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Weltcup- Banyoles/ESP

Weltcup- Banyoles/ESP

Mein erster Weltcup führte mich nach Spanien, Banyoles. Für alle die, nicht wissen, wo genau Banyoles liegt, es befindet sich genau zwischen Lloret de Mar und den Pyrenäen.

Der Großteil des Teams traf sich schon am Mittwochabend, um Donnerstag früh um 5:00 Uhr nach Frankfurt Hahn zu fahren. Dort stand dann neben meiner Premiere im Weltcup auch der erste Flug mit Ryanair auf dem Programm. Nachdem unsere Taschen und Räder gewogen und aufgegeben waren, ging es unserem Handgepäck an den Kragen. Max 10kg und nicht zu groß, sonst heißt es blechen bis die Kreditkarte glüht. Aber bei uns war alles normal, wir mussten nur eine etwas größere Schere zurück lassen. In der Abflughalle angekommen reihten wir uns dann vor Tor 12 ein. Hier suchte man vergeblich nach Gates, alle mussten durch ein etwas größeres Garagentor auf den Flugplatz gehen und dort nach dem richtigen Flugzeug Ausschau halten. Gut, dass es nicht regnete, sonst wären wir ja pitschnass am Flugzeug angekommen! Eins muss man jedoch sagen, man ist sein Gepäck schnell los und hat es schnell wieder, was will man denn bitte mehr?!

Wenig später landeten wir in Girona bei angenehmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein. Unser Hotel war nicht in Banyoles, sondern ebenfalls in Girona. Nach dem Check-in, erkundeten wir die Gegend. Einige mit dem Rad, andere zu Fuß. Ich schloss mich der Radgruppe an und stellte schon nach wenigen Kilometern fest: Geil, hier musst du nochmal ein Trainingslager machen! Die Pyrenäen in Sichtweite und kleine, kaum befahrene Straßen. Die nächsten Tage verbrachten wir mit lockerem Training und Streckenbesichtigung. Außerdem mussten wir uns ein wenig an die, für Deutsche, mehr als sommerlichen Bedingungen anpassen. Am Sonntag um 12:45 fiel dann der Starschuss für uns Männer. Geschwommen wurden zwei Runden in einem See, der klarer war, als manches Schwimmbad! (Ein weiteres Argument für ein Trainingslager) Der Radkurs war so gut wie flach und führte über sechs Runden direkt um den See. Einzige Schwierigkeit waren die letzten zwei Kilometer jeder Runde, die mit einigen Kurven und Speed bumbs durch die Stadt führten. Gelaufen wurde zuerst auf der Radstrecke, bis auf einen kleinen Hügel. Dort wurde gewendet und man lief am Ziel vorbei zu einem weiteren Wendepunkt. Insgesamt mussten wir die Strecke drei Mal laufen.

The race:

 

Mit der Startnummer 57 war ich bei 64 Startern relativ weit hinten und hatte somit nicht mehr die große Wahl auf dem Ponton. Nach dem Start ging es zügig zur ersten Boje, wo es mächtig zur Sache ging. Gefühlt bin ich ganz gut durch gekommen, doch meine Arme fühlten sich schon sehr schwer an. Dieser Eindruck wurde dann nach der ersten Runde bestätigt, denn auf dem relativ langen Laufstück zur zweiten Schwimmrunde bekam ich die Info „schon 35 sec. nach Vorne!!“ upps, was ist da denn schief gelaufen!? Ein schneller Blick nach vorne, bevor ich wieder ins Wasser sprang, bestätigte den Rückstand. Als ich dann an einer Boje einen Blick zu Seite riskierte um zu sehen, was noch so hinter mir los war, musste ich feststellen, dass dort nicht mehr sooo viele kamen wie erhofft. Als ich nach dem Schwimmen aus dem Wasser stieg, wurde ich etwas beruhigt, denn ich lief zusammen mit Lukas Verzbicas, dem Junioren Weltmeister, zusammen in die Wechselzone. Mein Rad fand ich schnell, war ja auch nicht mehr die Riesenauswahl. Schnell bildete sich eine 20 Köpfige Verfolgergruppe, die gut zusammen arbeitete. Anscheinend hatte sich unser Rückstand nach der ersten Runde nicht weiter vergrößert, denn wir bekamen nach gerade mal 2km die Info von 30 Sec. Am Ende der zweiten Radrunde, kam es zu einem Sturz in meiner Gruppe. Zum Glück hielt ich mich gerade an einer vorderen Position, sodass ich nicht betroffen war. Leider mussten wir ab diesem Zeitpunkt die letzten Meter zur Führungsgruppe zu viert meistern. Doch Anfang der dritten Runde konnten wir endlich nach vorne aufschließen. In den letzten Runden passierte wenig Spektakuläres. Erst auf den letzten Kilometern wachte das Feld auf, denn wie das im Triathlon so ist, möchte jeder als erster in seine Laufschuhe wechseln. Ich konnte mich taktisch sehr gut vor den letzten zwei Kilometern positionieren, denn danach ging es in der Stadt um ein paar Ecken und man konnte nur schwer nach vorne kommen. Unter den Top drei stieg ich vom Rad und konnte nach einen guten Wechsel als dritter aus der Wechselzone laufen. Meine gute Position musste ich jedoch schon recht früh abgeben, denn ich hatte meine Probleme in Schwung zu kommen. So befand ich mich nach der ersten Laufrunde fast ganz hinten. Nach dem mein Motor dann endlich warm gelaufen war, das kann bei 36 Grad schon mal 3km dauern, begann ich mit der Aufholjagt. Bis zum Ziel konnte ich so noch einige Plätze gut machen und kam an Platz 39 ins Ziel. Für eine bessere Platzierung hat es leider aufgrund meiner ersten Laufrunde nicht gereicht.