Mein Blog

 

WTS Hamburg

WTS Hamburg

Nach dem virtuellen Saisoneinstieg ging es am vergangenen Wochenende nun auch real wieder zur Sache. Das erste und einzige WTS Rennen der Saison wurde zeitgleich auch als Weltmeisterschaft ausgetragen.

Der altbekannte Heimvorteil fiel dieses Jahr leider aus, denn das Rennen fand an einem neuen Standort und unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die neue Strecke verlief durch bzw. am Stadtpark von Hamburg.

 

Das Wort mit C... und der Saisoneinstieg

Das Wort mit C... und der Saisoneinstieg

Es ist mal wieder viel zu viel Zeit verstrichen.

Beim meinem letzten Blog ging das ganze Chaos ja erst los! Mittlerweile kann man ja fast schon sagen, es ist wieder Normalität eingekehrt.

Zwischenzeitlich waren für uns alle Schwimmbäder geschlossen und es kam zu einer Zwangspause von 8 Wochen. Glücklicherweise hat es Deutschland nicht ganz so hart getroffen wie andere Länder und wir durften uns weiterhin an der frischen Luft bewegen – Laufen und Radfahren also kein Problem. Trotzdem ließ ich es ein paar Wochen etwas ruhiger angehen. Nachdem das Schwimmbad unter speziellen Hygienevorschriften wieder für uns geöffnet hatte, nahm das Training so langsam wieder Fahrt auf. Leider kamen dann auch die ein oder anderen Probleme im Laufen. Es begann mit verspannter Muskulatur und endete mit Schmerzen bei jedem Schritt. Über Wochen arbeiteten wir für eine Verbesserung. Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte ich zumindest wieder locker laufen, nicht schmerzfrei  - aber laufen. Nur sehr langsam und mühsam ging es weiter voran, es war ein ständiges Auf und Ab. In einem Moment fühlte es sich gut an, im nächsten wieder katastrophal.

 

Lanzarote, Monte Gordo & Corona

Lanzarote, Monte Gordo & Corona

Es wird mal wieder dringend Zeit für einen Blog!

Zuletzt hatte ich mich nach dem Trainingslager auf Fuerteventura gemeldet.

In der Zwischenzeit habe ich allerdings schon zwei weitere Camps absolviert.

Im Januar wagte ich zusammen mit Anne Haug und Anja Knapp das Projekt: Langdistanz trifft Kurzdistanz. Man mag es kaum glauben, aber in der Tat haben wir zusammen ein Trainingslager absolviert und zum Großteil dieselben oder sehr ähnliche Trainingsinhalte trainiert. Eine gute Vorraussetzung ist es, wenn man beim selben Trainer trainiert. Es waren definitiv spannende 2,5 Wochen auf Lanzarote. Jetzt fragt sich vielleicht der ein oder andere, wie zwei so unterschiedliche Athleten zusammen trainieren können. Es macht schon viel aus, wenn man den gleichen Tagesablauf hat, zusammen die Einheiten startet, zusammen zum Essen geht und außerhalb des Trainings jemanden zum quatschen hat. In der Umsetzung sah es dann beispielsweise so aus, dass wir uns morgens zusammen auf den Weg  zum Pool machten und gemeinsames warm-up sowie Einschwimmen absolvierten. Ab der Hauptserie hat dann jeder seine eigene Pace und Pause eingeteilt. Die lockeren Ausfahrten auf dem Rad konnten wir Dank TT-Bike ebenfalls gemeinsam absolvieren. Sobald Inhalte auf dem Rad absolviert wurden, hat jeder wieder sein eigenes Süppchen gekocht. So hat man sich zumindest immer gemeinsam auf den Weg gemacht. Nach den 2,5 Wochen ging es für knapp zwei Wochen wieder zurück nach Saarbrücken. 

 

Happy New Year

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr!

Bleibt gesund und fokussiert, dann werdet ihr eure Ziele erreichen.

Alles Gute für 2020!!

Euer Justus

Es geht wieder los

Es geht wieder los

Nach meinem Missgeschick bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin habe ich versucht, mich schnellstmöglich wieder ins Wettkampfgeschehen zu bringen. Der Plan hat leider nicht funktioniert. Rückblickend sehr ärgerlich aber unabänderlich. Meine ersten Laufversuche absolvierte ich entgegen ärztlicher Vorhersage komplett schmerzfrei. Man prophezeite mir mindestens ein halbes Jahr lang Schmerzen beim Laufen. Soweit die positiven News. Leider fehlte es mir noch enorm an Beweglichkeit im großen Onkel. Barfuß gehen war dementsprechend schwieriger als in einem Schuh mit fester Sohle. Nachdem ich mein Lauftraining nun wieder aufgenommen hatte, sah mein Plan folgendermaßen aus:

 

Von Hamburg über St. Moritz nach Berlin

Von Hamburg über St. Moritz nach Berlin

Hallo zusammen,

ich melde mich aus dem Urlaub zurück!

Kleiner Spaß, ich war natürlich nicht im Urlaub, aber in den letzten Wochen ging es doch etwas drunter und drüber. Zuletzt hatte ich mich aus Hamburg gemeldet, daher versuche ich von dort anzuknüpfen um euch mitzuteilen, was in den Wochen bis heute alles passiert ist.

 

WTS Hamburg Team

Jörg Schüler / DTU

Am Samstagabend wurde nach dem Abendessen zwischen den Trainern heiß über die Teamaufstellung diskutiert. Am Ende sah der Plan wie folgt aus:

Laura Lindemann - Valentin Wernz - Nina Eim und Justus Nieschlag

Da ich ja schon einige Team-Events absolviert habe, kann ich ja mittlerweile schon fast sagen: wie immer lag auf mir der Druck des letzten Athleten. Gerade wenn das Team gute Vorarbeit geleistet hat, will und darf man das Rennen nicht mehr verreißen.

 

WTS Hamburg Einzel

Jörg Schüler / DTU

Am Donnertag machten wir uns mit dem Bus auf den Weg von Saarbrücken nach Hamburg. Bis 18 Uhr mussten wir ankommen, denn zu dieser Zeit fand das Briefing statt. Hier muss man persönlich anwesend sein, andernfalls kassiert man schon vor dem Start eine Strafe. Wir machten uns jedoch früh genug auf den Weg und  schafften es in ca. 8h von Haustür zu Haustür. So war noch etwas Zeit, die ich nutzte um den eingerosteten Körper wieder in Schwung zu bringen. Mehr Aktivität war nicht geplant, so blieb es also beim Spaziergang zum Briefing sowie dem Abendessen. Am Samstag erfolgte dann die Aktivierung. Alle drei Disziplinien mit einer kurzen Intensität waren geplant. Einen Tag vor dem Rennen fühlt sich der Körper nie besonder gut an, von daher war alles wie immer und ich konnte so gelassen wie es eben möglich ist, dem Rennen entgegen fiebern.

 

WTS Leeds

ITU Media | Tommy Zaferes

Nur eine Woche nach dem Team-Relay in Weert stand der nächste wettkampf vor der Tür. Am Freitag machte ich mich auf den Weg nach Leeds, die Stadt der Brownlee Brüder. Typisch britisch wurden wir mit kalten Temperaturen und Regen empfangen. So durfte ich mich gleich nach Ankunft auf mein Rad schwingen und etwas mehr als 1h durch den britischen Sommer pedalieren. Glücklicherweise hielt das Wetter am nächsten Morgen, als wir uns auf den Weg zur Streckenbesichtigung machten. Doch lange hielt der Segen nicht an, denn schon kurz darauf als wir beim Frühstück saßen, ging wieder die Welt unter. So blieb es auch den ganzen Tag, bei der Schwimmstreckenbesichtigung jedoch nicht besonders schlimm. Ob man nun von oben, unten oder aus beiden Richtungen nass wird, ist dann relativ egal. Pünktlich zur Vorbelastung beim Laufen wurde es dann trocken, so sollte sich das Wetter auch für den Renntag halten.

 

EM Team-Relay

Conny Ziegler

Bei der Europameisterschaft in Weert war ich im Einzel zwar nicht am Start, dafür durfte ich in der Staffel ran. Aufgrund der eng getakteten Wettkampfplanung und einiger Tage Zwangspause wegen einer Erkältung, hatte ich mich schon frühzeitig gegen einen Einzelstart bei der EM entschieden. Ich wollte lieber eine Woche später beim WTS Rennen in Leeds starten. Dennoch wurde ich gebeten für das Team-Relay anzureisen. Das machte ich natürlich gerne und freute mich bereits auf meinen ersten Einsatz. Am Sonntagnachmittag bei brüllender Hitze ging es an den Start. Den Anfang durfte Nina Eim machen. Gefolgt von Jonas Breinlinger und Caro Pohle. Für das richtige Finish sollte ich dann sorgen.

 

WC Cagliari

ITU Media | Petko Beier

Vor zwei Jahren war ich bereits schon einmal auf Sardinien beim Weltcup am Start. Damals war die Strecke noch am Hafen und führte direkt durch die City. Da sich der Triathlon aber mit anderen Ereignissen überschnitt, wurde er kurzerhand an den Strand, außerhalb von Cagliari verlegt.

 

WC Madrid

ITU Media | Petko Beier

Am Freitag machten wir uns auf den Weg aus der Sierra Nevada nach Madrid. Knappe 5h Fahrzeit später kamen wir in Madrid an, was noch viel wichtiger war: Endlich wieder Sea-Level für unsere Körper. Am Freitag stand nicht mehr viel an, einziger Fixtermin war das Briefing. Erst am Samstag war wieder Action angesagt, wir besichtigten die Strecken und absolvierten unsere letzten kurzen Intensitäten. 

 

Sierra Nevada

ITU Media | Jo Caird

Wie bereits in meinem letzten Blog erwähnt, weile ich aktuell in der spanischen Sierra Nevada im Höhentrainingslager. Das Trainingszentrum liegt hier auf 2320m über dem Meeresspiegel. Ihr könnt euch also vorstellen, dass die Luft hier ziemlich dünn ist. In dieser Höhe gibt es auch keine flachen Straßen oder Wege mehr, auf denen man entspannt laufen oder locker radfahren könnte. Zudem lag bei unserer Ankunft noch Schnee. Dieser schmolz zwar bei sommerlichen Bedingungen, doch zwischenzeitlich schlug das Wetter immer wieder um und sorgte für weißen Nachschub. Unser Training beeinflusste dies glücklicherweise nicht!

WC New Plymouth

ITU Media | Jo Caird

Der Weltcup in New Plymouth war sicher nicht meine erste Wahl, doch da ich in Abu Dhabi nicht auf die Startliste gekommen bin, musst schnell ein Plan B her um weiterhin wichtige Punkte für das Olympic-Ranking zu sammeln. Plan B bestand dann aus einem Wochenend-Trip nach Neuseeland. Für eine solche Reise gibt es zwei Optionen, entweder macht man sich frühzeitig auf den Weg um die Zeitumstellung komplett zu bewältigen oder man fliegt ganz kurz vorher über den Teich. Ich entschied mich für die kurzfristige Reise. Trotzdem begann ich bereits in Deutschland meinen Tagesrhythmus etwas nach hinten zu verlagern, sodass der Weltcup nicht mehr nachts um 1:15 Uhr deutscher Zeit stattfand, sondern für meinen Körper erst später Abend war.

 

Troutbeck

Auquawiz Photography

Nach drei Tagen lockerer Bewegung in und um Kapstadt ging es quasi direkt weiter zum nächsten Rennen. Auf dem Heimweg stand noch ein kurzer Abstecher nach Simbabwe an. Selber war ich noch nie in Simbabwe, ich hörte nur im Vorfeld einige Infos von Athleten die bereits dort am Start waren. Es wurde uns als „The real Afrika“ angekündigt und dies kann ich auch so unterstreichen. Morgens um 4:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Flughafen, gerade 1,5h vor Abflug. Aber nachts ist auch in Kapstadt nicht viel los und so waren wir entspannt 1h vor Abflug am Check-in. Über Johannesburg ging es weiter nach Harare, der einzige internationale Flughafen in Simbabwe. Dort setzten wir gegen Mittag auf und wurden herzlich vom Organisationskomitee empfangen. Zusammen mit allen anderen Triathleten, die in Troutbeck starteten, begann das große Abenteuer.