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Colonia St. Jordi

Colonia St. Jordi

 

Der erste Trainingsstag begann um 16:00 Uhr, nachdem wir unsere "Renn-Velos", wie der Schweizer zu sagen pflegt, zusammengebastelt hatten und die wichtigsten Dinge noch einmal vom Bundestrainer geprüft waren.

Nach einer kurzen Runde von guten 30km waren wir schon wieder zurück und bereiteten uns mental auf das Abendessen vor. Das war doch mal ein geschmeidiger Einstieg! Doch am nächsten Tag ging es dann richtig los...

Neben uns (C-Kader + Max & ich) befanden sich auch einige Athleten aus NRW bei uns in Hotel. Zusammen bildeten wir eine gute Trainingsgruppe.

Die ersten Tage begann ich etwas ruhiger, da ich ja gerade erst Krank war und erst mal vorsichtig ins Training einsteigen sollte. Die Schwerpunkte des Trainingslager lagen im Laufen, Schwimmen sowie beim Athletiktraining. Meine persönlichen Highlights waren allerdings die etwas längeren Ausfahrten zum St. Salvador und Randa mit KA am Berg.  Auf der Tour zum Randa trafen wir sogar  Andy Schleck beim Solotraining. Glücklicherweise lagen die beiden Radausfahrten etwas weiter gegen Ende, sodass die Form schon etwas vorhanden war und der Sturm aus den ersten Tagen sich verzogen hatte. Neben den „normalen“ Radausfahrten beschäftigten wir uns auch an zwei Nachmittagen mit dem Thema Radtechnik. Dazu nahmen wir einen nahegelegenen Parkplatz in Beschlag. Neben Slalom, Kurventechnik, Balancieren, Bremsen und Springen beschäftigten wir uns auch mit dem schnellen Auf- und Absteigen/springen vom Rad. Dies war für alle Zuschauer ein wahrer Spaß, bereitete aber teilweise aber auch Schmerzen beim bloßen Zusehen. Für den größten Lacher sorgte die Materialermüdung eines Sattels, den es nach dem Aufspringen mit einem lauten Knall zerlegte. Vielleicht war auch etwas viel Schwung im Spiel.... man munkelt!

Unsere Schwimmeinheiten absolvierten wir im "Best Swim Centre", einem 50m Freiluftpool, welcher durchaus recht frisch war, doch mit etwas Sonne und dem passenden Schwimmprogramm war es erträglich.  Hier bestand auch die einzige Möglichkeit, etwas für seinen Bräunungsfaktor in der Mittagssonne zu tun. Nach dem Schwimmen hatten wir meisten eine kleine Mittagspause, in der wir immer mit Wasser und Brot versorgt wurden.

Wer jetzt denkt,  wir wären wie Gefangene behandelt worden, hat sich getäuscht, natürlich gab es auch Obst und alles was noch so dazu gehört ;)

Unsere Laufeinheiten absolvierten wir größtenteils im nahe gelegenen Pinienwald. Nach den 10 Tagen kennen wir dort nun jeden Stein und können die Runde in anderer Richtung blind laufen.

Wir hatten allerdings  nicht nur GA1-Läufe auf dem Programm, sondern auch Intervalle und einen GA2 Dauerlauf, welche für großes Interesse an der "Hauptstraße" sorgten.

Am Abend stand neben dem Abendessen häufig noch die härteste Einheit des Tages an, denn unser Physio Olaf gab alles, um unsere Muskeln wieder zu lockern, was meist mit Schmerzen verbunden war!

Am Ende haben wir alles gut überstanden und wenn wir jetzt dem Winter in Deutschland die gebräunte Mallorca Schulter zeigen und gesund bleiben, hatte der C-Kader eine super Vorbereitung auf den Leistungstest in Potsdam mit Vergabe eines Startplatzes für die EM. Für mich war es eine gute Grundlage für das nächste Trainingslager, welches am 9.3 wieder in St. Jordi stattfinden wird.

 

Eigentlich hätte ich mein Rad gleich dort lassen können....  :D