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EC Tønsberg

 

Beim Europacup in Norwegen wollte ich nochmal ein paar Punkte nachschieben, doch der Trip lief von Beginn an nicht nach Plan. In Hannover am Flughafen wollte man mein Rennrad nicht mitnehmen. Der Flug ging über Amsterdam nach Sandefjord, doch auf beiden Strecken waren nur die Cityhopper - also die ganz kleinen Maschinen unterwegs. Auf dem ersten Teilstück war der Flug nicht ausgebucht und somit ein Radtransport möglich, doch hätte ich dann mein Rad in Amsterdam stehen lassen müssen, da von dort sämtliche Flüge überbucht waren. Selbst am Freitag oder mit einer Maschine nach Oslo hätte die Airline mein Rad nicht nach Norwegen bekommen, alles voll bis zum „Anschlag“ .

Nachdem ersten Schock, konnte ich mir jedoch noch relativ schnell ein Ersatzbike organisieren und entschied mich somit, ohne mein Rad auf die Reise zu machen. Ein Trainingskollege stellte mir seins zur Verfügung, er hatte die Reise schon länger gebucht, musste aber aufgrund einer Verletzung beide Rennen (Malmö und Tønsberg) absagen, begleitete jedoch seinen Teamkollegen zur Unterstützung. Den zweiten Dämpfer erhielten wir am Freitag, als wir zur Streckenbesichtigung zum Schwimmen kamen und uns mitgeteilt wurde, dass die Wasserqualität zu schlecht sei und wir nicht ins Wasser dürften. Ein Grenzwert wurde um das Fünffache überschritten, was ein Schwimmen unmöglich machte. Von Einheimischen erhielten wir die Info, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass sich dieses Problem bis zum nächsten Tag ändern würde, zumal es den ganzen Tag stark regnete und somit noch mehr Dreck ins Wasser gelangte. Unsere Befürchtung wurde dann auch am Samstagmorgen bestätigt und so bereiteten wir uns auf einen Duathlon mit 5km Laufen - 20km Radfahren -2,5km Laufen vor. Auf der ersten Laufstrecke bekam ich jedoch so stark Seitenstechen, dass ich zweimal gehen musste und den Anschluss völlig verlor. Hinten im Feld fanden sich dann aber doch ein paar starke Radfahrer mit denen ich sehr gut zusammenarbeitete, sodass wir in der letzten Radrunde (kurz vor dem Wechsel) zur Spitzengruppe aufschließen konnten. Da wir die Gruppe erst kurz vor dem Wechsel einholten, blieb keine Zeit mehr sich in der großen Gruppe weiter vorne zu positionieren und so stieg ich hinten vom Rad ab. Dies ist auf 2,5km schon ein deutlicher Nachteil und so konnte ich nicht wirklich Schadenbegrenzung betreiben. Sehr schade, ich hätte mir gerne noch ein paar wichtige Punkte für die ITU-Liste abgeholt, aber „es hat einfach nicht sollen sein“.

Wie genau es jetzt weiter geht, kann ich noch nicht sagen. Ich hoffe das die Punkte für einen Start beim Grand Final in Cancun reichen, ansonsten ist meine Triathlonsaison wohl jetzt zu Ende. Sollte es mit dem Finale nicht klappen, werde ich aber die Augen nach passenden Volksläufen oder Triathlonveranstaltungen in Deutschland offen halten und euch rechtzeitig informieren.

Bis dahin,

euer Justus