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EC Malmö

Sieg in Schweden

EC Malmö

Mit einem großen Support-Team ging ich auf Reisen um mal etwas Neuland zu erkunden. Das erste Mal setzte ich meinen Fuß auf schwedischen Boden um beim Europacup in Malmö zu starten. An der Küste gelegen ist das Wetter ja bekanntlich sehr wechselhaft und schlägt schnell um. Doch die Schweden scheinen ihr Wetter im Griff zu haben, denn beim Briefing wurde Regen zum Start angekündigt.

 

Unsere Wetterberichte versprachen wenige Stunden vor dem Start trockene Straßen, aber wie leider behielten die Schweden recht. Schon in der Nacht sorgte starker Wind für einen Wasserstart, denn der Ponton hielt dem Wind und den damit verbundenen Wellengang nicht stand. Mit Startnummer drei ging es für mich also schon recht früh ins kühle Nass – ohne Neo. Auch wenn sich die Kampfrichter um einen zügigen Start bemühten, wurde es doch recht frisch. Auf der Anschwimmgerade sortierte sich das Feld grob, nach den ersten zwei Bojen war es dann endgültig in die Länge gezogen. Der Wellengang erschwerte die Orientierung und schaukelte uns ordentlich durch. Als dritter stieg ich aus dem Wasser und schob mich auf dem Weg in die Wechselzone noch eine Position weiter vor. Auf dem Rad setzte ich mich zuerst mit einem Mitstreiter aus Polen ab, nach einer Runde schlossen noch zwei weitere Athleten zu uns auf, doch auch mit deren Hilfe schafften wir es nicht, uns vom großen Verfolgerfeld abzusetzen. Durch den Regen war die Strecke aber auch sehr glatt und gefährlich. Sie führte über Kopfsteinpflaster, Straßen mit vielen Fahrbahnmarkierungen und besonders rutschigen roten Pflastersteinen. Hier war also besondere Vorsicht geboten, wahrscheinlich waren wir einfach etwas zu vorsichtig und so wurden wir nach drei von fünf Radrunden gestellt. Die letzten Runde hielt ich mich immer möglichst weit vorne auf um möglichen Stürzen aus dem Weg zu gehen. Dies gelang und so stieg ich im vorderen Drittel vom Fahrrad. Beim zweiten Wechsel erwischte ich dann nicht unbedingt meinen besten Tag, da ich mit den nassen Füßen nicht so schnell in meine Laufschuhe kam. Doch den anderen schien es nicht wirklich besser zu gehen und so ging ich an zweiter Position aus der Wechselzone. Schon nach wenigen Metern konnte ich zum Führenden aufschließen und zog sofort an ihm vorbei. Irgendwie lief der erste Kilometer richtig gut für mich. Ich hatte zwar kalte Füße und spürte somit nichts, dennoch konnte ich sofort eine komfortable Lücke zwischen mich und die Verfolger bringen. Dieses Loch von etwa 50m hielt ich dann konstant über die drei Laufrunden.

Über diesen Sieg freute ich mich besonders, da dieses Jahr doch wirklich etwas schwierig für mich läuft. Außerdem gibt dieser Erfolg auch wichtige Punkte für die ITU Liste. Nun werde ich Schweden noch ein paar Tage mit meinem Support-Team genießen, bevor wir am Dienstag wieder zurück nach Lehrte fahren. Am Donnerstag geht dann schon wieder der Flieger nach Norwegen, wo ich beim nächsten Europacup in Tonsberg starten werde.