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Jahresrückblick 2018

ITU Media | Araujo Wagner

 

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende entgegen, Zeit für einen kleinen Rückblick!

Das aktuelle Jahr begann recht verheißungsvoll, die Form war da, die Gesundheit spielte ebenfalls mit, also beste Voraussetzungen. Das erste Rennen in Abu Dhabi verlief sehr gut, bis ich mich auf die Nase legte. Trotzdem war der abschließende Lauf ganz gut und das Ergebnis akzeptabel. Das war’s dann aber schon fast an Leistung in diesem Jahr. Beim nächsten Rennen in Bermuda war ich von Training und KLD etwas angeschlagen und lief meiner Leistung weiter hinterher. Zudem begann dort das Drama mit meiner Achillessehne.

Die Schmerzen in der Sehne bekam ich leider in den kommenden 5 Monaten nur schwer in den Griff. Vielleicht hätte ich direkt nach Bermuda die Reißleine ziehen müssen...hinterher ist man immer schlauer. Aber vielleicht hätte ich dann nicht den Schritt gewagt, einige wichtige Veränderungen vorzunehmen, nachdem ich quasi drei Monate keine Verbesserung verspürte. Denn erst nachdem ich die Reha in die Hände von Physiotherapeutin Sabrina Hoppe legte, trat Schritt für Schritt eine Verbesserung ein. Neben Sabrina begann ich auch meine Arbeit mit Alex Boer, ebenfalls Physiotherapeut von der Sportsmed-Saar. Die Therapie kostete viel Zeit, aber vor allem auch mentale Kraft. Wenn man so lange auf der Stelle tritt, ist es extrem schwer, weiter an sich zu glauben und hart zu arbeiten. Neben der Therapie vor Ort standen auch diverse Termine mit Experten in Deutschland und der Schweiz in meinem Terminkalender.

Als ich wieder in das Wettkampfgeschehen einstieg, bekam ich die Folgen des langen Ausfalls zu spüren. Schlechte Leistung, abgeschlagen hinter dem Hauptfeld. Ich schaffte es jedoch die Leistung für mich persönlich richtig einzuordnen und arbeitete einfach wie vorher weiter an meinem „Comeback“. Das nächste Rennen an der Gold Coast lief auch schon deutlich besser, leider verbaute mir eine absolut schlechte Schwimmleistung ein besseres Ergebnis. Aber für den Kopf war es trotzdem ein kleiner Motivationsschub – einfach zu sehen: „Die Leistung kommt wieder, es geht doch noch“. Nach weiteren kleineren Rückschlägen im Training gab ich mir eine letzte Chance auf Madeira beim Europacup Finale. Hier kam endlich mal wieder alles zusammen und ich konnte in allen Disziplinen Leistung zeigen. So reichte es in einem packenden Endspurt für den zweiten Platz. Wobei nur Millimeter zum Sieg fehlten. Die Freude über den gelungenen Saisonabschluss überwog allerdings. Nach einer wirklich nötigen Saisonpause und „Mind-reset“ ging es wieder an die Arbeit. Wie ihr vielleicht lesen könnt, waren die letzten Monate kein Selbstläufer. Ich möchte mich hier bei allen Sponsoren und Partnern bedanken, die trotzdem an mich geglaubt haben und mich weiterhin unterstützt haben. Ein großes Dankeschön an mein Trainer und Betreuerteam, meine Familie und meine Freundin! Sie alle haben mir den Kopf über Wasser gehalten.

Wir sind mittlerweile im November angekommen und die Schmerzen in der Achillessehne bestehen immer noch. Konsequent arbeiteten wir weiter an meinem Athletiktraining, Lauftechnik und vielen weiteren Baustellen. Erst im Dezember verspürte ich eine deutliche Besserung. Schmerzfrei Laufen, kein Druckschmerz und morgens ohne Schmerzen aus dem Bett aufstehen. Alles Dinge, auf die ich lange verzichten musste. Ein gutes Gefühl. Doch auch wenn ich nun am Jahresende schon einige Wochen schmerzfrei bin, ist weiterhin Vorsicht geboten. Die Saison beginnt in etwa zwei Monaten und ich möchte im kommenden Jahr nicht erneut eine solche Erfahrung sammeln. 

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein frohes neues Jahr! Bleibt gesund und vor allem verletzungsfrei, denn dies ist die Grundlage für alles Weitere.