Justus Nieschlag - mein Blog

 

Namibia

Namibia

Nachdem ich letztes Jahr bereits Kontakt zu den Holländern aufgenommen hatte und auch bereits an ihrem Stützpunkt zu Besuch war um die Athleten kennen zu lernen, wurde es nun etwas konkreter. Das erste Trainingslager 2018 mit der niederländischen Nationalmannschaft. Es verschlug uns nach Namibia, genauer gesagt nach Windhoeck. Nicht unbedingt die typische oder besser gesagt bekannte Region für ein Triathlon-Trainingslager. Doch die Bedingungen waren bestens, denn in Namibia ist es warm – sehr warm und Windhoeck liegt auf etwa 1750m Höhe. Somit bekam es der Körper neben der Hitze auch mit einem Höheneffekt zu tun, zu Beginn des Camps eine ziemlich heftige Kombination.

 

Ansonsten befanden sich ein Fitnessstudio mit Schwimmbad, ein Freibad und verschiedene Laufoptionen in unmittelbarer Nähe. Einzig die Radstrecken waren etwas begrenzt, lediglich drei Routen als Wendepunktstrecke standen uns zur Auswahl. Aber dies war für uns nichts Neues, denn im Trainingslager in Südafrika, wo wir die letzten Jahre immer mal wieder waren, sieht es nicht anders aus. Einziger Unterschied ist die Aggressivität der Autofahrer. In Südafrika ist man als Radfahrer doch noch mehr gefährdet als hier in Namibia. Klar überholen die Autos auch hier extrem eng, aber kein Vergleich mit Südafrika. Hier gab es auch wenig befahrene Strecken und die Straße mit viel Verkehr hielt einen Nothaltestreifen für uns bereit. Das Training mit der bunt gemischten Gruppe hat viel Spaß gemacht, neben Holländern und uns Deutschen (Johnny Zipf und Jan Stratman), war auch ein Luxemburger (Stefan Zachhäus), Österreicher (Thomas Springer) und Südafrikaner (Richard Murray) mit dabei. Die beiden Trainer Louis und Jordi machten einen super Job und koordinierten das Training der Gruppe, sodass wir alle gemeinsam trainieren konnten. Es war auch egal aus welchem Land der Sportler kam, hier bekam jeder den selben Support, so fühlte man sich direkt wohl. Auch von den unterschiedlichen Trainingskonzepten ließen wir uns nicht stören, es war eher interessant zu sehen, wie die anderen trainierten. Ein Richard Murray lässt es im GA-Bereich beispielsweise extrem ruhig angehen.

Untergebracht waren wir in einer Travel Lodge, hier hatten immer zwei Sportler eine kleine Hütte mit Küche und Grill. Die Verpflegung musste also selbst organisiert werden. Mit meinem Zimmerkollegen Johnny schloss ich mich mit Jan und Stefan zusammen, sodass wir nur jeden zweiten Abend den Kochlöffel schwingen mussten. Ein ganz besonderer Tag ereilte uns Mitte des Camps, hier fuhren wir morgens nach dem Training zur Erindi Game Lodge. Nach einer abenteuerlichen Fahrt über 50km gravel Road, gab es ein reichhaltiges Mittagsbuffet bevor es zur ersten 3h Safari-Tour ging. Nach einer Übernachtung ging es morgens in aller Früh auf eine weitere 3h Tour, bevor wir uns nach dem Frühstück wieder auf den Rückweg nach Windhoeck machten. Es war wirklich ein einmaliges Erlebnis, bei dem wir die Big Five und viele weitere Tiere zu sehen bekamen. Zurück in Windhoeck hatte uns sogleich der Trainingsalltag wieder. Die restliche Zeit verging recht schnell und so mache ich mich heute wieder auf den Weg in kalte Deutschland.

Die nächste Station wird das erste WTS Rennen am 02.03 in Abu Dhabi sein.

Es ist nicht mehr lang und ich freu mich schon auf die Saison 2018 :-)

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