Mein Blog

 

EM Kitzbühel

EM Kitzbühel

Dieses Jahr lud Kitzbühel zu den Europameisterschaften ein. Das letzte Mal hatte ich Kitzbühel vor einigen Jahren im Winter verschneit und mit Ski unter den Füßen besucht. Doch ich musste feststellen, auch im Sommer hat es seine Reize – schade dass ich kein MTB dabei hatte ;)

 

Am Freitag begannen die Mädels mit den Wettkämpfen, zuerst die Juniorinnen, wo Laura Lindemann sich die Goldmedaille erkämpfte! Ein klasse Auftritt, auch von allen anderen Juniorinnen. Im Anschluss gingen unsere Elite Damen bei widrigen Bedingungen auf die Strecke. Nach einem spannenden Kampf konnten wir uns auch hier über eine Silbermedaille von Sophia Saller freuen, die auf ihrer ersten olympischen Distanz gleich auf's Ganze ging und sich nicht versteckte. Für Hanna blieb leider der 4.Platz, was ebenfalls eine klasse Leistung ist! Erst kurz vor dem Ziel musste sie sich im Kampf um die Bronzemedaille geschlagen geben.

Nach diesen Auftritten, stieg der Druck für uns Herren noch mal ein wenig an. Eine Medaille brauchten wir uns in dem Starterfeld zwar nicht erträumen, aber trotzdem mussten wir nachlegen. Die Junioren gingen ein paar Stunden vor uns auf die Strecke, auch hier wurde aus deutscher Sicht großer Sport geboten. Die Belohnung war ein 4. Platz für Lasse Lührs! Um 15 Uhr ging es dann bei deutlich schönerem Wetter als noch am Freitag auch für uns in den Schwarzsee. Nach einem guten Start, „saß“ ich in der vorderen Schwimmgruppe. Auf der zweiten von zwei Runden, verbesserte ich meine Position trotzdem noch etwas nach vorne, das Schwimmtempo war nicht allzu hoch.

Nach dem Wechsel bildete sich gleich eine ziemlich große Spitzengruppe, was wohl ein Grund dafür war, warum man sich nicht einig wurde. Der Radkurs hätte sich eigentlich für eine Ausreißergruppe angeboten, etwas technisch und gut profiliert. Schnell wuchs die Gruppe auf 54-Mann an. Am Ende waren also fast alle Athleten in der ersten Gruppe vertreten. Da konnten wir auch nicht viel ausrichten, obwohl wir von Beginn an mit vier deutschen Athleten vorne vertreten waren.

Diese Situation war sicher nicht optimal für uns, da keiner von uns zu den schnellsten Läufern zählt. Wie es sich gehört, sortierte ich mich vor dem Wechsel vorne ein und stieg gut vom Rad. Wäre ich beim Loslaufen nicht mit einem anderen Athleten zusammengestoßen, wäre ich wohl als erster aus der Wechselzone gelaufen. So ging ich mit Begleitung auf die ersten Meter.

Wie schon so oft, musste ich reichlich Plätze hergeben, bis ich mich auf Position 16 eingependelt hatte. Hier lief ich zusammen mit Lukas Hollaus ein konstantes, hohes Tempo. Mit der Zeit platzen aus der vorderen Gruppe einige Athleten ab, die wir nach und nach einsammelten. So schoben wir uns bis zu Beginn der letzten Laufrunde auf Platz 12 vor. Mit der Führung wechselten wir uns immer etwas ab, je nachdem wie gut es uns gerade ging. Am hinteren Wendepunkt waren wir bereits auf Platz 11 vorgestürmt. Am letzten Wendepunkt ging es in unserer mittlerweile Dreiergruppe um den 10. Platz. Mit einer Attacke konnte ich mich etwas absetzten und den Anfeuerungen von Trainern, Betreuern, Athleten und Fans flog mir plötzlich auch noch der 9. Platz entgegen, welchen ich mir quasi auf dem blauen Teppich sicherte.

Die anderen Deutschen hatten leider alle mit Seitenstechen zu kämpfen und konnten nicht zeigen, was sie eigentlich können.