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WTS Grand Final Cozumel

WTS Grand Final Cozumel

 

Das diesjährige WTS Finale fand im Urlaubsparadies auf Cozumel statt. Cozumel ist eine Insel vor Cancun/MEX. Bei tropischen Bedingungen wartete also ein extrem hartes Rennen auf uns. Dies kündigte sich auch schon die Tage vorher bei den Rennen den Junioren und der U23 an. Viele Athleten hatten mit der Hitze und vor allem der dabei herrschenden Luftfeuchtigkeit große Probleme, überhaupt ins Ziel zu gelangen.

 

Für mich nahm das Rennen jedoch einen versöhnlichen WTS-Abschluss für dieses Jahr. Bei den extremen Bedinungen konnte ich meine Chance nutzen und das Rennen auf einem guten 18. Platz beenden.

Die ITU scheint eine große Vorliebe für besondere Rennen zu haben, bedenkt man die Kälte beim Rennen in Edmonton, so stellte Cozumel das direkte Gegenteil dar. Hier gab es selbst beim Schwimmen im 30 Grad warmen Wasser keine Abkühlung und man musste schon bei der ersten Disziplin darauf achten, nicht zu überhitzen. Auch wenn das Schwimmen für mich von außen gesehen nicht wirklich gut verlief, so bin ich doch sehr zufrieden. Mit meiner hohen Startnummer hatte ich auf dem Ponton keine große Auwahl mehr, wo ich mich hinstellen konnte. Es war jedoch entscheidend von welcher Position man startete, da es auf der ersten Geraden eine Strömung von hinten gab, von welcher die Athleten auf der anderen Seite des Ponton profitierten. Ich dagegen hatte auf meiner Seite keine oder nur eine sehr geringe Strömung. Bestes Beispiel ist Richard Varga, der beste Schwimmer des Feldes. Wenn selbst er es nicht in die Spitzengruppe schafft weil er ebenfalls auf meiner Seite stand, dann hat dies schon eine enorme Aussagekraft. Auf dem Rad reihte sich das Feld an einer langen Kette auf und riss auf der ersten von acht Runden in mehrere Gruppen. Ich konnte mich in der Verfolgergruppe positionieren. Die erste Gruppe bestehend aus 8 Athleten fuhr uns bis zum zweiten Wechsel eine Minute davon. Der Radkurs war gespickt mit diversen Antritten, sodass sich die Gruppe im Laufe des Rennens weiter verkleinerte. Ich versuchte mich immer im vorderen Teil der Gruppe zu positionieren um bei den Antritten etwas Kraft zu sparen. Dies gelang mir ganz gut und so konnte ich mich zum Wechsel in die Laufschuhe auch vorne positionieren. Der Wechsel war zwar nicht „á la Justus“, doch konnte ich die Wechselzone trotzdem mit den Ersten zusammen verlassen. Den Lauf versuchte ich clever zu gestalten, denn wie bereits erwähnt, konnte man schon die letzten Tage beobachten, wie es viele Athleten „aufstellte“, wenn sie zu schnell angingen. So steigerte ich mich gut in den Lauf und konnte auf der zweiten Hälfte wieder ein paar Plätze gut machen. Doch auf der letzten Runde bekam dann auch ich die Hitze zu spüren und war froh als ich endlich im Ziel war.

Ins Krankenhaus habe ich mich zwar nicht gelaufen, doch ins Ärztezelt habe ich es geschafft. Ich denke mehr war also nicht drin ;-)

Nachdem meine Temperatur wieder im Normalbereich war, durfte ich dort aber auch schnell wieder verschwinden.

Zum Abschluss der Saison werde ich am 15.10. noch zum Europacup nach Alanya fliegen.

Jetzt werde ich aber erstmal mein 4 wöchiges Praktikum für die Uni beginnen.