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EC Alanya

Nach Cozumel machte ich mich auf den Weg nach Leipzig, dort stand mein vierwöchiges Praktikum am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft an. Leider zwang mich dort eine Erkältung in die Knie, sodass ich eine Woche nicht trainieren konnte. Der Wettkampf in Alanya war also in Gefahr. Nach einer Woche nahm ich das Training wieder vorsichtig auf und entschied mich für den Start.

 

Einen Tag vor Abflug wurde es nochmal kurz heikel, denn in Antalya, meinem Zielflughafen, kam jemand auf die glorreiche Idee ein paar Raketen zu zünden. Ich machte mich dennoch auf den Weg und in der Türkei angekommen legte sich mein ungutes Gefühl. 

Aufgrund des Praktikums war es mir erst möglich, am Samstag anzureisen und so musste ich wohl oder übel auf das Briefing verzichten und wurde somit beim Line-up an die letzte Position gesetzt. Das war bei dem kleinen und feinen Starterfeld aber kein großes Problem. So formierte sich nach dem Schwimmen eine große Spitzengruppe mit etwa 14 Athleten. Auf der sehr holprigen Radstrecke konnten wir unseren Vorsprung auf gute 1,5 Minuten ausbauen. Die Straße ließ sich wirklich nicht gut befahren. Zum Großteil führte sie nämlich über kaputte Pflastersteine, was ein echter Materialcheck war. Wäre hier eine Schraube nicht richtig fest gewesen, so hätte sie sich während des Rennens wahrscheinlich verabschiedet. Nach 40km wurden wir endlich erlöst und wechselten in die Laufschuhe. Hier wurde vom ersten Meter ein enormes Tempo angeschlagen. Die vier Runden führten durch leicht verwinkelte Einkaufsstraßen und für die natürliche Selektion sorgte ein kleiner Hügel. An diesem musste ich mich in der ersten Runde dann auch vorerst verabschieden. Im Laufe des Rennens kamen mir noch 2-3 Athleten aus der Spitzengruppe entgegen, welche ich auch gleich abschütteln konnte, doch hatte ich etwas zu viel an Boden verloren, um auf der letzten Runde noch in die Top 5 laufen zu können. Es war wirklich knapp, doch leider war nicht mehr drin. Nichtsdestotrotz bin ich nicht wirklich unzufrieden, es war ein solides Rennen und im kommenden Jahr wird wieder mit frischen Rückenwind angegriffen.

Nun werde ich noch die letzte Woche meines Praktikums absolvieren, bevor ich dann nächste Woche bei meinem achtwöchigen Bundeswehrlehrgang in Hannover antreten werde. 

 

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