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DM Düsseldorf

Nun komme ich dazu, ein paar  Zeilen über meine Erlebnisse bei der DM in Düsseldorf zu schreiben.

Am Freitag Nachmittag kamen wir durch eine Vollsperrung in Frankreich etwas später als geplant aus dem Höhentrainingslager zurück. Kurz ausgeladen, Räder umgebaut, Taschen umgepackt und schon ging es Samstag nach dem Schwimmen Richtung Düsseldorf. Das Rennen wurde im Rahmen der Bundesliga ausgetragen, daher war das Feld gut besetzt. Doch trotz Trainingslager in den Knochen waren wir guter Dinge und hochmotiviert.

 

Der Start erfolgte durch einen Schuss, doch ein Zuschauer erlaubte sich den Spaß mit einer Tröte den Start einige Sekunden vorher zu verkünden. Natürlich ist unser Team erst beim Schuss gestartet, was zwar nicht wirklich unsere wenig beeindruckende Schwimmleistung erklärt, aber durchaus ein kleiner Nachteil war. Nach dem Schwimmausstieg ging es knapp 400m in die Wechselzone, ein viel zu langer Weg wie ich finde. Auf dem engen Radkurs fuhr das Feld sehr schnell zusammen und so wurde es auf dem Radkurs noch gefährlicher. Technisch war der Kurs nicht besonders fordernd, da alle Kurven sehr großzügig im Radius bemessen waren, nur gab es lediglich einen schmalen Streifen, welcher für unser Rennen mit Barken und Sperrgittern abgesperrt war. Hier krachte es selbst auf gerader Strecke häufiger. Das Unglück ereilte mich kurz vor der Wechselzone, wo ich etwas zu viel Risiko in Kauf nahm um noch einige Plätze gut zu machen. Ich nahm eine Linkskurve sehr eng und musste am Scheitelpunkt erkennen, dass ich durch die Schräglage dem Sperrgitter gefährlich nah kam. Doch zu diesem Zeitpunkt war alles zu spät, denn neben mir fuhren ja noch reichlich andere Athleten. So wendete ich meinen Oberkörper vom Gitter ab, in der Hoffnung es würde noch irgendwie passen. Leider brachte das nichts und so touchierte ich das Gatter mit meinem Schulterblatt so heftig, dass es mich wieder auf mein Rad zurück warf.

Mit hängendem Arm rollte ich nun als letzter der Gruppe in die Wechselzone. Den Arm konnte ich noch nicht mal anwinkeln. Ich weiß nicht warum, aber trotzdem zog ich mir die Laufschuhe an und ging weiter auf die Laufstrecke. Nach einer Runde musste ich einsehen, dass es keinen Sinn hatte das Rennen fortzusetzen. Nach dem Ausstieg ging es mehr oder weniger schnell ins Krankenhaus um ein Röntgenbild zu erstellen und die Platzwunde zu nähen. Das Team kam auch ohne mich klar und sicherte sich einen weiteren Sieg, so sind wir der Meisterschaft wieder einen Schritt näher gekommen. Herzlichen Glückwunsch an meine Teamkollegen Gregor Buchholz zum deutschen Meistertitel und Steffen Justus zum 2. Platz!

Hier am OSP in Saarbrücken bin ich in aller besten Händen, hier wird alles getan um mich schnell wieder auf die Beine zu bringen und bis jetzt waren alles Untersuchungen negativ, der Arm lässt sich auch schon wieder bewegen.

In diesem Sinne schonmal vielen Dank an alle die mich in Düsseldorf und hier vor Ort betreut haben! Danke auch für's Daumen drücken und die vielen aufmunternden Nachrichten!