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Weltmeisterschaft Edmonton

Weltmeisterschaft Edmonton

Es gibt solche Tage und solche Tage.... Manchmal läuft's halt einfach nicht und an anderen Tagen ist man einfach mit dem falschen Bein aufgestanden. Ich glaube heute war ein Tag an dem beides zutrifft. Durch die Zeitumstellung war die Nacht in den ersten Tagen immer recht früh vorbei. Diesen Rhythmus versuchte ich gleich aufzunehmen, da mein Wettkampf am Samstag ziemlich früh startete.

So begann der Tag um 5:20 Uhr mit einem kleinen Frühstück und einem Espresso (da stellt es einem sämtliche Haare auf, aber solange es hilft) für meinen empfindlichen Magen. Abfahrt mit meinem Coach zur Wettkampfstrecke war um 7 Uhr. Vor Ort hatte ich dann sechs Betreuer zur Verfügung, an Support scheiterte es also nicht!

 

Da die Schwimmstrecke sehr fair war, stelle ich mich am Start neben einen der schnellsten Schwimmer. Der Plan war, voller Angriff und mit einer kleinen Gruppe durchkommen. Doch dieser Wunsch verpuffte nur fünf Sekunden nach dem Start.

Ich war so fest wie ein Backsein, ich ruderte mit meinen Armen durchs Wasser, doch vorwärts kam ich nicht wirklich. Ich konnte die Welle meines Nachbarn nicht halten, der Landgang war die Hölle und als ich mich wieder in die Fluten stürzte fühlte ich mich wie ein Stück Treibholz. Nach der ersten Schwimmrunde hatten wir bereits ein Loch nach vorne. Ich schwamm in der ersten Reihe der Verfolger, musste mich aber an die Füße zurückfallen lassen. Gegen Ende bekam ich sogar Probleme die Füße zu halten.

Kurz hinter dem letzten Zipfel der ersten Gruppe stieg ich aus dem Wasser, wechselte mich ein paar Meter an die Gruppe heran und fuhr den Rest auf den ersten Radmetern zu. Zwei große Runden á 10km mit einigen Höhenmetern standen auf dem Programm. Schon nach der ersten Runde befand sich der Großteil des Feldes in der ersten Radgruppe, es folgten 30km Kaffeefahrt auf denen ich mich immer hinten versteckte, da ich ja um meine Tagesform wusste. Gegen Ende fuhr ich kurz an die Spitze, wechselte schnell und ging zusammen mit dem Sieger Coninx auf die Laufstrecke.

Nachdem ich 7 km wortwörtlich auf dem letzten Loch pfiff, kam ich endlich in Schwung und lief von Platz 21 noch bis Platz 15 vor. Dies war etwa eine Lücke von 30 Sekunden.

Der gesamte Wettkampf kam mir ewig lang vor und ich hab selten so gelitten. Es schien einfach nicht mein Tag gewesen zu sein, aber ich muss mich auch mit dem Ergebnis zufrieden stellen, immerhin konnte ich zum Ende noch zeigen was so geht, wenn es dann doch mal läuft.

Jetzt werden erstmal die Beine hochgelegt und ab Dienstag warten dann spannende 6 Wochen bei der Bundeswehr auf mich, denn ich bin seit kurzem in der Sportfördergruppe und muss nun kurz meine Grundausbildung machen. Daher muss ich auch leider auf einen Start bei der Deutschen Meisterschaft in Hannover verzichten.

In diesem Sinne allen eine gute Regeneration für diejenigen, die nun auch Pause haben! Allen anderen weiterhin viel Erfolg!

Ich halte euch auf dem Laufenden, vielleicht komme ich ja auch mal zu einem Bericht über mein Leben in der Grundausbildung ;)