Mein Blog

 

Weltcup Tiszuajvaros

Wie im letzten Jahr ging es wieder nach Ungarn zum ältesten Weltcup in Tiszuajvaros. Letztes Jahr noch auf dem Campingplatz untergebracht, buchten wir diesmal rechtzeitig und ergatterten ein Zimmer im Racehotel. Rückblickend würde ich den Camping-Platz wieder bevorzugen, da sich unser Zimmer genau am Zieleinlauf und der Seite der größen Bühne befand.

So waren wir von 7-23 Uhr unter Dauerbeschallung von Musik und live Kommentar. Einziger Vorteil ist die Nähe zum Event, nach dem Check-In nochmal gemütlich auf's Zimmer, bis das Rennen beginnt. Dieses Jahr befand ich mich im letzten von drei Vorläufen, ein sehr schwimmstarker Vorlauf. Die Top 9 Athleten pro Lauf, sowie die drei Zeitschnellsten qualifizierten sich für's Finale am Sonntag, ebenfalls über eine Sprintdistanz.

In meinem Vorlauf stieg ich zusammen mit Sechs Mitstreitern aus dem Dorfteich. Durch ein extrem hohes Anfangstempo konnten wir eine Lücke zu unseren Verfolgern reißen und uns einen Vorsprung von 30-40 Sekunden bis zum Laufen erarbeiten. Der abschließende Lauf wurde taktisch gestaltet und so mussten wir nur zum Ende noch etwas das Tempo erhöhen und konnten sonst etwas ruhiger laufen. Als dritter in meinem Lauf konnte ich mich so für das Finale am Sonntag qualifizieren.

Finale:

Mit Startnummer 8 ging ich ins Finale und konnte mir so eine gute Position auf der rechten Seite des Pontons sichern....dachte ich. An der ersten Boje stellte sich heraus, dass sich die rechte Seite gegenseitig so vermöbelt hatte, dass wir ziemlich langsam waren. Als viertletzter kam ich an die zweite Boje geschwommen. Nachdem ich mich befreien konnte zündete ich den Turbo und konnte auf den Geraden, sowie den Bojen einige Plätze gut machen. Es reichte für die zweite Radgruppe, welche auch recht groß war. Nach sechs von acht Runden konnten wir zu den Führenden aufschließen. Danach arbeitete leider niemand mehr und so kam die dritte Gruppe vor dem Wechsel auch noch auf unter 10 Sekunden an uns ran. Leider fühlte ich mich auf der Laufstrecke heute nicht besonders stark und büßte Platz für Platz ein. In einem packenden Finish übersprintete ich noch zwei Konkurrenten und schob mich somit auf den 23. Platz. Prinzipiell kann man sagen, dass ein 23.Platz bei 90 Startern in einem Weltcup ein gutes Ergebnis darstellt, doch muss ich gestehen, dass ich mir schon etwas mehr vorgenommen hatte.

In Edmonton habe ich zum Glück nur ein Rennen auf das ich mich konzentrieren muss, da es auch meinen Saisonabschluss dargestellt möchte ich dort noch mal ordentlich angreifen!