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WTS Abu Dhabi

WTS Abu Dhabi

Am Montag machten wir uns alle gut gelaunt und hochmotiviert auf den Weg nach Abu Dhabi zum ersten WTS Rennen der Saison. Ich stieg noch mit leichten Halsschmerzen in den Flieger, packte mich jedoch extra dick ein und kam mitten in der Nacht ohne Halsschmerzen in Dubai an. Von dort ging es dann noch 2h mit dem Shuttle ins Hotel, sodass wir erst gegen 3:30 Uhr im Bett waren.

Das war jedoch kein Problem, so waren wir wenigsten sofort im Rhythmus, auch wenn die Zeitverschiebung hier nicht so groß ist.

Mit jedem Tag wurde meine kleine Erkältung besser, sodass ich am Donnerstag wieder voll einsatzfähig und zuversichtlich war.

Am Samstag ging es dann mit Startnummer 15 zur Sache. Neben mir waren noch Steffen Justus und mein Zimmerkollege Gregor Buchholz am Start. Auf dem Ponton wurde sich ausnahmsweise mal ganz wild aufgestellt. Die einen gingen nach links, die anderen nach rechts oder mitten in die Mitte. Dies lag wohl an der sehr gerecht gelegten Schwimmrunde. Es waren zwei Runden zu absolvieren, eine 1000m Runde und eine kleine 500m Runde. Ich kam gut vom Start weg, kassierte jedoch bis zur ersten Boje einen Ellenbogen auf mein linkes Auge.

Aber zum Glück habe ich zwei, so konnte ich mich wenigsten noch mit dem anderen orientieren. Ich hatte nämlich Wasser in der Brille und gefühlt saugte die Brille meinen Augapfel aus meinem Kopf. Auf dem Rückweg musste die Synchronität ja wieder hergestellt werden und so kassierte ich auch auf der rechten Seite einen Schlag auf mein Auge, zwar war die Sicht jetzt stark eingeschränkt, aber prinzipiell schwimmt man eh immer seinem Vordermann hinterher, wenn man nicht unbedingt ganz vorne an der Spitze liegt.

Beim kurzen Landgang wurde die Brille dann wieder gerichtet und sich orientiert. Ich war am Ende der ersten Gruppe. Auf der zweiten Schwimmrunde verloren wir jedoch den Anschluss, da wir uns gegenseitig ordentlich blockierten. Erst auf der letzten Gerade konnte ich noch mal einen Turbo zünden, mich von der Gruppe lösen und bis zum Ausstieg wieder an das Ende der ersten Gruppe schwimmen.

Nach dem Wechsel war das Feld extrem lang gezogen und ich hing wirklich am letzten Zipfel, also hieß es Vollgas! Leider hatte ich wohl am ersten Wendepunkt etwas zu viel Speed drauf und mir rutschten die Räder einfach weg. Die Kurve wurde schon als gefährlich angekündigt, aber der Asphalt war an dieser Stelle auch extrem glatt, dies hatte ich wohl irgendwie verdrängt und im Eifer des Gefechts ist es dann passiert. Schnell sprang ich wieder auf mein Bike, denn das Rad war noch voll einsatzfähig. Leider war mir die Kette abgesprungen, nach dem ich vergeblich versuchte, sie beim Fahren wieder auf das Kettenblatt zu bekommen, musste ich erneut absteigen und sie per Hand auflegen. Dies alles kostete mich dermaßen viel Zeit, dass ich es auch nicht mehr in die zweite Gruppe schaffte. So fuhren wir erst zu viert, später nur noch zu dritt hinter dem Feld hinterher. Man hat ja immer die Hoffnung, dass vorne irgendwann gebummelt wird und so versuchten wir am Anfang alles was ging.

Nach 20km war der Vorsprung aber dermaßen angewachsen und wir relativ grau, sodass der Kampf nun hieß überhaupt noch auf die Laufstrecke zu dürfen. Ganz ehrlich, ich hatte mir fast gewünscht, wir dürften nicht mehr laufen.

Mein Wunsch wurde nicht erfüllt und so ging ich gut vorbelastet auf die Laufstrecke. Nach 5km musste ich jedoch einsehen, dass hier heute kein Blumentopf mehr zu gewinnen war und stieg aus dem Rennen aus.

Steffen konnte auf dem Rad zur ersten Gruppe aufschließen und landete am Ende auf dem 36.Platz. Gregor erwischte einen gebrauchten Tag und kämpfte mit mir hinten in der gleichen Radgruppe. Er stiegt nach 2,5km Laufen aus dem Rennen aus. Also ein gebrauchter Tag für uns Deutsche. Bei den Frauen lief es leider auch nicht besser, hier gab es ebenfalls einen großen Sturz mit deutscher Beteiligung. Direkt nach dem Rennen mussten die Räder schnell verpackt werden und ab ging es zum Flughafen zurück nach Hause. Doch auch hier wurde der Tag, bzw. der Nächste (es war bereits Sonntag) nicht besser, denn unser Flieger hatte 2h Verspätung. Naja jetzt kann es wenigsten nur noch bergauf gehen ;-)

 

Wunden habe ich zum Glück keine großen davon getragen, lediglich eine kleine Prellung an der Hüfte. Also kann das Training gleich weiter gehen, denn schon am Mittwoch geht es für 4 Wochen nach Malle ins Trainingslager.

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