Mein Blog

 

WTS Abu Dhabi

WTS Abu Dhabi

Mit hohen Erwartungen ging es nach Abu Dhabi...nicht nur sportlich gesehen! Doch erst einmal muss man auch dort hin kommen. Ich bin es ja langsam etwas leid von irgendwelchen Shuttel- und Flugproblemen zu berichten... Daher fasse ich mich kurz. Es war die reinste Katastrophe in Frankfurt! Ein Radkoffer mit Inhalt soll 10kg wiegen? Na herzlichen Glückwunsch, mein Koffer wiegt ja schon ohne Inhalt knapp über 10kg! Naja, ich bin gespannt auf dasselbe Spektakel morgen in Dubai, wenn es weiter nach Australien geht. Vielleicht bekomme ich ja zu meinem Geburtstag im Flieger ein kostenloses Upgrade, damit wären alle Probleme beseitigt, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt ;-)

 

Auch die Stadt begrüßte uns nicht recht freundlich. Gleich am ersten Morgen gab es einen kleinen Massencrash in unserer Radgruppe wobei sich Gregor eine leichte Gehirnerschütterung zuzog, welche einen Start in die Saison verhinderte. Darüber hinaus gab es weitere Anzeichen, dass Gregor nicht starten sollte. Die Fahrstuhltür gab ihm mehrfach eine Kopfnuss und auch das Essen wollte nicht im Magen bleiben.

Die Organisation war okay, diesmal bekam das Wort Lounge im Namen "Athletes Lounge" wenigsten eine Bedeutung. Ansonsten interessierte sich eigentlich niemand für unser Event und dementsprechend waren nur wenige Zuschauer an der Strecke.

Nachdem die Damen nun sehr gut vorgelegt hatten, mussten Franz und ich die Ehre der Männer retten. Franz in einer klasse Schwimmform kam ein paar Sekunden vor mir aus dem Wasser. Obwohl ich beim Start gut wegkam, wurde es an der Boje mal wieder zu eng für mich und ich war froh, als wir uns auf dem Rückweg befanden und sich das Feld etwas auseinander zog. So konnte ich noch einige Plätze gut machen. Nach dem Wechsel befanden wir uns ins der zweiten Gruppe, konnten aber schnell nach vorne aufschließen. Mit allen Favoriten und insgesamt 38 Mann rollten wir nun über den gefährlichen Radkurs. Fahrbahnmarkierung welche aus der Straße ragten und plötzliche Verengungen erschwerten die Bedingungen. Auf der letzten Runde konnten Franz und ich uns gut positionieren, sodass wir vorne in die Wechselzone einfuhren. Dabei stürzte Franz und verlor wertvolle Sekunden. Ich erwischte einen guten Wechsel und ging zusammen mit Henry Shoeman ganz vorne auf die Laufstrecke. Nachdem ich mich auf der ersten Runde eingelaufen hatten und an Position 26 auf die zweite Runde ging, fand ich einen guten Schritt und konnte mich noch bis auf den 21. Platz vorarbeiten. Franz lief auf Platz 29 ins Ziel. Nicht ganz das Ergebnis der Frauen, aber dennoch für mich sehr zufriedenstellend. Es handelte sich um eine reine Laufentscheidung aus einem top besetzten Feld, bei dem lediglich der Olympiasieger fehlte. Nun geht es am 09.03 nach Australien, von wo wir die beiden nächsten WTS-Rennen in Auckland und an der Gold Coast bestreiten werden.