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Weltcup Tiszaujvaros

Weltcup Tiszaujvaros

Die Anreise nach Tiszaujvaros ging von Lehrte über Saarbrücken, Frankfurt und Budapest doch schneller, als es sich beim ersten Mal anhört. In Ungarn angekommen bezog ich zusammen mit den beiden Junioren Max und Uli, sowie Christopher ein Appartment auf dem Campingplatz.

Das Rennformat war für mich komplett neu, da der Weltcup in zwei Rennen ausgetragen wurde, jeweils über die Sprintdistanz. Bei der Einteilung der Läufe landete ich gleich im ersten, zusammen mit einigen schnellen Schwimmern. Die Schwimmstrecke von 750m wurde im Dorfteich absolviert. Da dieser nicht sehr groß ist, mussten drei Runden geschwommen werden. Auf einer so kurzen Runde ist es extrem wichtig an der ersten Boje, nach 114m, vorne zu sein. Leider gelang mir dies nicht sonderlich gut und so befand ich mich nach dem Schwimmern hinter der 6-Mann Spitzengruppe, zusammen mit drei weiteren Verfolgern.

Als wir nach einer Runde wieder in die Stadt kamen, setzte ich mich ungewollt von meinen Mitstreitern ab. Kurzerhand entschied ich, die letzte Runde allein in Angriff zu nehmen, schließlich qualifizierten sich nur die Top7 eines jeden Laufs. Der Plan, alles auf eine Karte zu setzten ging auf und so vergrößerte ich meinen Vorsprung bis zur Wechselzone auf ca. 45 Sekunden.

So ließ ich es beim Laufen etwas ruhiger angehen, bis der Vorsprung auf der letzten von drei Laufrunden unter 20 Sekunden fiel. Den siebten Platz und damit den Einzug ins Finale ließ ich mir jedoch bis zum Ziel nicht mehr nehmen.

Am Sonntag ging es also erneut über die Sprintdistanz zur Sache, jedoch gab es neue Strecken, die zuschauerfreundlicher waren. Schwimmen blieb wie gehabt, leider.... denn auf dem Weg zur ersten Boje musste ich mich ziemlich vermöbeln lassen. So sehr, dass ich nach 200m quasi Letzter war. Nachdem sich das Feld etwas sortiert hatte, konnte ich mich wieder ein wenig nach vorne arbeiten und fand mich nach dem Wechsel in der zweiten Radgruppe.

Abgesehen von ein paar Nachzüglern und den neun Ausreißern befand sich in dieser Gruppe das gesamte Starterfeld. Wir gaben unser Bestes, die Lücke von 30 Sekunden zu schließen, konnten den Rückstand jedoch nur konstant halten. Beim abschließenden Lauf hatte ich den Parkschein gezogen und hatte mit meiner Verdauung zu kämpfen.

 

Immerhin war ich im Gegensatz zu 84 anderen Startern im Finale gelandet und musste mich am Schluss mit Platz 28 abfinden.