Justus Nieschlag - mein Blog

 

EC Finale Funchal

ITU Media | Araujo Wagner

Mein letztes Rennen der Saison brachte mich nach Madeira zum Europacup Finale in Funchal.

Nachdem ich das letzte Rennen, den WC Sarasota, krankheitsbedingt und verletzungsbedingt absagen musste, hatte ich für Funchal keine großen Erwartungen formuliert: Ich wollte verletzungsfrei ins Ziel kommen und Spaß haben, sodass ich mein PPP (Pleiten, Pech und Pannen) - Jahr mit einem positiven Erlebnis abschließen konnte.

 

Nachdem ich Donnerstagabend auf der Insel gelandet war, ging es gleich am Freitag Vormittag zur Streckenbesichtigung. Der Radkurs hatte es wirklich in sich. Entweder ging es den Berg hoch oder durch Tunnel den Berg wieder hinunter. Lediglich unten an der Promenade, wo wir später auch liefen, war es flach. Die Schwimmstrecke konnte am Freitag nicht besichtigt werden, da die Wasserqualität im Hafen zu schlecht war. Die Swim-Fam war somit offiziell vom Veranstalter abgesagt.

Am Samstag lies das Wetter Böses ahnen, es regnete den ganzen Vormittag. Auf dem Radkurs wäre es sicher sehr gefährlich geworden. Glücklicherweise zeigte es sich gnädig und pünktlich zu den Rennen trocknete die Strecke ab.

Nachdem man die Schwimmstrecke Richtung “sauberem” Wasser verlegt hatte, stand dem Triathlon nichts mehr im Wege. Nach dem Rennen stellte sich heraus, so sauber war das Wasser nicht, denn der Großteil der Athleten kämpfte die Tage nach dem Rennen mit Übelkeit und Fieber.

Nach einer soliden Schwimmleistung fand ich mich mit vier weiteren Mitstreitern in der Spitzengruppe wieder. Da wir uns einig waren konnten wir unseren Vorspung bis zum zweiten Wechsel deutlich ausbauen. Die kleine Gruppe auf dem anspruchsvollen und technischen Kurs spielte uns in die Karten.

Nach dem zweiten Wechsel konnte ich mich zusammen mit Anthony Pujades und Marten Van Riel absetzen. Die 5km laufen gestalteten sich sehr taktisch. Immer wieder wurde das Tempo verschleppt, bis eine neue Attacke ging. Etwa einen Kilometer vor dem Ziel versuchte ich dann mein Glück, indem ich nicht wieder vom “Gas” ging. Nach diesem Angriff waren wir nur noch zu zweit, da Anthony dem Tempo nicht folgen konnte. Auf der Zielgeraden trat ich erneut an und versuchte mein Glück von vorne. Nahezu gleichzeitig stolperten wir ins Ziel und wurden bis zur Siegerehrung im Unklaren gelassen, wer denn nun das Rennen gewonnen hatte. Meiner Meinung nach war es einfach zeitgleich. Bilder einer Zielkamera bekam ich nie zu sehen und doch entschieden die Kampfrichter, dass Marten der Sieger war. Klar könnte ich jetzt traurig sein, aber mittlerweile freue ich mich auch über den zweiten Platz und damit einen gelungenen Saisonabschluss. Nun muss ich meine Verletzungen möglichst schnell komplett ausheilen lassen um mit neuer Kraft in die nächste Saison zu starten.

 

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