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EM Team-Relay

Conny Ziegler

Bei der Europameisterschaft in Weert war ich im Einzel zwar nicht am Start, dafür durfte ich in der Staffel ran. Aufgrund der eng getakteten Wettkampfplanung und einiger Tage Zwangspause wegen einer Erkältung, hatte ich mich schon frühzeitig gegen einen Einzelstart bei der EM entschieden. Ich wollte lieber eine Woche später beim WTS Rennen in Leeds starten. Dennoch wurde ich gebeten für das Team-Relay anzureisen. Das machte ich natürlich gerne und freute mich bereits auf meinen ersten Einsatz. Am Sonntagnachmittag bei brüllender Hitze ging es an den Start. Den Anfang durfte Nina Eim machen. Gefolgt von Jonas Breinlinger und Caro Pohle. Für das richtige Finish sollte ich dann sorgen.

 

Nachdem Nina nicht ganz vorne aus dem Wasser stieg, zeigte sie ihre Stärke auf dem Rad und positionierte sich in der Spitzengruppe. Dort übergab sie den imaginären Staffelstab auch an Jonas Breinlinger. Auch Jonas lieferte einen guten Job, übergab mit Anschluss zur Spitze. Beim Schwimmen packte Caro den Hammer aus, schloss die Lücke nach vorne und hielt uns somit weiter stabil im Rennen. Beim Laufen verlor sie ein paar Sekunden, aber die Spitze war in Reichweite! So war es nun meine Aufgabe das Beste daraus zu machen, es ging schließlich um viele wichtige Punkte im olympic Team-Ranking.

Bei den letzten Männern machte sich zuerst der Niederländer, dicht gefolgt vom Franzosen auf den Weg zu seinem Kurztriathlon von 300 m Schwimmen, 6,8 km Radfahren und 1,4 km Laufen. Mit einer kleinen Lücke folgte der Belgier. Nach einem weiteren kurzen Moment kam ich dann an die Reihe. Auf der 300m langen Schwimmstrecke schloss ich die Lücke zu dem Belgier, wechselte schnell und sprang noch vor ihm auf das Rad. Der Franzose und Niederländer waren auch nicht mehr weit entfernt. Ich setzte alles auf eine Karte und versuchte die Lücke nach vorne zu schließen. Nach ca. 3km war ich dran, kurze Zeit später schaffte es auch noch der Belgier sich zu uns zu gesellen. Auf den letzten Kilometern der Radstrecke passierte nicht mehr viel und es wurde auch nicht mehr besonders intensiv gefahren. Mit einem weiteren schnellen Wechsel stürmte ich als erster auf die Laufstrecke. Ganz knapp hinter mir lief der Franzose. Leider schaffte er es auf der zweiten Runde die Lücke zu mir zu schließen. Gefühlte hatte ich Laktat bis in die Fingerspitzen und hatte seiner Attacke somit nichts mehr entgegen zu setzen. So mussten wir uns am Ende nur ganz knapp (2sek.) den Franzosen geschlagen geben. Trotzdem ein super Ergebnis und auch besonders wichtig, denn mit den Punkten schafften wir es erstmals im Ranking an den Niederländern vorbei und sind nun in den Top7 Nationen. Dies bedeutet, dass wir aktuell zwei Startplätze männlich/weiblich für Olympia halten. Jetzt heißt es nur weiter Gas geben und die Position halten.