Mein Blog

 

Weltcup Kapstadt

ITU Media | Arujo Wagner

Das erste Rennen der Saison ist immer besonders spannend. Alle Athleten haben meist gut und viel über den Winter trainiert, doch was es wirklich Wert ist, zeigt sich erst nach dem ersten Rennen. 

So machte ich mich zusammen mit Lina am Mittwochabend auf den Weg nach Kapstadt um mir eine erste Standortbestimmung zu verschaffen. Unsere Reise verlief sehr gut – so hatten wir auf dem langen Flug von Frankfurt nach Johannesburg jeder eine 4er Reihe für sich und konnten uns in der Nacht, wie in der Business-Class, in die Horizontale begeben.

Die Reise hatten wir gut überstanden und so konnte dem Wettkampf am Sonnatg nichts mehr im Wege stehen.

Die 750m Schwimmen wurden im Hafenbecken der Waterfront, mit direktem

Blick auf den Tafelberg absolviert. Die Wassertemperatur war mit 15 Grad so warm wie noch nie in Kapstadt! Die letzten Jahre hatten wir mit Temperaturen zwischen 11 und 12 Grad zu kämpfen.

Mit einer guten Schwimmleistung fand ich mich 15 Sekunden hinter der Spitze, bestehend aus drei Athleten (Schoeman, Varga, Polyanskiy) wieder. Meine Gruppe arbeitete sehr gut zusammen, sodas wir bereits in der zweiten Radrunde die Lücke nach vorne schließen konnten. Der Wind auf der Radstrecke war extreme stark und böig. Mit den Hochprofilfelgen hatte ich daher gut zu tun, dass es mich nicht von der Straße pustete. Trotz aller Bemühungen schafften es die Verfolger kurz vor Ende der Radstrecke zu uns aufzuschließen. So ging das große Feld geschlossen auf die Laufstrecke. Meine Beine waren gut und ich konnte mich in der ersten Gruppe positionieren. Lediglich Alex Yee der überragende Läufer aus Großbritanien konnte sich direkt absetzen. Die Bestzeit von Alex Yee über 5km liegt bei 13:34min, dass nenne ich mal eine Ansage! Bis kurz vor den Zielkanal lieferten wir uns ein spannendes Rennen um die Plätze 2-5. 

Leider hatte ich im Endspurt nichts mehr zu melden und musste mich am Ende mit dem 5. Platz begnügen. Ich hätte gerne noch ein oder zwei Athleten abgestellt, aber meine Körner waren bereits verschossen. Trotzdem bin ich sehr happy mit dem gelungenen Saisoneinstieg und freue mich auf das Rennen am kommenden Samstag in Troutbeck, Simbabwe. Das wird sicher ein schönes Abenteuer. “That’s the real Africa”, so hat man es uns zumindest versprochen.

Ich werde euch jedenfalls davon berichten ;-)

Bis dahin

Euer Justus

 

Zugehörige Artikel