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WTS Hamburg Einzel

Jörg Schüler / DTU

Am Donnertag machten wir uns mit dem Bus auf den Weg von Saarbrücken nach Hamburg. Bis 18 Uhr mussten wir ankommen, denn zu dieser Zeit fand das Briefing statt. Hier muss man persönlich anwesend sein, andernfalls kassiert man schon vor dem Start eine Strafe. Wir machten uns jedoch früh genug auf den Weg und  schafften es in ca. 8h von Haustür zu Haustür. So war noch etwas Zeit, die ich nutzte um den eingerosteten Körper wieder in Schwung zu bringen. Mehr Aktivität war nicht geplant, so blieb es also beim Spaziergang zum Briefing sowie dem Abendessen. Am Samstag erfolgte dann die Aktivierung. Alle drei Disziplinien mit einer kurzen Intensität waren geplant. Einen Tag vor dem Rennen fühlt sich der Körper nie besonder gut an, von daher war alles wie immer und ich konnte so gelassen wie es eben möglich ist, dem Rennen entgegen fiebern.

 

Trotz Startnummer 40 erwischte ich beim Schwimmen eine gute Startposition neben Jonathan Brownlee und Richard Varga. Zwar auf der linken Seite und somit der weitere und äußere Weg um die Boje, aber wenigstens in prominenter Gesellschaft. Nach dem Start war es extrem eng und erst kurz vor der ersten Boje sortierte sich das Feld ein wenig, sodass man ins Schwimmen kam.

Am Ende verließ ich das Wasser im vorderen Drittel, kurz hinter der Spitze.  Nach dem Wechsel formierte sich schnell eine sehr große erste Radgruppe in der quasi alles was Rang und Namen hat, vertreten war. Bei der großen Gruppe war Vorsicht geboten, zudem waren die Straßen noch nass. Die Beine waren deutlich besser als in Leeds und so hielt ich mich immer im vorderen Bereich des Feldes auf. Leider lief es in der vierten von sechs Runden sehr unglücklich und es gab einen Massensturz  vorne an der Spitze. Wäre ich weiter hinten gewesen, wäre ich vielleicht noch vorbei gekommen. So blieb ich am Ende im Gatter hängen und kam glimpflich mit ein paar kleineren Prellungen und  einer abgesprungenen Kette davon. Das Problem mit meiner Kette war

 schnell gelöst und so ging es auf die Verfolgung der ersten Gruppe. Es dauerte ziemlich genau eine Runde um den Anschluss an die Spitze wieder herzustellen. So war noch eine weitere Runde Zeit, um sich wieder im vorderen Bereich zu positionieren. Beim Laufen fand ich mich schnell in der Spitzengruppe wieder. Leider konnte ich den Anschluss nicht ganz halten und lief zusammen mit Javier Gomez einige Meter dahinter. Auf der zweiten Runde setze ich mich von Javier ab, konnte nach vorne aber nichts mehr ausrichten. Von hinten drohte ebenfalls keine Gefahr mehr und so konnte ich am Ende ein super 7. Platz  feiern, mit dem ich mehr als zufrieden bin.