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EM Pontevedra

Am Mittwoch, 22.6.2011 traf sich die deutsche Junioren Nationalmannschaft am Frankfurter Flughafen, um gemeinsam nach Pontevedra, Spanien zur EM zu reisen.

Am Freitagmorgen vor dem Frühstück ging es noch einmal an die Wettkampfstrecke zum Ablaufen der Laufstrecke. Die Rad- und Schwimmstrecken wurden schon am Donnerstag besichtigt.

 

Nach dem Lauf ging es zurück ins Hotel zum Frühstück. Da wir erst um 20 Uhr unseren Start hatten, konnten wir uns nochmal gemütlich ins Bett legen und eine Runde schlafen, wenn es die Aufregung denn zu lies. Nach dem Mittagessen war dann wieder Beine hochlegen angesagt, bis wir uns dann endlich um 17:45 Uhr auf nach Pontevedra machten. Dort angekommen konnten wir das Laufen der Junior Women mit einem Auge verfolgen. Unsere Mädels hatten uns doch tatsächlich mit ihren klasse Leistungen richtig unter Druck gesetzt! Ein Sieg durch Hanna Phillipin, der 5. Platz für Annika Vössing, Platz 10. ging an Marlene Gomez-Islinger und einem 28. Platz für Sophie Drews. So lautete das Ergebnis unserer Mädels.

Der Startschuss fiel um Punkt 20 Uhr:
Mit der Startnummer 28 durfte ich mir noch einen taktisch recht guten Platz auf dem Ponton sichern. Da ging es einigen unserer Jungs nicht ganz so gut. Den besten Platz durfte sich Dominik Wawrik (GER) mit der Startnummer 1 aussuchen.

Wie schon letztes Jahr ging es beim Schwimmen wieder richtig zur Sache. Auch wenn ich darauf eingestellt war, kam ich trotzdem nicht ganz so gut damit zurecht. Mit der 10. schnellsten Schwimmzeit bin ich dennoch ganz zufrieden. Mit einem schnellen Wechsel konnte ich zusammen mit der zweiten Radgruppe schnell an die erste heran fahren. Leider lief unser Feld nicht gut, sodass ich mich zwischenzeitig mit zwei weiteren Athleten unabsichtlich nach vorne absetzte, dann aber doch von dem großen Feld wieder eingeholt wurde.

Ich stieg als erster der riesigen Gruppe vom Rad und konnte durch einen guten Wechsel zusammen mit dem Belgier Jelle Geens auf die Laufstrecke gehen. Auf der ersten Runde vergrößerte sich unsere Spitzengruppe durch fünf weitere Athleten auf sieben Mann. Mit von der Partie war Renning Elischer (GER)

Die Attacke des Italieners Matthias Steinwandter, Ende der ersten Runde konnte sonst keiner aus unserer Gruppe mitgehen. So liefen wir mit 50m Rückstand auf die zweite Laufrunde. Auf der letzten Geraden vor dem Stadion wurden Renning und ich nochmal von unseren Trainern und Betreuern angefeuert, wir müssten jetzt endlich mal was machen, sonst würde das nichts!
Also versuchte ich das Tempo nochmals zu erhöhen, was mir jedoch sehr schwer fiel, da ich mich schon sehr erschöpft fühlte.

Im Stadion angekommen, musste noch ein 250m Wendepunkt umlaufen werden. Noch einmal wurde das Tempo erhöht, sodass wir am Wendepunkt nur noch 10-15m Rückstand auf den Italiener hatten. Auf diesen letzten 300m bis ins Ziel habe ich nur noch daran gedacht:“ Gleich, gleich hören die Schmerzen auf! Nur noch 300m und du kannst dich endlich fallen lassen“. Ca. 200m vor dem Ziel zogen der Belgier Jelle Geens und ich gemeinsam an dem Italiener vorbei. Da die Sonne gut stand, konnte ich am Schatten beobachten, dass dieser langsam abreißen lassen musste, was mich noch zusätzlich motivierte. Erst kurz vor dem Ziel war ich mir sicher, das Ding ist gelaufen. Ich war Europameister!  Meine Teamkollegen platzierten sich wie folgt; Renning Elischer auf Platz 6, Clemens Schreiber Platz 38, Dominik Wawrik DNF wegen Radsturz.

Es folgte die Siegerehrung mit Medaillen, Blumensträußen, Hissen der Nationalflaggen und der deutschen Nationalhymne. Das war sehr bewegend.

 

Mit diesem Ergebnis habe ich mich für die WM am 10.9.2011 in Peking qualifiziert!