Mein Blog

 

Die Finals Berlin

(c) Petko Beier

Nur 10 Tage nach der Olympia Qualifikation standen schon die Finals in Berlin an.

Die Finals sind die Deutschen Meisterschaften, allerdings werden an dem Wochenende viele verschiedene deutsche Meisterschaften in den unterschiedlichsten Sportarten ausgetragen. Mit so einer geballten Aktion, schafft es dann auch der Triathlon und andere Randsportarten ins Fernsehen. Alles in allem also eine super Aktion diese Finals!

 

Vor den Finals passierte bei mir aber nicht wirklich viel. Die Hälfte der 10 Tage trainierte ich nach Lust und Laune, um das erreichte Ziel etwas sacken zu lassen und den Kopf auf das neue Ziel einzustellen. Dementsprechend ging ich lediglich mit der Erwartung ins Rennen, dass es nochmal so richtig schön schmerzhaft werden darf. Es war schließlich auch das letzte Rennen vor den Olympischen Spielen.

Doch bevor es im Einzel um die Medaillen ging, trat ich drei Tage vorher mit dem EJOT Team TV Buschhütten noch bei der DM Mixed-Team an. Hier war ganz klar der Titel das Ziel!

Zusammen mit Lena Meißner, Lasse Lührs und Lisa Tertsch galt es sich gegen die Hauptkonkurrenz aus Darmstadt und Potsdam durchzusetzen.

Dank bester Vorarbeit, konnte ich den Titel als „Schlussläufer“ am Ende auch eintüten.

Mit einem beherzten Schwimmen setzte ich mich vom direkten Verfolger aus Potsdam ab und vergrößerte den Vorsprung auf dem Rad, sodass ich den Lauf etwas entspannter angehen konnte.

Alles in allem eine sehr gute Vorbelastung für das Einzelrennen.

Beim Einzelrennen über die Sprintdistanz ging es im Wannsee mit Neopren zur Sache, denn die Wassertemperatur lag noch knapp unter 20 Grad. In der ersten Gruppe verabschiedete ich mich aus dem Wasser und machte mich auf den langen Weg mit vielen Stufen in die Wechselzone. Kaum auf dem Rad gab es keine Verschnaufpause und wir drückten direkt ordentlich aufs Tempo, sodass die Gruppe nochmal gesplittet wurde. Nur noch zu viert machten wir uns auf den Weg Richtung Olympiastadion. Die Verfolgergruppe sortierte sich aber scheinbar recht flott und schaffte es nach einigen Kilometern zu uns aufzuschließen. Das Tempo leidete darunter trotzdem nicht, sodass wir mit etwa 30 Sekunden Vorsprung auf die zweite Gruppe in die Laufschuhe schlüpften. Nach der Hälfte der Laufstrecke reduzierte sich die Spitzengruppe auf lediglich drei Athleten: Henry Graf, Tim Hellwig und meine Wenigkeit.

Nach einem kurzen Moment der Schwäche fand ich mich auf Platz drei mit einigen Metern Rückstand - Tim eilte vorweg, gefolgt von Henry. Am letzten Wendepunkt schaffte ich es den Kontakt zu Henry wieder herzustellen, dies war jedoch nur von kurzer Dauer, denn ich setze mich direkt von ihm ab um mir den zweiten Platz zu sicher. Tim war enteilt und für mich außer Reichweite geraten. So wurde es am Ende ein versöhnlicher zweiter Platz.

Da es gleichzeitig auch ein Bundesligarennen war, gab es direkt zwei Mal silber.

Mit dem EJOT Team TV Buschhütten belegen wir ebenfalls Rang zwei in der Bundesligawertung.

Nun geht es für mich ins Höhentrainingslager nach St. Moritz um dort am letzten Schliff für Tokio zu arbeiten.