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Bundesliga Saarbrücken

 

Letztes Wochenende nahm nun auch die Triathlon Bundesliga wieder Fahrt auf!
Mit einem neuen Format hat man es geschafft, in Saarbrücken am Olympiastützpunkt ein reales Rennen auf die Beine zu stellen.

Normalerweise gehen bei den Männern 5 Athleten pro Team (16 Teams) gleichzeitig auf die Strecke, wobei es ein Streichergebnis gibt. Bedeutet, der letzte Athlet aus dem jeweiligen Team geht nicht in die Tageswertung mit ein.

 

In Saarbrücken waren ebenfalls 5 Athleten pro Team am Start, nur gab es diesmal 5 Startwellen. In jeder Startwelle ging ein Athlet pro Team ins Rennen, also waren maximal 16 Athleten gleichzeitig auf der Strecke. Erst nach dem Zieleinlauf ging die nächste Startwelle ins Rennen. Der Wertungsmodus lief über ein Punktesystem der Platzziffern. In jedem Durchgang bekam der Sieger einen Punkt, Platz zwei – 2 Punkte und so weiter. Wie in einem normalen Bundesligarennen, gab es auch hier ein Streichergebnis. Der Athlet mit der schlechtesten Platzierung ging nicht in die Tageswertung mit ein.

Die Strecken bestanden aus 650m Schwimmen im Schwimmbad, 13km profilierter Radkurs über die Uni und zum Abschluss noch 4,4km leicht profiliert durch den Wald.

Ich durfte mich bereits in der ersten Startwelle auf den Weg machen. Mit Tim Hellwig, Fabi Kraft, Simon Henseleit und einigen anderen Granaten war ein schnelles Schwimmen bereits vorprogrammiert. Mit zwei Sekunden hinter Fabi und Tim stieg ich aus dem Pool. Auf dem Weg in die Wechselzone hätte es mich auf dem rutschigen Teppich fast noch auf die Nase geschmissen. Ich weiß nicht, ob euch das schon mal passiert ist, aber es hat sich angefühlt als würde ich das erste Mal auf Schlittschuhen stehen und hätte vergessen den Plastikschoner von den Kufen zu nehmen. Nachdem ich wild rudernd und einem gefühlten Rückwärtssalto mit halber Schraube wieder Haftung unter die Füße bekam, musste ich mich etwas beeilen um den Anschluss nicht zu verpassen. Nach dem Aufspringen hatte Tim bereits eine kleine Lücke gerissen...ich wusste, er wird nicht warten und seine Watt/Kg trugen nicht zur Beruhigung meiner Nerven bei.

Schnell legte ich die Kette aufs rechte Ritzel und sah zu, dass ich die Lücke schließen konnte. Glücklicherweise gelang es mir nach einer halben Runde aufzuschließen. Die restlichen Runden absolvierten wir gemeinsam und teilten uns die Arbeit gut auf. Auf der Laufstrecke wurde ebenfalls nicht lange gefackelt, nach einer halben Runde kam die erwartete Attacke von Tim, der ich mit meiner aktuellen Laufform leider nicht folgen konnte. Da wir auf dem Rad aber sehr gut unterwegs waren, bestand von hinten keine Gefahr. So musste ich mir also selber für eine schnelle Laufzeit in den Hintern treten. Meine Anstrengung wurde am Ende des Tages auch belohnt, denn mit der Endzeit wurde ich in der Tagesgesamtwertung, wie in meiner Startwelle auch: zweiter!

So weit so schön, das kuriose: Ich war das Streichergebnis unseres Teams.

Wie kann das sein? Tja, alle meine Teamkollegen hatten ihren jeweiligen Lauf gewonnen, waren aber von der Gesamtzeit langsamer als wir. Unter den Umständen konnte ich mit einem Grinsen im Gesicht die „dummen“ Sprüche dazu ertragen.