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Europacup - Istanbul

Europacup -  Istanbul

Am Freitagvormittag machte ich mich auf den Weg nach Istanbul zum Europacup. Gute 3h nach dem Abflug landete ich auf dem Europäischen Airport Atatürk. Ganz entspannt sammelte ich mein Gepäck ein und machte mich auf die Suche nach dem Shuttle, der Sarah Fladung und mich zum Race-Hotel bringen sollte. Als ich niemanden fand, setzte ich mich auf eine Bank und wartete auf Sarah, die 1,5h nach mir landen sollte. Also noch genügend Zeit unseren Fahrer ausfindig zu machen. Als ich jedoch bis zur vereinbarten Abfahrtszeit weder Sarah noch unseren Busfahrer fand, wurde ich schon etwas nervös,  wurde dann aber  von einem netten Herren mit einem „DTU“ Schild angesprochen, ob ich auf ihn warten würde. Nachdem Sarah den Stau an der Passkontrolle hinter sich hatte, ging es dann endlich Richtung Hotel auf die asiatische Seite von Istanbul. Doch das Hotel sollte noch eine Weile auf uns warten, denn wir mussten uns vorher über 2,5h durch die Straßen von Istanbul kämpfen. Zum Vergleich: Zurück ging das Ganze in 30 Minuten!

 

Der Samstag vor dem Rennen war recht entspannt. Gegen Mittag machten wir uns auf die Suche nach der Wettkampfstrecke, die nicht ganz so dicht am Hotel lag, um diese zu erkunden. Fazit: Super Wasser mit vielen vielen Quallen, Lauf- und Radstrecke unspektakulär.

Am Sonntag erfolge der Start für uns um 14:15, die Quallen vom Vortag bekamen wir erfreulicherweise nicht zu sehen.  Der Schwimmstart erfolgte von einem sehr kleinen und wackligen Ponton, was wohl auch der Grund für meinen schlechten Schwimmstart war. Ich wollte mich abdrücken, doch da war leider kein „Boden“ mehr unter meinen Füßen, an dem ich mich hätte abstoßen können! Nachdem ich dann meine heruntergerutschte Schwimmbrille wieder in Position gebracht hatte, konnte der Wettkampf nun auch für mich losgehen. Zum Glück kam ich relativ gut durch das Feld und schwamm mich so nach der ersten Runde in die zweite Gruppe. Auf der zweiten Runde schaffte ich dann noch den Anschluss an die erste Gruppe, dass vor uns noch zwei Ausreißer waren bemerkte ich erst auf dem Rad. Nach 1,5 Runden schlossen wir zu dem Franzosen und Christian Otto (Potsdam) auf. Nun waren wir eine Gruppe von neun Mann, die allerdings mehrere energische, international verständliche Worte von Stefan Zachäus (Potsdam) benötigte, um einigermaßen zu laufen. Nachdem zwei „Bremsen“ aus unserer Gruppe einen Platten bekamen und ein Russe sich  allein nach vorne absetzte, funktionierte die Arbeit in der Gruppe endlich wie erwünscht. Wir schafften es trotzdem nicht, den Russen vor dem Wechsel wieder ein zu fangen. In der letzten Runde erwischte es mich genau wie unsere zwei Mitstreiter zuvor an genau derselben Stelle und ich hörte nur ein Zischen aus meinem Hinterrad....
Da reist man um die halbe Welt, es geht um einen wichtigen Wettkampf,  bezahlt eine Menge Geld und dann sowas! Doch zum Glück reichte die Luft noch, um sicher um den vorletzten Wendepunkt zu fahren. Die letzten Kilometer waren schnurgerade, es dürfte also nicht viel passieren. Am letzten Wendepunkt war noch einmal Vorsicht geboten,  als dieser auch sicher gemeistert war ging es schon vom Rad runter und in die Wechselzone.  Nun standen uns vier Laufrunden in der prallen Sonne bevor. Nach der ersten halben Runde konnten sich die späteren erst- und zweitplatzierten ein wenig von unserem "Dreier Deutschlandexpress" absetzen.  Bis Kilometer 5 konnten wir so zusammen laufen, doch dann musste Stefan Zachäus abreißen lassen und Christian Otto und ich liefen weiter um den Podiumplatz. Als „Otti“ dann in der letzten Runde in die Penaltybox abbog um seine 15 sec. Zeitstrafe ab zu sitzen war ich allein und lag auf dem dritten Platz. Jetzt durfte ich „Otti“ nur nicht wieder aufschließen lassen. Ich konnte nochmal einige Meter auf den zweiten Platz gut machen, kam aber leider nicht entscheidend dichter. Nach hinten ließ ich bis zum Ziel auch nichts mehr anbrennen, sicherte mir so den dritten Platz und erfüllte damit die Qualifikationskriterien der DTU für die U23-WM in Auckland.

 

Nun heißt es schnell erholen, denn am Samstag steht schon das nächste Rennen auf dem Plan,  der Europacup in Holten.