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WTS Auckland

WTS Auckland

Nach dem Rennen in Abu Dhabi ging es direkt weiter nach Australien an die Gold Coast, wo wir letztes Jahr auch schon im Trainingslager waren. Drei Wochen später stand also der zweite Wettkampf der WTS in Auckland auf dem Programm. Nach einer Woche, in der das Training gut lief, bekam ich starke Schmerzen im Rücken und konnte mich kaum noch bewegen. Ich hatte mir schon zwei Wochen vor Abu Dhabi den Rücken verspannt, was mich aber nicht wirklich behinderte.

Nach dem Rennen wurde es zwar wieder etwas schlimmer, doch schienen wir das Problem in Australien in den Griff zu bekommen, bis zum besagten Tag. Nachdem ich zwei Tage komplett pausierte und mein Bett bzw. die Matratze etwas verstärkte, konnte ich zumindest wieder Radfahren und auf den Crosstrainer. An Laufen, Schwimmen oder Athletik war jedoch noch lange nicht zu denken. Da die Schmerzen nicht besser wurden, setzte ich erneut mit dem Training aus und nahm ein Muskelrelaxat ein, was jedoch keine wirkliche Besserung lieferte. Nach einer Woche und den ersten Schwimmversuchen waren wir schon ziemlich verzweifelt, wollten Auckland absagen und mich ggf. in den Flieger zurück nach Deutschland setzten.

Guuuuut, dass es soweit nicht gekommen ist!! Aus unerklärlichen Gründen wurde es pünktlich eine Woche vor Auckland in der Nacht von Sonntag auf Montag deutlich besser. Die nächsten Tage wurde ich in jeder Disziplin einem Test unterzogen, damit Dan einen Start doch noch vertreten konnte. Außerdem musste ich meine schlappen Muskeln langsam wieder auf Fahrt bringen und jeden Abend beim Essen meine #Kontraspannung wieder herstellen :-D.

Scheinbar tat mir die Pause ganz gut, die plötzliche Verbesserung hätte aber wirklich keinen Tag später eintreten dürfen.

So reisten wir also am Donnerstag von der Gold Coast nach Neuseeland, holten unsere Jucy-Cars ab und fuhren zu unserer Unterkunft. Schon Tage vor dem Rennen war die Strecke und die drohenden Wetterbedingungen Gesprächsthema No.1!

Wir waren für alles gerüstet, denn selbst die Bike familiarisation war im Regen. Doch es kam zum Glück alles anders und so blieb es wenigsten für alle von uns auf dem Rad trocken.

Mit Startnummer 14 ging es für mich ins Rennen weil die Nummer immer nach WTS-Ranking vergeben werden und ich nach Abu Dhabi ja nicht so schlecht darstand. So kam ich mal wieder in den Luxus, mir einen Platz auszusuchen und wählte die rechte Seite, drei Plätze nach rechts stand Shoeman, zwei nach links Varga...wenn hier nicht die Post abgeht, wo dann!? Ich kam gut vom Start weg und: ganz wichtig, ich kam auch gut um die erste Boje. Auf dem Rückweg hatte sich auch schon alles sortiert und ich musste lediglich die Füße vor mir halten. Auch auf der zweiten Schwimmrunden, es ging mal wieder über die olympische Distanz, ließ ich nichts anbrennen. Mit einer 15-Mann Gruppe ging es also auf den schweren Radkurs. Meine Taktik war simpel: möglichst vorne in die Hügel reinfahren und dann langsam zurückfallen lassen. Klappte meist ganz gut, doch muss man dafür auf der Abfahrt auch wieder nach vorne fahren, was mir einmal Millimeterarbeit an einer Bande abverlangte. Die Gruppe lief gut und so konnten wir unseren Vorsprung auf 1:10min bis zum Laufen ausbauen. Nach dem Radfahren waren meine Beine schon gut vorbelastet und so fühlten sich die ersten Meter auf der Laufstrecke nicht besonders an. Meine Aufgabe war, nicht voll aus der Wechselzone zu ballern, sondern möglichst konstant zu laufen um so schnell meinen Schritt zu finden. Ich muss sagen, dies klappte sehr gut. Ende der zweiten Runde fand ich mich dann in einer kleinen Gruppe wieder, welche mich über die dritte Runde begleitete. In der letzten Runde attackierte ich gleich zu Beginn, konnte mich vorerst aber nur wenige Meter absetzten. Durch das konstant hohe Tempo wuchs die Lücke jedoch an und ich konnte mir auch die starken Läufer aus der zweiten Radgruppe, welche langsam aber sicher zu einer Gefahr wurden, vom Hals halten.

Im Ziel konnte ich meine 11.Platz gar nicht richtig realisieren! Unfassbar wie hart dieses Rennen einfach war, ich war fix und fertig.

Nun sind wir wieder an der Gold Coast angekommen und in nicht mal zwei Wochen steht dann das dritte Rennen an, bevor es dann nach 6-Wochen auf Achse wieder nach Deutschland geht.