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U23 WM- Auckland

U23 WM- Auckland

Am 9.10 gegen 16:00 Uhr machte ich mich auf eine etwas längere Reise. Von Hannover über Frankfurt und Singapur ging es für mich  nach Auckland zur U23 Weltmeisterschaft. In Singapur gelandet hatten wir schon über die Hälfte geschafft, doch stand uns noch ein Flug von 9h bevor. In den knapp 5h Aufenthalt, nutzen wir das“ Planschbecken“ und  Fitnessstudio um uns für den nächsten Reiseanschnitt vorzubereiten. Besondere Aufmerksamkeit erhielten wir durch unseren kurzen Dauerlauf von Terminal 1 bis Terminal 3 und wieder zurück.

Als wir am Donnerstag um 12:00 uhr sicher in Auckland gelandet waren, fuhren wir in unser Vorbereitungshotel, was in Takapuna, einem Vorort von Auckland lag.

 

Durch permanente Beschäftigung in den nächsten Tagen, gelang es uns die Zeitumstellung ohne größere Probleme zu verkraften. Von den Wetterbedingungen mussten wir und ja kaum anpassen! Die Radausfahrten von Takapuna bestätigten uns die Information, dass es in Neuseeland nur hoch oder runter geht. Ob das auf der Wettkampfstrecke genau so war, sollten wir erst später erfahren, doch Gerüchten und Videoanalysen bei Youtube  zu folge schon.

Am Dienstag den 16.10 mussten wir dann noch einmal unsere Sachen packen um in unser Race-Hotel in Auckland zu ziehen. Dort konnten wir dann in aller Ruhe die Strecken besichtigen, bevor es dann für uns U23ger am Samstag zur Sache ging.

Auf der Schwimmstrecke war die einzige Besonderheit die Temperatur des Wassers. Mit 14,7 Grad war es also etwas frischer als "normal", was man im Wettkampf jedoch nicht bemerkte. Die Radstrecken war ein profilierter Stadtkurs mit drei knackigen Anstiegen, die Acht Mal zu absolvieren war. Dagegen konnte man die Laufstrecke, die wir Vier Mal ablaufen mussten, schon als flach bezeichnen.

Am Samstagnachmittag, nach dem U23- und Elite Women Rennen, wurde es dann für Franz Löschke und mich ernst. Stefan Zachäus konnte leider nicht an dem Start gehen, da er krank war.

Ich erwischte einen guten Start und kam ohne besondere Vorkommnisse zur ersten Boje. Diese musste ich leider recht weit außen Anschwimmen, was wohl meiner Position auf dem Ponton geschuldet war. Bis zur zweiten Boje, schaffte ich es leider nicht mich auf die Innenbahn zu schummeln und verlor erneut ein paar Plätze. Nach der ersten Runde konnte ich mir einen kleinen Überblick verschaffen und stellte fest: „Du musst jetzt nochmal ne Schippe zulegen, sonst wird das mit der zweiten Radgruppe nichts mehr...“. Gedacht getan, konnte ich mich auf den zweiten 750 Metern etwas nach vorne Arbeiten und stieg mit der zweiten Gruppe aus dem Wasser.

Die Information vom ersten Coach waren 30 sek. Rückstand nach vorne. Diesen konnten wir auf den ersten Runden auch relativ konstant halten,  wobei wir den Vorsprung auf die dritte Gruppe weiter ausbauten. Mit jeder Runde und jeden Hügel wurden die Beine schwerer und die „Laktatduschen“ heftiger. Zwischenzeitig dachte ich mein Tacho geht falsch weil die Strecke einfach nicht zu Ende gehen wollte. In der letzten Runde hatten wir 2:30min Luft nach hinten, aber auch ein 2min Loch nach vorne. Am ersten Hügel legte ich die Grundlage für eine gute Position zum Wechseln, die ich bis zum Ende des Radkurses nicht verschenkte. Somit schaffte ich es als erster unserer Gruppe vom Rad zu steigen und lief auch mit einer kleinen Lücke als erster aus der Wechselzone.

 

Die paar Meter hielten doch leider nicht so lange an und ich wurde schon am ersten Wendepunkt langsam nach hinten gereicht. Meine Beine waren müde und ich konnte keine gute Laufzeit in den Asphalt stampfen. Doch immerhin reichte es noch für den 30. Platz!