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Trainingslager Mallorca

Trainingslager Mallorca

Nach den zwei ersten Trainingsblöcken (Fuerteventura und Südafrika), folgte nun der dritte Teil in Colonia St. Jordi auf Mallorca. Das Camp begann nur kurz nach dem Saisonauftakt in Abu Dhabi, wir flogen lediglich für ein paar Tage heim, um die Wäsche zu waschen und für vier Wochen Mallorca zu packen.

Auf Malle muss man sich auf alle Wetterlagen und Temperaturen einstellen, wenn es in Südafrika mal regnet ist es wenigstens immer noch 25 Grad warm. An meinem Geburtstag stieg ich also in Saarbrücken in den Flieger- ja man mag es kaum glauben aber Saarbrücken hat einen eigenen Flughafen.

 Das Ganze ist so etwas wie bei Ryanair, ein Flugzeug pro Tag, Fußweg über das Rollfeld inbegriffen. Aber ich hatte einen sehr angenehmen Flug mit einer ganzen Sitzreihe und XL Beinfreiheit für mich alleine. Vielleicht hat die Stewardess gesehen, dass ich Geburtstag hatte, vielleicht hatte ich auch einfach nur Glück.

 Das Trainingslager begann fast wie befürchtet mit regnerischen Bedingungen. Besondere Freude machte der morgendliche Spaziergang zum Freibad bei 5 Grad und Nieselregen. Gut, dass ich in der Rolle des Athleten war und in das halbwegs warme Wasser springen durfte, mit unserem Trainer hätte ich nur ungern getauscht. Glücklicherweise hielt dieses Wetter nicht so lange an und so wurde es die nächsten Tage trocken und auch von Woche zu Woche wärmer.

Die Trainingsgruppe war mit maximal acht Athleten sehr überschaubar, zumal nie alle gleichzeitig vor Ort waren. Dieses Kommen und Gehen machte die Zeit auch etwas kurzweiliger und so kam immer mal wieder frischer Wind in die Gruppe. Bei den Jungs sah es aber noch dürftiger aus, als sich auf den ersten Blick vermuten lässt.

Die erste Woche waren wir zu zweit und so machte ich zusammen mit Max die Insel unsicher. Da Max aufgrund seiner langen Verletzung allerdings gerade erst wieder mit dem Training begonnen hatte, beschränkte sich unsere gemeinsame sportliche Aktivität auf das Schwimmen und teilweise das Radfahren. Nachdem ich einsehen musste, dass meine Schulterprobleme größer als vermutet waren (dazu später mehr), musste ich im Schwimmen pausieren und reduzierte so unser gemeinsames Training enorm.

Nach einer Woche kam kein geringerer als Joao Silva (Portugal) zu uns in die Gruppe, mein Trainingspartner für die nächsten zwei Wochen. Das Training mit Joao lief super, wie auch schon in Südafrika konnten wir alles gemeinsam trainieren und uns gegenseitig ein wenig pushen. In Portugal hätte er sonst auch alleine trainieren müssen, also die perfekte Ergänzung. Unsere Trainingshighlights waren immer die Laufintervalle, Bergläufe am Sant Salvador oder auch die KA-Intervalle auf dem Fahrrad, ebenfalls am Sant Salvador. Am Ende kannten wir dort jeden Stein!

Leider reiste Joao nach zwei Wochen wieder ab und auch Max machte sich auf den Heimweg. So ging es also für mich die letzte Woche nach dem Motto „Last man standing“ fröhlich weiter und ich erfand mir einfach meine eigenen Trainingspartner „Me Myself and I“, so waren wir immer zu dritt unterwegs ;-)

Ich sehe das aber auch als positiv an, denn die vier Wochen vorne im Wind haben hoffentlich den erwünschten Raddruck gegeben und auch im Laufen konnten wir etwas verstärkt aufgrund der Schwimmproblematik abreiten. Wann sich diese Arbeit jedoch auszahlen wird, muss man abwarten, denn teilweise braucht es einige Zeit bis solch ein Reiz den gewünschten „Bumms“ bringt.

Aber nun noch kurz zu meiner Schulterproblematik. Schon knapp zwei Wochen vor dem Rennen in Abu Dhabi verspürte ich hin und wieder ein leichtes Ziehen in der Schulter, was mich aber erstmal nicht groß beunruhigte. Doch als es durch Physiotherapie nicht besser wurde, suchte ich unsere Orthopädin auf, welche auch in Abu Dhabi mit dabei war. So lösten wir zwar das Problem bis zum Rennen, jedoch konnte ich nach dem Wettkampf überhaupt nicht mehr an Schwimmen denken und hatte unter Schwimmbelastung große Schmerzen.

In den Tagen zwischen dem Wettkampf und dem Trainingslager gaben wir alles, um das Problem wieder zu lösen, es reichte aber nur zum lockeren Baden. Zu Beginn des Trainingslagers hatten wir noch Hoffnung und testeten auch unter etwas intensiveren Belastungen, jedoch mit dem Ergebnis der Verschlechterung meines Zustandes. Nun hieß es eine Woche kein Schwimmen, erst in der letzten Woche konnte ich das Schwimmtraining wieder locker mit 2,5-3km pro Einheit aufnehmen.

 

Mittlerweile kann ich wieder im normalen GA1 Bereich schwimmen, habe hin und wieder aber noch leichte Schmerzen. Für den nächsten Wettkampf am 24.04 in Kapstadt muss aber irgendwann noch mal eine Intensität kommen, dann wird sich zeigen, wie gut die Schulter ist. Bis dahin heißt es weiter pflegen, pflegen, pflegen.

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