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1. Bitburger 0,0% Triathlon Bundesliga - Münster

1. Bitburger 0,0% Triathlon Bundesliga - Münster

Eine Woche nach dem Rennen in Hamburg ging es erneut in Deutschland auf die Strecke. Der erste Start für mein Bundesligateam aus Buschhütten in Münster stand auf dem Plan. Die Vorbereitungen waren wie fast immer, sehr speziell. Getapert wurde nämlich im Auto ;-)

Nachdem ich Samstag nach meinem Wettkampf in Hamburg für einige Tage nach Hause fuhr, ging es Mittwoch von Hannover wieder nach Saarbrücken. Donnerstag absolvierte ich noch schnell mein letztes Seminar in der Uni, bevor ich abends nach München fuhr, um Freitag weiter zu Specialized zu reisen. Dort bekam ich kurzerhand ein Zeitfahrrad inklusive Bikefitting verpasst bevor ich mich wieder in den Stau Richtung Saarbrücken stellte. Samstag ging es dann direkt weiter nach Münster zum EJOT Team, wo mein „Urlaub“ begann.

 

Die Strecken in Münster schwankten zwischen interessant , brutal und total langweilig. Geschwommen wurden 1,5 Runden im Stadthafen, mit Start von einem Kunstobjekt – die "Brücke unter Wasser". Da diese jedoch nicht gerade verlief, bestand ein nicht unerheblicher Längenunterschied bis zur Wendeboje am Ende des Hafens. Um diese Differenz auszugleichen wurde noch eine Zwischenboje nach etwa 100m ins Wasser gesetzt. Daher kann man die Schwimmstrecke durchaus als brutal bezeichnen, denn wie schon zu erwarten wurde es beim Schwimmen extrem eng und es ging ordentlich zur Sache. Ich kam beim Start zum Glück super weg und sortierte mich an der vierten Position ein, sodass ich quasi ohne Körperkontakt die Schwimmstrecke hinter mich brachte. Nach einem guten Wechsel befand ich mich in einer dreiköpfigen Spitzengruppe, zusammen mit meinem Teamkollegen Henri Schoeman (RSA, Olympia-Bronze 2016) und Linus Stimmel (Team Rowe). Wir witterten unsere Chance und arbeiteten sehr hart um unseren Vorsprung zu halten bzw. etwas zu vergrößern. Eigentlich hatte ich erwartet, dass auf der breiten Radstrecke, welche außer der Wendepunkte keine Kurven aufwies, das Feld zusammen fahren würde. Doch mit vereinten Kräften gelang es uns, 30 Sekunden in die zweite Wechselzone zu bringen. So gingen wir mit etwas Polster auf die abschließenden 5 km. Hier waren fünf Laufrunden zu absolvieren. Die erste Runde lief ich von vorne, Kilometer zwei bis vier war es dann Henri der für die Pace sorgte. Von unserem Vorsprung hatten wir bis dahin nur wenig eingebüßt, sodass wir den Sieg unter uns ausmachen mussten. Dementsprechend kam es dann auch zu einem Sprint. Bereits in Hamburg hatte ich Henri auf den letzten Metern übersprintet und auch in Münster wurde ich vom Publikum ins Ziel getragen, wo ich meinen ersten Sieg in der Triathlon Bundesliga feiern durfte.

Auf meine Teamkollegen musste ich nicht lange warten, denn wir waren in einer Top-Besetzung am Start: Henri Schoeman (2.), Richard Murray (3.), Jonathan Zipf (5.) und Lasse Lührs (6.). Ein wirklich beeindruckende Teamleistung, welche uns den Tagessieg bescherte.

Das nächste Bundesligarennen wird am 06.08. in Tübingen stattfinden. Hier werde ich aber nicht am Start sein, da ich bereits am Samstag den 05.08. bei der Militär-WM in Warendorf am Start stehen werde. Dies wird eine Olympische Distanz ohne Windschatten werden, ich freu mich schon, meinen neuen Zeitfahrhobel auszuprobieren! :-)