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Elite EM Alanya/Türkei

Elite EM  Alanya/Türkei

Kaum aus Cremona zurück ging es am Mittwoch gleich weiter in die Türkei. Groß packen musste ich also nicht mehr. Da unser Reiseveranstalter GTI pleite gegangen war und das Hotel überbucht war, wurde die Gruppe kurzer Hand geteilt und wir (Elite Men) hatten die Ehre in einem anderen Hotel zu nächtigen. Als wir dort nachts um 1:00 Uhr ankamen, stellte sich diese Unterkunft jedoch eher als Jugendherberge statt 3 Sterne Hotel raus. Zu dieser späten Stunde wollten wir alle nur noch etwas essen, duschen und schnell schlafen.

Das mit dem Essen klappte überraschender Weise ziemlich gut. In der Türkei ist es scheinbar nichts außergewöhnliches bis nachts um 2:30 ins Restaurant zu gehen. Als wir morgens das "Frühstück" begutachteten bekamen wir zum Glück gleich die Info: Auschecken und ab ins neue Hotel, -also das Hotel in dem der Rest des Teams untergebracht war. Dort sollte wir dann auf den Zimmern etwas zusammenrücken, soweit der Plan. Dort angekommen erhielten wir gleich die Schlüssel durch unseren Trainer und sollten nur schnell Einchecken. Dieses "nur schnell" Einchecken ging auch razefaz und war nach 3,5h und etlichen Telefonaten schon erledigt! Nach einer Dosis Schlaf und einem kleinen Läufchen ging es an diesem Tag nur noch zum Briefing und wieder ins Bett. Meine Erkältung wurde von Tag zu Tag besser und ich fühlte mich auch wieder etwas leistungsfähiger. Am Freitag legten die Mädels (Juniorinnen, Elite) mit einer Medaille und drei Top 10 Platzierungen schonmal ordentlich was vor. Auch die Junioren am Samstag machten trotz etwas Pech ein gutes Rennen.

Am Samstagnachmittag war es dann für uns (Zachäus, Rank, Zipf, Schwetz, ich) soweit. Der Schwimmstart verlief relativ gut für mich, doch bis zur ersten Boje verlor ich an Boden und kam ins Gedränge. Ich weiß nicht genau, wie ich nach der ersten Runde lag, aber auf der zweiten sah ich die Lücke zur Gruppe vor mir und investierte nochmal alles um den Anschluss herzustellen. Dies gelang mir auch, jedoch musste ich mich auf dem langen Weg in die Wechselzone ziemlich "strecken" um den Anschluss nicht wieder gleich zu verlieren. Auf dem Rad befand ich mich zusammen mit Zipf in der zweiten Gruppe. Zachäus und Schwetz saßen in der ersten, Rank in der dritten Gruppe. Auf den 6 Runden, die über sehr grobes Pflaster führten, wurden wir ordentlich durchgeschüttelt und verloren etwa 10 Sekunden auf die Ersten -  pro Runde. Auf dem Rad bekam ich schon die Nachwirkungen der Erkältung zu spüren, denn ich hatte teilweise Probleme mit durch die Führung zu fahren, obwohl dies generell kein Problem sein sollte. Nach einem schnellen Wechsel, wurde ich schon nach wenigen Metern durchgereicht. Nach nicht mal einem Kilometer war ich letzter der Gruppe. Mir fehlte jegliche Power...wie sagt man so schön, ich hatte den Parkschein gezogen!  Die vier Laufrunden führten über einen kleinen Hügel durch die Stadt. Mir kam dieser kleine Anstieg vor wie ein ewig langer Alpenpass. Nach der halben Strecke bekam ich den Hinweis, auszusteigen. Ich entschied mich, bis zu meinem Trainer zu laufen und kurz die Lage zu schildern. Bei dem Tempo hatte man ja die Zeit, kurz zwei Worte im Vorbeilaufen zu wechseln. Ich entschied mich das Rennen zu beenden, für den Kopf! Ob es jetzt die richtige Entscheidung war, keine Ahnung. Der Infekt nahm auf jeden Fall weiter seinen Lauf, ist aber seit heute wieder einigermaßen unter Kontrolle.

Bei meinem nächsten Rennen in Holten am 29.6. möchte ich jedenfalls völlig gesund an den Start gehen.