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Europacup - Holten

Hier folgt nun mein Bericht vom Europacup in Holten, leider etwas verspätet, da ich es zeitlich einfach nicht eher geschafft habe...

Am Samstag startete schon mein nächstes Rennen in Holten, ich hatte schon einiges über dieses verrückte Triathlonnest in den Niederlanden gehört, doch was ich dort zu sehen bekam, übertraf noch einmal meine Vorstellungen.

 

Geschwommen wurden zwei Runden in einem Baggersee, der etwas außerhalb des Ortes lag. Dieses Mal konnte ich mich über eine etwas niedrigere Startnummer als sonst freuen und hatte somit schon mal eine gute Ausgangsposition. Nach einem problemlosen Start konnte ich mich schnell freischwimmen und kam auch ohne größere Probleme um die erste Boje, danach passierte nicht mehr viel, das Feld zog sich in die Länge und wir reihten uns hintereinander ein. Mit 15 weiteren Athleten verließ ich das Wasser und begab mich auf die Radstrecke Richtung Holten. Dort an der Wechselzone angekommen, mussten noch vier Runden mit vielen Kurven und ein wenig Profil absolviert werden. Nach den ersten Runden fühlte ich mich schon etwas platt, vielleicht auch noch Nachwirkungen von meinem Rennen am vorherigen Wochenende, also zog ich mich in den hinteren Teil der Gruppe zurück. Bis zur zweiten Wechselzone konnten wir unseren Vorsprung auf gut zwei Minuten ausbauen. Auf den ersten Laufmetern musste ich gleich abreißen lassen und fand mich nach der ersten von vier Laufrunden am Ende unserer Gruppe an Position 14.

Ich musste direkt an den Vorabend denken, wo wir uns noch über unsere „Taktik“ lustig machten, wie: „ Swim hard, Bike hard, freeze!“Ich befand mich gerade im „freeze“ Zustand... Doch Anfang der zweiten Runde kam ich langsam in Fahrt. In der dritten Runde lief ich an eine Dreiergruppe heran, hielt mich jedoch nicht lange auf und kämpfte mich auf den 8. Platz vor. Kurz vor dem Ziel kam ich an der Penalty-box vorbei, in der noch ein Australier seine 15 Sekunden absaß. Ich wusste nicht wie lange er dort schon wartete, also legte ich nochmal einen Endspurt ein, denn kurz vor dem Ziel wollte ich diesen Platz nicht wieder hergeben. Auf der Zielgeraden trat ich dann in ein kleines Loch, welches sich unter dem Teppich verstecke und legte einen kleinen Stunt hin. Dank 10 Jahre Turnen rollte ich ab, stand ich im selben Moment schon wieder und sicherte den 7. Platz bis ins Ziel.

 

Der Wettkampf in Holten hat mir viel Spaß gemacht, denn die Anwohner des  total verrückten Triathlonkaffs tun alles für einen perfekten Wettkampf. Alle haben ihren Vorgarten präpariert und sitzen dort am Grill mit lauter Musik und feuern alle Aktiven den ganzen Tag lang an. Einige haben auch ihren Gartenschlauch an eine selbstgebastelte Dusche geklemmt, um den Athleten eine Abkühlung zu verschaffen.