Mein Blog

 

WTS Hamburg

WTS Hamburg

WTS Hamburg

Am Wochenende stand, wie in den letzten vier Jahren, wieder die große Triathlonparty in Hamburg an. Dieses Jahr sollte es mal wieder mit einem Start funktionieren und nicht wie letztes Jahr auf dem Moderatorentum enden. Die Vorzeichen waren gut, ich hatte mich von meinem Infekt aus Kitzbühel erholt und war wieder gut ins Training gekommen.

Da Hamburg immer ein tolles Rennen ist und dies scheinbar nicht nur für uns Deutsche, war die Startliste randvoll mit hochkarätigen Namen. Am Samstag ging es dann um 16 Uhr bei zum Glück trockenen Bedingungen auf die Strecke. Die 750m Schwimmen waren ein einziger Kampf und ich war mehr damit beschäftigt an der Wasseroberfläche zu bleiben, als meine Energie für den Vortrieb zu nutzen. Obwohl ich direkt nach dem Start gut wegkam, wurde ich auf halbem Weg zur ersten Boje zwischen zwei Zügen eingeklemmt und kam nur noch schwer vom Fleck. Ich denke die Freigabe des Neopren trug einen Teil dazu bei, dass sich das Feld bis zum Ausstieg kaum auseinander zog. Mein erster Wechsel verlief sehr gut, doch beim Aufsteigen war es dermaßen eng, dass ich mich konzentrieren musste, niemandem ins Hinterrad zu fahren. Nachdem ich also einige Male vom Radschuh abgerutscht war, konnte es dann auch für mich endlich richtig losgehen. Auf der ersten Runde war das Tempo enorm hoch, da sich das Feld beim Wechsel auseinander gezogen hatte und nun wieder zusammenfuhr. Nach der ersten Runde kam es dann direkt vor mir bei der Wechselzonendurchfahrt zu einem Sturz. Hier konnte ich gerade noch ausweichen, jedoch mussten wir nun die entstandene Lücke wieder schließen. Als wir wieder sicher in der ersten Radgruppe saßen begann ich sofort, mich weiter nach vorne zu arbeiten, gerade auf diesem engen und sehr technischen Radkurs, sicher von großem Vorteil. Auf den weiteren Runden gelang es keinem Athleten, sich von der etwa 30 Mann großen Spitzengruppe abzusetzen. Auf dem Weg zur zweiten Wechselzone wurde es wieder nervös im Feld, alle wollten sich gut positionieren und vorne vom Rad steigen. Ich erwischte ein gutes Hinterrad, wechselte schnell und ging als erster auf die Laufstrecke. Vor heimischer Kulisse ein ganz besonderes Erlebnis. Die Zuschauer trugen mich über die 5km, sodass ich mir im Zielsprint gegen den Olympia-Bronzemedaillengewinner den 15 Platz sichern konnte. So erfüllte ich auch gerade so die Norm der DTU, weiterhin WTS Rennen starten zu dürfen.

Am Sonntag stand noch das Team-Relay auf dem Programm. Hier wurde ich bei der Nominierung leider nicht berücksichtig, ich wäre natürlich sehr gerne gestartet. Immerhin stand das Team bereits 2 Wochen vor dem Rennen fest, sodass ich mich mental schon frühzeitig versuchen konnte damit abzufinden.

Schon am kommenden Wochenende geht’s für mich in Münster bei der 1. Bundesliga weiter.

Zugehörige Artikel