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Saisoneinstieg WTS Yokohama

Notiz an mich selber: Yokohama – Justus (2-0).

Der Samstag beim WTS Rennen in Yokohama fiel sprichwörtlich komplett ins Wasser. Nach meiner doch recht kurzfristigen Anreise, trudelte ich am Donnerstagnachmittag pünktlich zum Briefing in Yokohama ein. Trotz der langen Reise verspürte ich kaum einen Jetlag. Soweit war ich also gut für das Rennen am Samstag gerüstet.

 

Leider waren die Hoffnungen, dass sich der Wetterbericht, wie so oft, mal irren würde, schnell verflogen. Schon am Vormittag beim Frauenrennen „regnete es aus Eimern“. Nicht die besten Voraussetzungen, wenn man bedenkt, dass Japan das Land mit den meisten Fahrbahnmarkierungen ist, so zumindest mein Eindruck. Auch die leicht geänderte Radstrecke mit einigen extra Kurven und einem Abschnitt mit sehr glatten Backsteinen schraubten zusätzlich den Anspruch der Strecke um einiges nach oben. Beim Schwimmen erwischte ich einen unglücklichen Start, doch das Feld kam eh sehr geschlossen an die erste Boje. Abgesehen von den ersten zwei Athleten kam wohl niemand entspannt um diese Boje herum. Immerhin hatte sich das Feld auf dem weiteren Weg ein wenig sortiert und ich konnte meine Aufholjagt beginnen. Nach der ersten Schwimmrunde noch im Mittelfeld liegend, konnte ich mich bis zum endgültigen Ausstieg noch auf Position 8 nach vorne schieben. Nach dem Wechsel bildete sich eine recht große Radgruppe, welche auf den ersten Metern und den schweren Bedingungen noch sehr vorsichtig über den Kurs bewegte. Dieser Zustand hielt jedoch nicht lange an und so wurde das Tempo und das Risiko um einiges erhöht. Leider war das Rennen dann für mich auch sehr früh beendet. Im letzten Drittel der zweiten Runde fuhr ich mir einen Platten. Da ich auf Drahtreifen unterwegs war, driftete ich auf der Felge eher nach dem Motto „Fährste quer, siehste mehr“ Richtung Wheelstop. Dort mit dem letzten Zipfel der ersten Gruppe angekommen, war das Hinterrad schnell ausgebaut, doch leider kam niemand mit einem neuen Laufrad für mich. Der Grund war schnell gefunden, es war der Teamwheelstop. Hier geben die Nationen ihre eigenen Laufräder ab, wir hatten im Vorfeld aber keine abgegeben. Somit war das Rennen für mich zu diesem Zeitpunkt leider bereits beendet.

Das Radfahren habe ich im Nachhinein auf der Rolle beendet und auch den 10km Lauf musste ich noch absolvieren. So konnte ich den Tag nicht beenden.

Ich schaue nun nach vorne und werde mein Glück am ersten Juni Wochenende beim Weltcup in Cagliari erneut versuchen.