Mein Blog

 

Olympia Tokyo 2020

(c) Tommy Zaferes

Wieder zurück in Deutschland blicke ich zurück auf meine ersten olympischen Spiele unter besonderen Umständen und um ein Jahr verspätet. Wie war es? Was habe ich erlebt? Fazit?

All diese Fragen stelle ich mir aktuell selber noch! :-)

Das Abenteuer begann schon kurz vor unserem Abflug. In diesem Zyklus wurde die Einkleidung nicht zentral ausgegeben, sondern bestellt bzw. an bestimmten Standorten anprobiert. Durch mein Trainingslager in St. Moritz bestellte ich die Bekleidung ohne vorherige Anprobe. 

Zurück in Saarbrücken erwarteten mich dann bereits zwei riesige Reisetaschen randvoll mit Klamotten. Ich kann nur sagen WOW! So umfangreich wurde ich noch nie eingekleidet. Ganz oben auf lag auch schon ein Leitfaden. Sprich ein kleines Buch, in dem geregelt wurde, wann wir was anzuziehen hatten. Nur um kurz mal einen kleinen Eindruck zu vermitteln: ich war einen Abend 1:15h nur damit beschäftigt die Bekleidung auszupacken und anzuprobieren. Scheinbar bin ich ein ziemlich durchschnittlicher Typ 🤪, denn die Sachen passten alle auf Anhieb.

 

Die Finals Berlin

(c) Petko Beier

Nur 10 Tage nach der Olympia Qualifikation standen schon die Finals in Berlin an.

Die Finals sind die Deutschen Meisterschaften, allerdings werden an dem Wochenende viele verschiedene deutsche Meisterschaften in den unterschiedlichsten Sportarten ausgetragen. Mit so einer geballten Aktion, schafft es dann auch der Triathlon und andere Randsportarten ins Fernsehen. Alles in allem also eine super Aktion diese Finals!

 

Olympia Qualifikation Kienbaum

(c) Petko Beier

Ich möchte euch einen kurzen Einblick hinter die Kulissen des vorerst wichtigsten Wettkampfes in  diesem Jahr geben. Der Termin stand schon lange fest und sämtliche Planungen waren auf den 26.05.2021 ausgerichtet. Der Tag an dem das letzte Olympia-Ticket für Tokio 2021 vergeben wurde.

 

SLT Arena Games London

SLT Arena Games London

Nach einem langen und harten Winter, indem ich viel Zeit in mein Athletiktraining investiert habe um verletzungsfrei zu bleiben, wurde es nun Zeit die Saison zu starten.

Superleague Triathlon hatte bereits letztes Jahr bewiesen, dass sie auch zu Zeiten von Corona sichere Wettkämpfe für die Athleten auf die Beine stellen kann.

Das neue Format der „Arena Games“ ist wieder da! Diesmal mit der ersten Station in London und einem leicht abgewandelten Format als im letzten Jahr.

Mitteldistanz Mandelieu

Mitteldistanz Mandelieu

Am vergangenen Wochenende hat es mich zum Saisonabschluss nach Frankreich verschlagen. Auf dem Programm stand diesmal keine Kurz- sondern eine Mitteldistanz. Zusammen mit Anne Haug machte ich mich also auf den Weg nach Frankreich und hatte zum Glück eine erfahrene Athletin an meiner Seite.

Das Starterfeld war stark, die Strecke hart und mein letzter Auftritt über diese Distanz schon eine ganze Weile her. Dementsprechend hoch war auch die Anspannung, zumal ich dieses Jahr im Laufen auch nicht wirklich in die Puschen kam und die Vorbereitung entsprechend nicht optimal verlief. Aber ich wollte einfach noch ein  Rennen absolvieren und ein wenig Erfahrung auf dieser Strecke sammeln.

 

Bundesliga Saarbrücken

Bundesliga Saarbrücken

 

Letztes Wochenende nahm nun auch die Triathlon Bundesliga wieder Fahrt auf!
Mit einem neuen Format hat man es geschafft, in Saarbrücken am Olympiastützpunkt ein reales Rennen auf die Beine zu stellen.

Normalerweise gehen bei den Männern 5 Athleten pro Team (16 Teams) gleichzeitig auf die Strecke, wobei es ein Streichergebnis gibt. Bedeutet, der letzte Athlet aus dem jeweiligen Team geht nicht in die Tageswertung mit ein.

 

WTS Hamburg

WTS Hamburg

Nach dem virtuellen Saisoneinstieg ging es am vergangenen Wochenende nun auch real wieder zur Sache. Das erste und einzige WTS Rennen der Saison wurde zeitgleich auch als Weltmeisterschaft ausgetragen.

Der altbekannte Heimvorteil fiel dieses Jahr leider aus, denn das Rennen fand an einem neuen Standort und unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die neue Strecke verlief durch bzw. am Stadtpark von Hamburg.

 

Das Wort mit C... und der Saisoneinstieg

Das Wort mit C... und der Saisoneinstieg

Es ist mal wieder viel zu viel Zeit verstrichen.

Beim meinem letzten Blog ging das ganze Chaos ja erst los! Mittlerweile kann man ja fast schon sagen, es ist wieder Normalität eingekehrt.

Zwischenzeitlich waren für uns alle Schwimmbäder geschlossen und es kam zu einer Zwangspause von 8 Wochen. Glücklicherweise hat es Deutschland nicht ganz so hart getroffen wie andere Länder und wir durften uns weiterhin an der frischen Luft bewegen – Laufen und Radfahren also kein Problem. Trotzdem ließ ich es ein paar Wochen etwas ruhiger angehen. Nachdem das Schwimmbad unter speziellen Hygienevorschriften wieder für uns geöffnet hatte, nahm das Training so langsam wieder Fahrt auf. Leider kamen dann auch die ein oder anderen Probleme im Laufen. Es begann mit verspannter Muskulatur und endete mit Schmerzen bei jedem Schritt. Über Wochen arbeiteten wir für eine Verbesserung. Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte ich zumindest wieder locker laufen, nicht schmerzfrei  - aber laufen. Nur sehr langsam und mühsam ging es weiter voran, es war ein ständiges Auf und Ab. In einem Moment fühlte es sich gut an, im nächsten wieder katastrophal.

 

Lanzarote, Monte Gordo & Corona

Lanzarote, Monte Gordo & Corona

Es wird mal wieder dringend Zeit für einen Blog!

Zuletzt hatte ich mich nach dem Trainingslager auf Fuerteventura gemeldet.

In der Zwischenzeit habe ich allerdings schon zwei weitere Camps absolviert.

Im Januar wagte ich zusammen mit Anne Haug und Anja Knapp das Projekt: Langdistanz trifft Kurzdistanz. Man mag es kaum glauben, aber in der Tat haben wir zusammen ein Trainingslager absolviert und zum Großteil dieselben oder sehr ähnliche Trainingsinhalte trainiert. Eine gute Vorraussetzung ist es, wenn man beim selben Trainer trainiert. Es waren definitiv spannende 2,5 Wochen auf Lanzarote. Jetzt fragt sich vielleicht der ein oder andere, wie zwei so unterschiedliche Athleten zusammen trainieren können. Es macht schon viel aus, wenn man den gleichen Tagesablauf hat, zusammen die Einheiten startet, zusammen zum Essen geht und außerhalb des Trainings jemanden zum quatschen hat. In der Umsetzung sah es dann beispielsweise so aus, dass wir uns morgens zusammen auf den Weg  zum Pool machten und gemeinsames warm-up sowie Einschwimmen absolvierten. Ab der Hauptserie hat dann jeder seine eigene Pace und Pause eingeteilt. Die lockeren Ausfahrten auf dem Rad konnten wir Dank TT-Bike ebenfalls gemeinsam absolvieren. Sobald Inhalte auf dem Rad absolviert wurden, hat jeder wieder sein eigenes Süppchen gekocht. So hat man sich zumindest immer gemeinsam auf den Weg gemacht. Nach den 2,5 Wochen ging es für knapp zwei Wochen wieder zurück nach Saarbrücken. 

 

Happy New Year

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr!

Bleibt gesund und fokussiert, dann werdet ihr eure Ziele erreichen.

Alles Gute für 2020!!

Euer Justus

Es geht wieder los

Es geht wieder los

Nach meinem Missgeschick bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin habe ich versucht, mich schnellstmöglich wieder ins Wettkampfgeschehen zu bringen. Der Plan hat leider nicht funktioniert. Rückblickend sehr ärgerlich aber unabänderlich. Meine ersten Laufversuche absolvierte ich entgegen ärztlicher Vorhersage komplett schmerzfrei. Man prophezeite mir mindestens ein halbes Jahr lang Schmerzen beim Laufen. Soweit die positiven News. Leider fehlte es mir noch enorm an Beweglichkeit im großen Onkel. Barfuß gehen war dementsprechend schwieriger als in einem Schuh mit fester Sohle. Nachdem ich mein Lauftraining nun wieder aufgenommen hatte, sah mein Plan folgendermaßen aus:

 

Von Hamburg über St. Moritz nach Berlin

Von Hamburg über St. Moritz nach Berlin

Hallo zusammen,

ich melde mich aus dem Urlaub zurück!

Kleiner Spaß, ich war natürlich nicht im Urlaub, aber in den letzten Wochen ging es doch etwas drunter und drüber. Zuletzt hatte ich mich aus Hamburg gemeldet, daher versuche ich von dort anzuknüpfen um euch mitzuteilen, was in den Wochen bis heute alles passiert ist.

 

WTS Hamburg Team

Jörg Schüler / DTU

Am Samstagabend wurde nach dem Abendessen zwischen den Trainern heiß über die Teamaufstellung diskutiert. Am Ende sah der Plan wie folgt aus:

Laura Lindemann - Valentin Wernz - Nina Eim und Justus Nieschlag

Da ich ja schon einige Team-Events absolviert habe, kann ich ja mittlerweile schon fast sagen: wie immer lag auf mir der Druck des letzten Athleten. Gerade wenn das Team gute Vorarbeit geleistet hat, will und darf man das Rennen nicht mehr verreißen.

 

WTS Hamburg Einzel

Jörg Schüler / DTU

Am Donnertag machten wir uns mit dem Bus auf den Weg von Saarbrücken nach Hamburg. Bis 18 Uhr mussten wir ankommen, denn zu dieser Zeit fand das Briefing statt. Hier muss man persönlich anwesend sein, andernfalls kassiert man schon vor dem Start eine Strafe. Wir machten uns jedoch früh genug auf den Weg und  schafften es in ca. 8h von Haustür zu Haustür. So war noch etwas Zeit, die ich nutzte um den eingerosteten Körper wieder in Schwung zu bringen. Mehr Aktivität war nicht geplant, so blieb es also beim Spaziergang zum Briefing sowie dem Abendessen. Am Samstag erfolgte dann die Aktivierung. Alle drei Disziplinien mit einer kurzen Intensität waren geplant. Einen Tag vor dem Rennen fühlt sich der Körper nie besonder gut an, von daher war alles wie immer und ich konnte so gelassen wie es eben möglich ist, dem Rennen entgegen fiebern.

 

WTS Leeds

ITU Media | Tommy Zaferes

Nur eine Woche nach dem Team-Relay in Weert stand der nächste wettkampf vor der Tür. Am Freitag machte ich mich auf den Weg nach Leeds, die Stadt der Brownlee Brüder. Typisch britisch wurden wir mit kalten Temperaturen und Regen empfangen. So durfte ich mich gleich nach Ankunft auf mein Rad schwingen und etwas mehr als 1h durch den britischen Sommer pedalieren. Glücklicherweise hielt das Wetter am nächsten Morgen, als wir uns auf den Weg zur Streckenbesichtigung machten. Doch lange hielt der Segen nicht an, denn schon kurz darauf als wir beim Frühstück saßen, ging wieder die Welt unter. So blieb es auch den ganzen Tag, bei der Schwimmstreckenbesichtigung jedoch nicht besonders schlimm. Ob man nun von oben, unten oder aus beiden Richtungen nass wird, ist dann relativ egal. Pünktlich zur Vorbelastung beim Laufen wurde es dann trocken, so sollte sich das Wetter auch für den Renntag halten.