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Saisonstart Kapstadt

Nachdem Franz und ich noch eine weitere halbe Woche in Potch die Stellung hielten, während das restliche Team schon abgereist war, ging es am Donnerstag endlich nach Kapstadt! Obwohl die Entfernung lediglich zwei Flugstunden beträgt, brauchten wir den ganzen Tag. Donnerstag war auch Beginn unserer Zeitumstellung für den Wettkampf. Dies hieß 4 Uhr aufstehen, gemütlich packen und auf's Frühstück warten. Im Anschluss direkt in den Shuttle nach Johannesburg.

Bis hier lief alles glatt. In Kapstadt angekommen warteten wir vergeblich auf unseren Transport zum Hotel. Ein Taxi war schnell organisiert und Franz witzelte schon:"Hoffentlich ist unser Hotel gebucht". Meine Argumentation, dass wir ja eine gesonderte Mail vom Reisebüro mit der Adresse erhalten hatten, sei doch schon mal beruhigend, erwies sich aber leider nicht als stichfest. Nachdem wir im Hotel sämtliche Namen durchgesehen hatten, auf die eine Buchung hätte erfolgen können, gaben wir auf und ließen das Hotel eine Lösung finden. Nach einen kleinen Upgrade in ein Apartment mit Küche, Wohnzimmer, sowie drei Schlaf- und Badezimmer, hatten wir auch eine Unterkunft gefunden. Später fanden sich auch unsere Namen im System wieder, unsere Übernachtungen wurden zum falschen Datum gebucht.

Da die Welt ja klein ist, traf ich mich an dem Abend noch mit einem Kumpel aus Hildesheim und Freunden aus meinem Heimatverein. Am nächsten Tag wurde wieder um 4 Uhr aufgestanden. Es erfolgte das gleiche Spiel wie in Potch, nur packten wir diesmal die Sachen wieder aus.

Am Sonntag fühlte ich mich wie ein Ironman, Auftaktlauf nachts um 4 Uhr, einchecken ohne Scheinwerferlicht im Dunklen, erst zum Einschwimmen wurde es langsam hell. Hier erschreckte ich mich etwas, denn am Tag zuvor waren wir noch bei angenehmen 17 Grad unterwegs, nun hatte man 12,5-13 Grad gemessen. Der Start verzögerte sich um eine ganze Weile und so standen wir alles fröstelnd am Strand und warteten. Beim Schwimmen lief ich nicht so richtig warm, alles war etwas eingefroren. Leichter Wellengang und die tief stehende Sonne machten die Orientierung etwas schwer, laut einigen Außenstehenden sind wir alle einen ziemlichen Umweg geschwommen. Scheinbar ging es den anderen auch nicht viel besser und so stieg ich vorne aus dem Meer und fand mich in einer 14-köpfigen Spitzengruppe wieder. Auf dem Rad wurde zusammengearbeitet und es passierte nichts Spektakuläres. Mein Wechsel war nicht sonderlich gut, doch ging ich an zweiter Position hinter Franz aus der Wechselzone. Beim Laufen war das Tempo von Anfang an sehr hoch. Franz und ich waren erstaunt über das hohe Laufniveau zu diesem frühen Saisonzeitpunkt. Dennoch konnte Franz einen klasse 3. Platz erkämpfen und ich lief auf einen akzeptablen 6. Platz ins Ziel ein. Wer sich die Laufzeiten schon mal angesehen hat, wird jetzt sagen, diese Zeiten läuft ja noch meine Großmutter! Zu unserer Verteidigung können wir nur sagen: Die Strecke war deutlich, sehr deutlich zu lang!

Nach den Rennen fuhren Franz und ich noch an die Waterfront, sowie zum Kap runter. So haben wir wenigsten auch etwas in den 5 Wochen gesehen.

Am 17.02 landen wir wieder in Deutschland, dann wird uns kurz die Pflicht als Soldaten rufen und dann geht's auch am 03.03 schon wieder in den Flieger nach Abu Dhabi zum ersten WTS-Rennen.