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Quarteira

Quarteira

Das Abenteuer Reisen um die Welt geht weiter. Also wurde das Rad wieder zerlegt, sicher im Koffer verpackt und ab ging es nach Portugal zum Europacup Quarteira. Diesmal mit Ryanair von Frankfurt-Hahn. Hier gab es den wohl coolsten Zufall in meinem bisherigen Leben und wahrscheinlich wird er das auch bleiben. Denn als ich auf meinem zugelosten Platz im Flieger saß und mir meine Trainingsjacken angezogen hatte, sprach mich mein Sitznachbar an.... "Hey, warst du vor zwei Wochen in Singapur?"

Ja, das war ich sehrwohl und wie der Zufall so wollte, saßen wir im Flieger von Singapur nach Frankfurt auch schon in einer Reihe, allerdings ein paar Plätze auseinander! Dinge gibt's :D

Naja, sicher in Faro gelandet ging es zusammen mit Jonas Breinlinger schell ins Hotel. Am nächsten Tag stand lediglich die Besichtigung der Strecken auf dem Programm. Zwei Runden im Meer, bei geringem Wellengang (zumindest am Freitag bei der Besichtigung ;) ).

Die Radstrecke war sehr vielversprechend mit vier Wendepunkten und einem knackigen Anstieg. Hier mussten wir sechs Runden zurücklegen. Die vier Laufrunden an der Promenade waren abgesehen von der Windanfälligkeit relativ unspektakulär.

Am Samstag bestand dann erstmal die größte Herausforderung darin, die Zeit bis zum Start um 16:30 Uhr zu meistern. Als es dann endlich los ging, wurden wir im Meer ganz gut durchgeschüttelt, denn durch den Wind waren die Wellen etwas größer als noch am Vortag. Leider kam ich mit dieser Situation nicht besonders gut klar oder hatte einfach schlechte Arme... ich weiß es nicht. Völlig benommen stolperte ich in die Wechselzone und war geil froh, als ich auf meinem "Bock" saß.

Nun hieß es alles oder nichts! Und so war das Tempo von Beginn an recht hoch. Auch wenn nicht alle an der Führung interessiert waren, fanden sich doch noch ein paar Helfer, die ebenfalls nach vorne wollten. So kämpften wir uns Runde für Runde nach ganz vorne. Danach bestand jedoch kein Interesse mehr bei den Anderen und so verloren wir einen komfortablen Vorsprung von 50 Sekunden auf eine größere Verfolgergruppe. Sehr ärgerlich, denn gute Läufer waren nun definitiv in Massen vertreten.

Nach dem Wechsel fand ich mich in der Führungsgruppe und konnte dort gut mitlaufen. Allerdings bekam ich nach genau einer Runde Seitenstechen und musste rausnehmen. Damit war die Gruppe weg... Wenigstens verabschiedete sich das Stechen soweit, dass ich wieder Tempo aufnehmen konnte. Auf der vorletzten Runde drohte noch Gefahr von hinten, bei der ich mich auch vorerst in den Windschatten klemmen musste. Jedoch konnte ich frühzeitig einen Antritt setzten und mich wieder absetzten. Die letzte Runde ging es bei mir also nochmals richtig vorwärts und ich konnte sogar noch zwei Athleten überlaufen.

Am Ende kam ich auf Platz 12 ins Ziel. Nicht überragend, aber ich denke ich habe das Beste aus der Situation gemacht und einen stabilen Wettkampf gezeigt. In Südafrika darf dann gerne alles nach Plan laufen! :)