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Deutsche Meisterschaft Darmstadt

Am Sonntag den 03.06.2012 fanden die Deutschen Meisterschaften über die olympische Distanz, im Rahmen der ersten Bundesliga, bei strömendem Regen in Darmstadt statt.

 

Obwohl ich mich nur für die DM gemeldet hatte, bekam ich doch noch einige Tage vor dem Wettkampf die Möglichkeit, für mein neues Bundesliga Team aus Buschhütten an den Start zu gehen, da Laurent Vidal abgesagt hatte. Dies war auch der Grund dafür, dass ich am Sonntag mit der Startnummer 1 als erster auf den Ponton lief. Die Schwimmstrecke führte über drei Runden durch den „Großen Woog“, doch hatten die Organisatoren wohl einen Praktikanten zum Vermessen der Strecke geschickt, denn nach den Schwimmzeiten zu urteilen waren wir bestimmt 2km im Wasser. Aufgrund der äußeren Bedingungen war trotz 22°C Wassertemperatur Neo schwimmen angesagt. Dies machte die Situation am Start nicht gerade einfacher, denn das erste Problem (Boje) lag schon nach ca. 250m im Wasser, kurz danach folgte schon die nächste Besonderheit, denn es wurde durch eine Art Kanal geschwommen, in dem es mit gut 84 Triathleten reichlich eng wurde. Nach einer Schwimmrunde hatte sich das Feld dann endlich sortiert und man konnte langsam ins Schwimmen übergehen. Mit einer akzeptablen Schwimmleistung kam ich mit einem Pulk kurz hinter der Spitze aus dem Wasser. Nach einem suboptimalen Wechsel bekam ich gerade noch den Anschluss auf dem Rad. Als ich sicher in der Gruppe war, musste ich mich erst mal um meinen Radschuh kümmern, denn als ich in den Radschuh schlüpfte, rutschte mein Klettverschluss aus der Öse. Nach zwei von knapp 8 Radrunden (es gab zwei getrennte Wechselzonen) schlossen wir auf die erste Gruppe auf. Von nun an hieß es aufpassen, denn die Radstrecke war mit einem Wendepunkt und einem eckigen Stadtkurs, der vielen Schienen und Fahrbahnmarkierungen hatte, richtig gefährlich. Nach nur wenigen Runden, lag gefühlt an jeder Ecke ein Athlet am Straßenrand, was mein Wohlbefinden nicht sonderlich steigerte. In der vorletzten Runde war es dann soweit, die ganze Zeit fährt man vorne, damit nichts passieren kann und dann baut doch jemand vor einem Mist, was für eine Schrecksekunde!

Nach einer Tempoverschärfung stürzt ein Athlet in einer Kurve direkt vor mir. Mit beiden Rädern rutschend, schob ich den armen Kerl vor mir her, doch im letzten Moment bekam ich wieder Grip und kam mit dem Schrecken davon.

Kurz hinter dem Potsdam Express stieg ich vom Rad und konnte nach einem schnellen Wechsel an zweiter/dritter Position auf die Laufstrecke gehen. Dort hatte ich zwar in den ersten Runden mit Seitenstechen zu kämpfen, konnte zum Schluss aber noch mal alles rausholen und mich auf den 14. Platz in der Gesamtwertung kämpfen. Dies war auch für die Mannschaft ein wichtiger Punkt, denn ich als vierter Mann hatte mein Ergebnis Platz 1 oder 2 für die Mannschaft zur Folge. So schafften wir es punktgleich mit dem Team aus Potsdam auf den ersten platz.

 

In der DM Elite Wertung kam ich am Ende auf Platz 11 und in der U23 war noch ein 5. Platz drin. Alles in allem ein sehr hartes und gefährliches Rennen, mit dem ich zufrieden sein kann.