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Deutsche Meisterschaft

Düsseldorf

Deutsche Meisterschaft

 

Die DM ist für alle Kaderathleten verpflichtend, die nicht für Rio in Frage kommen. Da ich durch meine schwachen Ergebnisse schon früh Bescheid wusste, konnte ich die DM schon in meinen Rennkalender einplanen. Die Anreise erfolgte aus St. Moritz, wo wir uns aktuell im Höhentrainingslager befinden. Zusammen mit Hanna, sie buchte den Flug erst in der Wettkampfwoche, machte ich mich also auf den Weg nach Zürich, um von dort nach Düsseldorf zu fliegen.

 

 

Am Sonntag ging es dann neben der 1. Bitburger 0,0% Triathlon Bundesliga auch um die Deutsche Meisterschaft. Ich hatte also eine Doppelfunktion, da ich auch für mein Team aus Buschhütten am Start war. Beim Schwimmen lief alles nach Plan, meine Schulter fühlte sich gut an, ich kam zu Beginn gut aus dem Gedränge und positionierte mich an der ersten Boje unter den Top 3. So verließ ich auch mit der Führungsgruppe den Medienhafen. Von dort ging es mal kurz zur dritten Disziplin über, denn die Wechselzone in Düsseldorf ist gefühlt 2 km entfernt. Diese Laufstrecke kann nach dem Schwimmen schon einmal gut wehtun und über die Zusammensetzung der Radgruppen entscheiden. Ich hielt mich aber vorne und konnte nach einem schnellen Wechsel auf das Rad gleich das Tempo hochhalten. Ich wollte unbedingt eine kleine erste Radgruppe und so fuhr ich mit richtig „Alarm“ los. Wie erhofft bildete sich auch eine 8-köpfige Spitzengruppe. Ohne große Worte, arbeiteten wir sehr gut zusammen und konnten so den Vorsprung auf unsere Verfolger weiter ausbauen. Auch beim Laufen war meine Taktik recht simpel. Ich versuchte auch hier das Tempo von Beginn an hochzuhalten. Zusammen mit Sven Riederer (SUI) wechselte ich mich an der Spitze immer mit der Führungsarbeit ab, sodass wir nach zwei Runden nur noch zu zweit an der Spitze liefen. In der letzten Runde zündete Sven dann seinen Turbo, bei dem ich nicht mehr mithalten konnte. Trotzdem war die Freude über meinen ersten Deutschen Meistertitel bei der Elite riesengroß und auch die Erleichterung, dass es nach der lamngen Talfahrt endlich wieder bergauf geht.

Direkt nach dem Rennen ging es zur Dopingkontrolle und der Siegerehrung, sodass ich nur noch 20min hatte, um zum Hotel zurück zufahren, die Tasche und das Rad zu packen um dann pünktlich im Taxi Richtung Flughafen zu sitzen. Ich muss sagen, es war knirsch, aber wir haben unseren Flieger bekommen. Die nächsten Wochen werden wir wieder in St. Moritz verbringen und dann werde ich für das Rennen in Hamburg wieder aus der Höhe herunter kommen. Ich hoffe, euch zahlreich in Hamburg zu sehen und vor allem an der Strecke zu hören!

Bis dahin,

Euer Justus

 

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