunft noch Schnee. Dieser schmolz zwar bei sommerlichen Bedingungen, doch zwischenzeitlich schlug das Wetter immer wieder um und sorgte für weißen Nachschub. Unser Training beeinflusste dies glücklicherweise nicht!

WC New Plymouth

ITU Media | Jo Caird

Der Weltcup in New Plymouth war sicher nicht meine erste Wahl, doch da ich in Abu Dhabi nicht auf die Startliste gekommen bin, musst schnell ein Plan B her um weiterhin wichtige Punkte für das Olympic-Ranking zu sammeln. Plan B bestand dann aus einem Wochenend-Trip nach Neuseeland. Für eine solche Reise gibt es zwei Optionen, entweder macht man sich frühzeitig auf den Weg um die Zeitumstellung komplett zu bewältigen oder man fliegt ganz kurz vorher über den Teich. Ich entschied mich für die kurzfristige Reise. Trotzdem begann ich bereits in Deutschland meinen Tagesrhythmus etwas nach hinten zu verlagern, sodass der Weltcup nicht mehr nachts um 1:15 Uhr deutscher Zeit stattfand, sondern für meinen Körper erst später Abend war.

 

Troutbeck

Auquawiz Photography

Nach drei Tagen lockerer Bewegung in und um Kapstadt ging es quasi direkt weiter zum nächsten Rennen. Auf dem Heimweg stand noch ein kurzer Abstecher nach Simbabwe an. Selber war ich noch nie in Simbabwe, ich hörte nur im Vorfeld einige Infos von Athleten die bereits dort am Start waren. Es wurde uns als „The real Afrika“ angekündigt und dies kann ich auch so unterstreichen. Morgens um 4:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Flughafen, gerade 1,5h vor Abflug. Aber nachts ist auch in Kapstadt nicht viel los und so waren wir entspannt 1h vor Abflug am Check-in. Über Johannesburg ging es weiter nach Harare, der einzige internationale Flughafen in Simbabwe. Dort setzten wir gegen Mittag auf und wurden herzlich vom Organisationskomitee empfangen. Zusammen mit allen anderen Triathleten, die in Troutbeck starteten, begann das große Abenteuer. 

Weltcup Kapstadt

Auquawiz Photography

Das erste Rennen der Saison ist immer besonders spannend. Alle Athleten haben meist gut und viel über den Winter trainiert, doch was es wirklich Wert ist, zeigt sich erst nach dem ersten Rennen. 

So machte ich mich zusammen mit Lina am Mittwochabend auf den Weg nach Kapstadt um mir eine erste Standortbestimmung zu verschaffen. Unsere Reise verlief sehr gut – so hatten wir auf dem langen Flug von Frankfurt nach Johannesburg jeder eine 4er Reihe für sich und konnten uns in der Nacht, wie in der Business-Class, in die Horizontale begeben.

Fuerteventura

ITU Media | Araujo Wagner

Kaum ins neue Jahr gestartet ging es auch direkt ins erste Trainingslager 2019!

Am 05.01 startete unser Flieger in die Sonne, es ging mal wieder nach Fuerteventura ins Las Playitas. Die ersten Tage standen unter dem Motto: Gesund bleiben / gesund werden. Kurz vor Abflug traten nämlich die ersten Erkältungssymtpome auf, doch glücklicherweise trat ich noch gerade rechtzeitig auf die Bremse und kratze die Kurve.  

 

Jahresrückblick 2018

ITU Media | Araujo Wagner

 

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende entgegen, Zeit für einen kleinen Rückblick!

Das aktuelle Jahr begann recht verheißungsvoll, die Form war da, die Gesundheit spielte ebenfalls mit, also beste Voraussetzungen. Das erste Rennen in Abu Dhabi verlief sehr gut, bis ich mich auf die Nase legte. Trotzdem war der abschließende Lauf ganz gut und das Ergebnis akzeptabel. Das war’s dann aber schon fast an Leistung in diesem Jahr. Beim nächsten Rennen in Bermuda war ich von Training und KLD etwas angeschlagen und lief meiner Leistung weiter hinterher. Zudem begann dort das Drama mit meiner Achillessehne.

EC Finale Funchal

ITU Media | Araujo Wagner

Mein letztes Rennen der Saison brachte mich nach Madeira zum Europacup Finale in Funchal.

Nachdem ich das letzte Rennen, den WC Sarasota, krankheitsbedingt und verletzungsbedingt absagen musste, hatte ich für Funchal keine großen Erwartungen formuliert: Ich wollte verletzungsfrei ins Ziel kommen und Spaß haben, sodass ich mein PPP (Pleiten, Pech und Pannen) - Jahr mit einem positiven Erlebnis abschließen konnte.

 

WTS Montreal

ITU Media | Araujo Wagner

Nach meiner dreimonatigen Zwangspause wagte ich nun erneut den Einstieg in die Wettkampfsaison beim WTS Rennen in Montreal. Ich wollte mir gleich mal anschauen, wie der aktuelle Stand ist. Leider lief in der Vorbereitung auch nicht alles rund, zwei Wochen vor dem Wettkampf erwischte mich ein Magen-Darm Infekt und zwang mich vier Tage ins Bett. Doch pünktlich zum Rennen kam auch die Kraft wieder zurück.

 

Was war eigentlich in den letzten drei Monaten?

Was war eigentlich in den letzten drei Monaten?

Ich habe nun doch schon eine ganze Weile nichts von mir hören lassen. Mit diesem Beitrag möchte ich euch kurz auf den aktuellen Stand bringen. 

Eigentlich begann das „Drama“ mit dem WTS Rennen auf Bermuda. Nach der langen Reise verspürte ich bereits die ersten Schmerzen in meiner linken Achillessehne. Bereits letztes Jahr hatte ich damit zu kämpfen, bekam das Problem aber mit Physio und Exzentrik schnell unter Kontrolle und konnte meine Saison weiter fortführen. So nahm ich die bekannten Maßnahmen wieder auf bzw. intensivierte diese. Das Rennen auf Bermuda lief, wie in einem meinem letzten Blog geschrieben, nicht nach meinen Vorstellungen.

Justus Nieschlag lässt Vernunft walten

Absage für das ITU World Series Rennen in Hamburg

Justus Nieschlag lässt Vernunft walten

Am 14. und 15.07.2018 finden in Hamburg der „Hamburg Wasser World Triathlon“ und die ITU Weltmeisterschaften im Mixed Relay statt. Nach seiner verletzungsbedingten Absage des Bundesliga Rennens und der Deutschen Meisterschaft in Düsseldorf am vergangenen Wochenende, hatte Justus Nieschlag gehofft trotz anhaltender Probleme mit der Achillessehne wenigstens beim World Series Rennen an den Start gehen zu können. Doch auch nach intensiver sportmedizinischer und physiotherapeutischer Behandlung kann Nieschlag aktuell noch nicht die erhofften Trainingsumfänge absolvieren.

Justus Nieschlag und Rainer Jung gehen gemeinsame Wege

Projekt Tokio 2020

Justus Nieschlag und Rainer Jung gehen gemeinsame Wege

Rainer Jung wird  Manager von Justus Nieschlag. Bereits 2006 gewann der gebürtige Hildesheimer Justus Nieschlag seinen ersten DTU Deutschen Meistertitel im Jugendbereich. Es folgten bis heute zahlreiche weitere Siege - zuletzt verteidigte er im August 2017 in Grimma seinen DM-Titel über die Sprint-Distanz. Aber auch international hat sich Nieschlag seit seinem Debüt 2010 in Athlone trotz einiger gesundheitlicher Rückschläge etabliert. In der vergangenen Saison gewann der Schützling des früheren DTU-Bundestrainers Dan Lorang im spanischen Huelva seinen ersten ITU Triathlon-Weltcup. In Stockholm gelang Nieschlag als Fünfter das beste WTS-Resultat seiner Karriere. Seinen Bachelor in Sportwissenschaften hat der Athletensprecher (neben Sophia Saller) auch seit diesem Jahr in der Tasche. Nun gilt Nieschlags Fokus den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.

WTS Yokohama

Für das dritte Rennen der World Triathlon Series ging es nach Yokohama. Dort war ich bereits zwei Mal am Start gewesen. Bisher waren die Rennen sehr ernüchternd. Vor zwei Jahren befand ich mich in meiner kurzen Burnout-Phase , ging dennoch an den Start, da es sich um die letzte Chance für eine Olympia-Quali handelte. Wie zu vermuten musste ich das Rennen beim Laufen aufgeben. Ein Jahr später war ich fit, motiviert und in aussichtsreicher Position. Leider bekam ich auf der zweiten Radrunde einen Platten und das Rennen war ebenfalls für mich beendet.

WTS Bermuda

WTS Bermuda

Mein zweites Rennen führte mich nach Bermuda. Nicht gerade um die Ecke, wie man mit einem Blick auf die Weltkarte feststellen kann (vorausgesetzt man findet den kleinen Punkt im Atlantischen Ozean). Über Charlotte und Miami ging es in gut 22h bis nach Hamilton, die Hauptstadt Bermudas mit gut 1000 Einwohnern.

Trainingslager Mallorca

Trainingslager Mallorca

Nach 9 Jahren Abstinenz verschlug es mich mal wieder in den Norden Mallorcas. Genauer gesagt nach Can Picafort. Dort verbrachte ich zusammen mit dem Nachwuchs des niedersächsischen Landeskader die zwei Wochen Trainingslager. Die ersten Tage musste ich mich erstmal wieder orientieren, doch die Erinnerungen kamen schnell wieder hoch, ich hatte fast vergessen wie gut die Lage zum Radfahren ist. Berge, flach, wellig, windig, egal man kann alles haben! ;-)