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WTS Hamburg

Erneut geht ein spannendes Triathlon Wochenende in Hamburg vorbei! Auch dieses Jahr war die WTS mit dem Einzelrennen, sowie der Team WM Gast in der Hansestadt. Für uns Deutsche ein Heimrennen, wo der Druck immer noch etwas höher ist als sonst. Denn das Publikum erwartet Spannung und erfolgreiche Rennen aus deutscher Sicht.

Am Samstag ging es um 15:45 Uhr für die Frauen auf die Strecke, wo Youngster Laura Lindemann erneut überzeugen konnte und auf Platz 7 ins Ziel lief. Rebecca Robisch kämpfte sich auf einen tollen 10. Platz. Auch Anja Knapp konnte bei ihrem Comeback einen beachtlichen 16. Platz verbuchen. Nicht ganz zufrieden mit ihren Rennen waren Anne, Hanna und Sophia auf den Plätzen 15, 26 und 29. Sie haben trotzdem alles versucht und nie aufgegeben.

 

Man kann schon fast von Abend sprechen, ging es um 17:45 Uhr dann auch für uns Männer los. Wie schon beschrieben, war ich ebenfalls sehr aufgeregt, da auch wieder ein großer Fan-Club aus Lehrte angereist war um mich zu unterstützen. Beim Schwimmen hatte ich schon eine sehr gute Position neben Richard Varga, welcher in allen Rennen immer die Pace im Schwimmen gestaltet. So kam ich sehr gut vom Start weg und konnte mich in der Spitze bis zum Ausstieg halten. Die erste Gruppe hatte sich schnell gefunden und war sich von Beginn an einig. Das Tempo dementsprechend hoch. Dem Tempo konnten auf der ersten Runde auch zwei Athleten nicht folgen, was mich nur freuen konnte. Bis zum Ende der Radstrecke bauten wir unseren Vorsprung auf die Verfolgergruppe bis auf 45 Sekunden aus. Etwas angeschlagen von dem hohen Tempo auf dem Rad ging ich auf die Laufstrecke, die ersten Kilometer noch getragen vom Publikum wurden die Beine doch mit jedem Meter schwerer. Am Ende konnte ich mich noch gerade auf den 10. Platz retten. Damit bin ich sehr zufrieden, auch wenn es sicher nicht mein bester Lauf war.

Somit war ich auch für die Staffel am Sonntag qualifiziert, zusammen mit Laura, Rebecca und Gregor, welcher noch einen soliden Lauf aus der zweiten Gruppe gestaltete, mit welchem er jedoch nicht zufrieden war. Einen noch schwärzeren Tag erwischte Steffen mit Platz 27 und Max mit Platz 33, was sie ebenfalls nicht zufrieden stellte.

 

Team-Relay:

Am Sonntag stand nun also der Teamwettkampf auf dem Programm.

Die Nacht war kurz, denn der Körper arbeitete noch reichlich nach und die Aufregung auf das bevorstehende Rennen war auch nicht zu unterschätzen. Man hat schließlich nicht nur die Verantwortung für sich, sondern auch noch für drei Teammitglieder.

Mit unserer Staffel malten wir uns eine Podiumsplatzierung aus, was durchaus realistisch war.

Laura legte mit einem super Rennen vor und übergab an Position zwei, kurz hinter den Briten. Als nächstes ging ich selber ins Rennen und konnte die Lücke nach vorne schließen. Ebenfalls gesellten sich die Australier zu uns.  Auf der Laufstrecke konnte ich mich dann mit dem Australier absetzten und ihm in Endspurt noch einige Sekunden abnehmen. Als nächste ging Rebecca für uns ins Rennen. Auf dem Rad bildete sich dort eine Vierergruppe, welche ordentlich Alarm machte und die Lücke nach hinten so groß riss, dass von dort schon mal keine Gefahr drohte. Die Medaillen wurden also unter uns Vieren ausgemacht. Unglücklicherweise hatte sich der Helmverschluss bei Rebi’s Wechsel wieder geöffnet und sie musste vor dem Aufsteigen auf ihr Rad den Helm erneut schließen. Daher kassierten wir eine 10 Sekunden Penalty, welche Gregor absitzen musste. Gregor kam in der Gruppe aus dem Wasser, verpasste kurz den Anschluss nach dem Wechsel, konnte sich aber wieder zurück kämpfen. Beim Laufen nahm er nun sein „Herz in die Hand“ und versuchte die 10 Sekunden auf einen seiner Konkurrenten gut zu machen. Die Penalty musste man leider direkt vor dem Zieleinlauf nehmen, daher versuchte er die 10 Sekunden schon vorher heraus laufen. Leider klappte dies nicht ganz, dennoch können wir uns nichts vorwerfen und haben alles für die Medaille probiert. Nächstes Jahr starten wir wieder den Angriff!