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French Division 1 in Nizza

French Division 1 in Nizza

Wie es zu diesem Start am Ende meines Trainingslagers kam, könnt ihr in meinem Artikel über das Trainingslager in Saarbrücken erfahren.

Als mein Start nun fest stand, musste nur noch ein Flug nach Nizza und die Rückreise geplant werden. Ich sollte Samstag nach Nizza reisen, musste aber morgens noch meine Schwimmeinheit absolvieren. Nach dem Schwimmen wartete mein französischer Teamchef auf mich und fuhr mich nach Straßburg zum Flughafen.

In Nizza angekommen wurde ich von meinen Teamkollegen aus Frankreich, Spanien, Australien und Italien  in Empfang genommen. Mit einem Mix aus allen Sprachen konnten wir uns verständigen, da die Franzosen nicht sonderlich fit in Englisch sind. Die Startliste versprach wirklich ein hochklassiges Rennen mit beiden Brownlees, Hauss, Clarke,  Brukhankow, ,... und vielen weiteren Topleuten, auch aus Deutschland!

In Frankreich hat jedes Team einen eigenen Bereich am Schwimmstart, der nach dem Ranking  gewählt werden kann. Mit Andrea Mondelli hatte ich einen starken Schwimmer in meinem Team und platzierte mich neben ihm. Das Meer war sehr wellig, aber so klar und Blau, sowas hab ich noch nicht gesehen! Nach gutem Start ging ich im vorderen Bereich um die erste Boje. Leider musste ich dort etwas einstecken, aber alles im grünen Bereich. Langsam machte sich auch das Trainingslager bemerkbar und die Arme wurden schwer. An der zweiten Boje verhedderte ich mich in einem Seil und jemand krabbelte über mich. Nach einem kurzen Wutanfall hatte ich wieder meinen Platz und konnte Richtung Land schwimmen. Das Problem, wenn man mit den Wellen schwimmt ist, dass die Leute hinter einem den Schub der Welle früher als man selbst bekommen. Also hat man ständig jemanden auf seinen Beinen liegen. Auf den letzten Metern verlor ich noch ein paar Plätze, doch als ich aus dem Wasser stieg und Prochnow vor mir sah, war klar:  so schlecht konnte ich gar nicht liegen. Die Radstrecke war eine flache Wendepunktstrecke, so konnte ich auf der ersten Runde feststellen, dass nur eine kleine Gruppe mit den Brownlees vor uns war. Wir waren eine sehr große Gruppe und fuhren schnell in die erste Gruppe. Nun waren wir bestimmt über 50 Mann in der Gruppe und es staute sich an den Wendepunkten. Auf der Geraden war das Feld einfach eine lange Schnurr und jeder versuchte sein Hinterrad zu halten. Kurz vor Schluss suchte ich mir das Rad von Alister, wurde jedoch eingebaut und im Feld nach hinten gereicht. Vielleicht war auch der Kopf in diesem Moment schuld, denn bei dem Tempo Schulter an Schulter auf eine Verengung zu rasen ist kein tolles Gefühl. Nach einem mittelprächtigen Wechsel ging es zusammen mit Alister auf die Laufstrecke, zumindest für 50m!

Der Lauf war den Umständen entsprechen noch sehr gut. So lief ich als zweiter für Metz und also 50 Gesamt ins Ziel. Erst dachte ich, jemand will mich verarschen, als ich hörte, dass ich 50ster war, aber wenn man sich die Kaliber vor mir betrachtet, ist das voll okay, außerdem waren ja auch noch 47 andere hinter mir.

 

Metz konnte sich auch freuen, denn wir blieben mit einem Punkt Vorsprung in der ersten Liga!