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WTS - Cape Town

WTS - Cape Town

Ohne große Komplikationen landeten wir am Donnerstag in Kapstadt, diese Reise stellte wohl mal eine Ausnahme dar. Die nächsten Tage verbrachten wir mit ein wenig Bewegungstherapie, besonders erwähnenswert war dabei unser Trip zum Schwimmbad. Mit der korrekten Adresse stiegen wir in unser Taxi und wurden auf direktem Wege zum Swimmingpool transportiert.

 Zuerst überraschte uns, dass es sich um ein Freibad handelte, da unsere Mädels uns etwas von einem Hallenbad erzählt hatten. Auf den zweiten Blick erübrigte sich die Frage, ob wir hier überhaupt richtig sind:

 Nach einen ausgiebigen Spaziergang zum richtigen Pool, konnten wir dann auch ein wenig plantschen gehen ;)

Raceday:

Obwohl unser Start erst um 15 Uhr erfolgte, verging die Zeit bis dort hin ziemlich schnell! In Wechselzone 2, wo wir unsere Schuhe abstellten, erfuhren wir, dass heute doch zwei Schwimmrunden auf dem Plan standen. Aufgrund der doch recht frischen Wassertemperatur von ca. 12 Grad hatte man das Schwimmen am Samstag bei den Frauen auf eine Runde verkürzt. Zuvor wurde jedoch das Einverständnis aller Trainer benötigt, denn laut Regelwerk wird bei Wassertemperaturen von unter 13 Grad ein Duathlon veranstaltet. Dies wollte jedoch niemand!

Die Location war klasse, die Schwimmstrecke im Hafen mit Blick auf den Tafelberg. Mit meiner Startnummer blieb mir auf dem Ponton nicht mehr so viel Auswahl und so stand ich ziemlich weit auf der rechten Seite. Das war die Seite, wo im Rennen dann auch der Express abging :)

Auch wenn ich von der ersten Boje bis zum Schwimmausstieg noch ein paar Plätze hergeben musste, kam ich zufriedenstellend aus dem Wasser. Ohne Gefühl in Händen und Füßen begab ich mich auf die Radstrecke, die Führungsgruppe wenige Meter vor mir. Doch wenige Meter sagt sich so leicht, wenn ein Varga, Gomez oder Brownlee schnell anfährt. Hier trieb mich die Panik an und die Angst zwischen erster und zweiter Gruppe hängen zu bleiben. Den Zubringer bis zur zweiten Wechselzone musste ich also deutlich über meinem Limit fahren. Doch ich schaffte den Anschluss. Theoretisch hätte ich mich auf dem Rad gemütlich in den Windschatten hängen können. Doch das Wissen um meine Lauffähigkeiten und die nahende zweite Radgruppe ließen mich mit durch die Führung gehen. Der zweite Grund war die miserable Radtechnik der beiden, die sich für's hinten fahren entschieden. Das war mir etwas zu gefährlich und auch anstrengend nach jeder Kurve ein Loch zu schließen. Nach dem Radfahren betrug unser Vorsprung auf die Verfolgergruppe 1'15.

Zusammen mit Gomez stieg ich ganz vorne vom Rad und wechselte scheinbar so schnell in die Laufschuhe, dass ich deutlich vor allen anderen auf die Laufstrecke ging.  Ich wusste erst garnicht was ich machen sollte. "Schneller laufen? Langsamer laufen? Ach bleib einfach cool und guck mal was passiert!"

Ich muss sagen, dieses Gefühl war gigantisch. Nachdem ich überlaufen wurden hängte ich mich noch für einige Meter in den Windschatten des Führungsduos, entschied mich dann aber für mein eigenes Tempo. Zwar musste ich einige Athleten ziehen lassen, dennoch lief ich auf dem 23. Platz ins Ziel. Ich denke, für den ersten Einsatz ein super Ergebnis, mit dem ich sehr zufrieden bin.

Die Zusammenfassung der Sportschau gibt's hier.

Ein paar Bilder findet ihr nun in der Galerie.