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Vom Weißbrot zum Eingeborenen

Vom Weißbrot zum Eingeborenen

Nach meiner zweiwöchigen Saisonpause ging es für mich zurück nach Saarbrücken. Dort begann das neue Semester und gleichzeitig auch wieder der geregelte Trainingsablauf. Die erste Woche war jedoch noch ganz entspannt mit zwei Trainingseinheiten nach Wahl pro Tag. In der zweiten Woche ging es dann wieder ganz normal mit dem üblichen Trainingsplan weiter.

Doch all zu lange hielten wir uns nicht in Deutschland auf, denn schon die dritte Trainingswoche startete in der Sonne auf Fuerteventura. Hier wird nun für kommenden drei Wochen trainiert.

Schon nach vier Tagen hatte ich meine maximale Bräune ausgeschöpft und mich somit vom deutschen Weißbrot zum Eingeborenen verwandelt ;)

 

Wie die letzten Jahre auch stand das Grundlagentraining im Vordergrund und wir absolvierten auch einige Meter im Freiwasser. Die Freiwassereinheiten taten mir besonders gut, durch den Wind war das Meer schon aufgewühlt und wir wurden ordentlich durchgeschüttelt. Die Highlights waren die Massenstarts, bei denen dieses Jahr wirklich niemand auch nur ein bisschen nachgeben wollte und es wurde drauf gehalten wie im Wettkampf. Dies hatte auch ein blaues Auge für Lasse Lührs zur folge, aber er nahm es recht entspannt.

Neu war dieses Jahr allerdings, dass unser Eröffnungslehrgang dieses Jahr hier auf Fuerte stattfand, es gab einen Saisonrückblick und die verschiedenen Planungen für 2016 wurden vorgestellt. Dann bekamen wir einen kleinen Dämpfer, denn jemand brach in unsere Villa ein und handele frei nach dem Motto: „Heute 100% auf alles was einen Stecker hat bzw. braucht“. Naja, alles ersetzbar! Der Schock war schnell verarbeitet und so ging es im Trainingsrhythmus weiter.

Ein weiteres Highlight war in diesem Jahr der Adventure-Day. Hier wurden wir in drei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe spielte Mini-Golf, eine Gruppe durfte Laufen (schlappe 250-300hm pro Runde) und die dritte Gruppe wurde am Strand auf Trab gehalten. Das System rotierte immer, wenn die Laufgruppe zurück war, diese Gruppe gab sozusagen das Tempo vor. Das Event dauerte 3 Spielrunden, was guten 4 Stunden Bespaßung bedeutete. Am Strand gab es Aufgaben zu lösen wie: Schwimmen mit Aquajoggingürtel und Wasserball, Standweitsprünge und Kanufahren.

Ein super Tag, welcher auch super anstrengend war und uns alle kaputt in die Betten fallen ließ.

Gegen Ende fing ich mir noch irgendwas wie Magen-Darm ein und verbrachte die Nacht mit Villeroy & Boch, wo ich mich über sämtliche Öffnungen leerte. Trotz Gewichtsoptimierung fühlte ich mich die Tage nicht besonders gut. Aber pünktlich zur Abreise war ich wieder stabil, sodass ich bereit war zurück in die Kälte zu fliegen.

Alles in allem wieder ein rundes Trainingslager, jetzt heißt es den Dezember irgendwie rum bekommen und dann geht’s wieder in die Sonne nach Südafrika.