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EC Quateira

EC Quateira

Die letzten 2,5 Wochen verbrachte ich in Lissabon im Trainingslager und trainierte dort mit meinem Kumpel Joao Silva und seinem Verein. Das Training lief gut, das Wetter hätte allerdings durchaus etwas besser sein können. Pünktlich zu meiner Ankunft  wurde recht viel Regen vorhergesagt, doch in den zwei Wochen hat es mich glücklicherweise nur zwei Mal erwischt.

Die restliche Zeit hatten wir ziemlich viel Glück und hin und wieder auch Sonnenschein.

Zum Abschluss des Camps fuhr ich nach Quarteira an die Algarve, um mein erstes Rennen der Saison zu bestreiten. Einen Europacup über die Olympische Distanz.

 

Besetzt war das Rennen aber eher wie ein Weltcup, was einem immerhin direkt vor Augen führt, wie es um seine aktuelle Leistung bestellt ist. Der Start erfolgte vom Strand mit einem langen Sprint bis zur Wasserkante. Im Vorfeld dachte ich: „Super, dann hat sich das Feld vielleicht schonmal etwas entzerrt.“ Habe ich gedacht….

Das Meer war schon recht wellig und so würfelte sich das Feld ordentlich durch und ich musste auf der ersten von zwei Schwimmrunden einige harte Schläge einstecken. Meine Nase tut mir heute noch weh und ein kleines Veilchen gab es ebenfalls. Die 15 Grad Wassertemperatur waren in dem Fall sogar mal ein Vorteil.

Nach der ersten Schwimmrunde hatte sich das Feld dann endlich etwas sortiert und ich musste eine kleine Aufholjagd starten um den Sprung in die erste Radgruppe noch zu schaffen.

Dies gelang mir auch ganz gut und so fand ich mich in einer größeren Spitzengruppe auf dem Rad wieder. Wir arbeiteten gleichmäßig und konnten unseren Vorsprung kontinuierlich vergrößern.

In der letzten Runde lief es dann leider etwas blöd für mich. Die Briten agierten taktisch sehr clever und ließen einen Athleten attackieren. Die Gruppe setzte zwar nach, doch bremsten die Teamkollegen unsere Nachführarbeit. Leider hatte ich das Pech, einen Briten an meinem Hinterrad zu haben, der selbstverständlich nicht in die Führung ging. Was sich die anderen Athleten in dem Moment gedacht haben, weiß ich nicht - vermutlich nichts. Denn niemand konnte sich mal aufraffen mir in der Führung zu helfen. So fuhr ich locker eine halbe Runde an der Spitze auf Halbgas, was natürlich nicht unbedingt die Lücke nach vorne verringerte. Kurz vor der Wechselzone kam natürlich wie zu erwarten wieder Bewegung in die Gruppe. Meine Positionierung war dann für den zweiten Wechsel nicht super, aber ich befand mich trotzdem auf den ersten Laufmetern in der großen Gruppe.

Beim Laufen konnte ich eine konstante Pace laufen, hatte aber zwischendurch etwas Probleme die ein oder andere Tempoverschärfung mitzugehen. Am Ende lief ich auf Position 11 ins Ziel. Ich denke für das erste Rennen ganz solide - da kann man drauf aufbauen.

Der Start ist also geschafft und in zwei Wochen geht es dann vor heimischer Kulisse schon wieder ans eingemachte.