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Es geht wieder los

Es geht wieder los

Nach meinem Missgeschick bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin habe ich versucht, mich schnellstmöglich wieder ins Wettkampfgeschehen zu bringen. Der Plan hat leider nicht funktioniert. Rückblickend sehr ärgerlich aber unabänderlich. Meine ersten Laufversuche absolvierte ich entgegen ärztlicher Vorhersage komplett schmerzfrei. Man prophezeite mir mindestens ein halbes Jahr lang Schmerzen beim Laufen. Soweit die positiven News. Leider fehlte es mir noch enorm an Beweglichkeit im großen Onkel. Barfuß gehen war dementsprechend schwieriger als in einem Schuh mit fester Sohle. Nachdem ich mein Lauftraining nun wieder aufgenommen hatte, sah mein Plan folgendermaßen aus:

 

Einstieg ins Renngeschehen bei der Mixed-Team EM in Alhandra mit dem EJOT-Team. Sollte der Test positiv verlaufen, dann noch die beiden letzten Weltcups in Lima und Santo Domingo als Abschluss.

Die Mixed-Team EM verlief sehr positiv für uns und auch erfreulich aus meiner Sicht. Am Ende des Tages landeten wir auf dem 6. Platz mit einem (abgesehen von mir) jungen und dynamischen Team ;-)

Ja ihr lest richtig...so schnellgehört man zum alten Eisen. Erstaunlicherweise kam ich bei meinem Einsatz im Schwimmen und Radfahren noch nicht so in Schwung, dafür ging der abschließende Lauf ziemlich gut. Super Gefühl nach gerade einmal einer Woche AlterG (Anti-Gravity-Laufband) und einer Woche draußen Laufen.

Danach war’s das dann aber mit sämtlicher Euphorie. Scheinbar kompensierte mein Körper die fehlende Beweglichkeit im Zeh was zu diversen weiteren Problemen führte, die verbleibende Zeit bis zu den letzten zwei Weltcups wurde aber langsam knapp. Zusammen mit meinem Trainer Dan setzte ich mir eine Deadline um eine endgültige Entscheidung zu treffen. Eigentlich wusste ich schon Tage vorher, dass ein Start keinen Sinn machen würde. Am Tag der Deadline standen Tempoläufe auf meinem Programm. Ich musste jedoch schon beim Einlaufen abbrechen, da ich mein Bein überhaupt nicht mehr nach vorne schwingen konnte. Schlecht für’s Laufen, denn irgendwann fällt man einfach vornüber auf die Nase...Ja was soll ich sagen, schon ein etwas komisches Gefühl, wenn man nach einer solchen Einheit nach Hause kommt, seinen Trainer anruft und man zusammen beschließt: „Saisonpause“ und zwar genau ab jetzt.

Nun absolvierte ich also meine zweite kleine Saisonpause in diesem Jahr. Der Fokus lag jedoch auf meinem Reha-Programm. Der Zeh musste sich endlich wieder mehr bewegen, damit die anderen Baustellen keine Probleme mehr bereiteten. Nach Lust und Laune bewegte ich mich trotzdem ein wenig: ca. 3*Schwimmen, 1-2*MTB und 3*Laufen standen pro Woche neben dem Rehaplan an. Mit Geduld kenne ich mich ja in zwischen aus, beste Freunde sind wir aber noch nicht geworden. Es dauerte gefühlt ewig, bis ich endlich wieder alles schmerzfrei absolvieren konnte und zudem morgens auch wieder schmerzfrei aus dem Bett aufstehen konnte.  Die Schwellung an der Kapsel meines Zehs ist heute (Mitte Dezember) noch da und auch an der Beweglichkeit mangelt es noch immer. Aber es reicht, um wieder ein normales Trainingspensum zu absolvieren. Aktuell sammeln ich noch einige sonnige Kilometer auf Fuerteventura bevor es für Weihnachten wieder nach Hause geht.