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Europacup-Antalya

Mein zweiter Wettkampf auf der olympischen Distanz führte mich in die Türkei nach Antalya. Morgens zeigte sich das Mittelmeer ganz ruhig, doch wie wir am Tag vor unserem Rennen feststellten, änderte sich dies jeden Tag pünktlich zur Mittagszeit. Bei unserem Start um 14:15 Ortszeit musste man seefest sein, denn die Wellen hatten schon fast etwas von Atlantik. Dazu kam noch eine starke Strömung von der Seite. Geschwommen wurden zwei Runden im Dreieck. Wie im letzten Rennen auch, bestand freie Platzwahl und ich entschied mich für den kürzesten Weg und startete auf der rechten Seite. Vielleicht war dies schon mein erster kleiner Fehler, denn die Strömung von links drückte uns schon nach wenigen Metern ziemlich weit aus  dem Kurs und wir schwammen in einem Bogen auf die erste Boje zu.

 

Kurz vor dieser  kam das Feld  dann von der Seite zu uns und es wurde ziemlich eng. Bei dem ständigen Auf und Ab musste man die Position der  Bojen erraten und es passierte durchaus,  dass man einen kräftigen Schluck "Welle" zu sich nahm. An der ersten Boje verlor ich ein wenig die Übersicht, wurde im Feld eingeklemmt und kassierte ein paar Schläge.  Ich denke das war der Punkt, an dem  ich den Anschluß an die Radgruppen verpasste. Die zweite Runde bin ich dann ziemlich einsam geschwommen und musste alleine raten,  wo die Bojen sich befanden. Ich konnte noch einige Leute einholen, doch als ich aus dem Wasser stieg, sah ich die zweite Radgruppe gerade losfahren. Knapp dahinter befand sich eine Zweiergruppe, die versuchte aufzuschließen. Nach eineinhalb von acht Radrunden konnte ich allein zu den beiden aufschließen. Nun versuchten wir unser Glück zu dritt, doch wir kamen nicht entscheidend näher und ich merkte, wie bei meinen Mitstreitern die Kraft schwand. Also versuchte in Runde vier allein nach vorne zu kommen. Diesen Versuch brach ich aber schon nach einer weiteren halben Runde ab, denn ich musste feststellen, dass ich zwar näher kam aber  auch ein Riesenpulk von hinten anrückte. Also nahm ich das Tempo heraus und ließ mich in die dritte Radgruppe fallen. Dort brauchte ich erstmal ein paar Runden um mich zu erholen. Da sich die zweite Gruppe wohl nicht ganz einig war, konnten wir wenig später auf diese aufscchließen, doch anschließend funktionierte dieser Haufen dann überhaupt nicht mehr, sodass die achtköpfige Spitzengruppe zum Schluss ganze 6 Minuten Vorsprung hatte. Nach dem Radfahren wechselte ich recht zügig und verließ die Wechselzone als erster meiner Gruppe. Diesmal fand ich meinen Laufrythmus schneller als in Eilat und brachte das Rennen noch mit einerm guten Lauf zu Ende. Ich  landete  auf dem 20. Platz.

Auch wenn ich mit dem Schwimmenteil nicht  zufrieden bin, kann ich doch  etwas Positives aus dem Rennen mitnehmen: Ich habe in Eilat gesehen, dass ich bei "normalen" Schwimmbedingungen vorne dabei bin und hier in Antalya konnte ich mir zeigen, dass ich auch gut laufen kann, trotz  eines vorangegangenen harten Radfahrens.

 

Also passt im nächsten Rennen einfach mal alles! :)