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WTS Hamburg Team

Jörg Schüler / DTU

Am Samstagabend wurde nach dem Abendessen zwischen den Trainern heiß über die Teamaufstellung diskutiert. Am Ende sah der Plan wie folgt aus:

Laura Lindemann - Valentin Wernz - Nina Eim und Justus Nieschlag

Da ich ja schon einige Team-Events absolviert habe, kann ich ja mittlerweile schon fast sagen: wie immer lag auf mir der Druck des letzten Athleten. Gerade wenn das Team gute Vorarbeit geleistet hat, will und darf man das Rennen nicht mehr verreißen.

 

In der Tat machten Laura, Vale und Nina einen super Job und übergaben das “Staffelholz” nur wenige Sekunden hinter den Franzosen an mich. Gemeinsam mit Neuseeland und Belgien machte ich mich auf den Weg in die Alster. Ich glaube schon beim Sprung konnte ich ein eine Körperlänge gut machen und schaffte es bis zur Wendeboje die Lücke zu den Franzosen zu schließen. Auf dem Rückweg drückte Vincent Luis nochmal richtig Tempo, rissen wir hier die Lücke. Mit einem guten Wechsel sprang ich zusammen mit Luis auf’s Rad. Die Lücke war immer noch da und wurde sogar größer. Nach einer Runde war unser Polster bei 20 Sekunden, dieses hielten wir auch bis zum zweiten Wechsel aufrecht.Bei dem Vorsprung war also klar, dass es nur noch um Gold oder Silber ging. Einen Vincent Luis zu schlagen ist nicht ganz einfach, aber ich gab alles. Mit einem Blitzwechsel ging ich mit einigen Metern Vorsprung auf die Laufstrecke. Doch auf der ersten Runde schloss dieser zu mir auf und ging vorbei. Ich versuchte so lange wie möglich die Fersen zu halten, am Ende fehlten zwar nur wenige Sekunden zum Sieg, aber auch mit dem zweiten Platz können wir sicher mehr als zufrieden sein! Ein schöner Abschluss für ein erfolgreiches Wochenende!

Nach dem Rennen ging es direkt wieder im Auto zurück nach Saarbrücken. Dort spät abends angekommen, wurde schnell die Tasche ausgepackt und umgepackt. Die nächste Reisetasche für St. Moritz/Berlin/Tokio Testevent, stand schon bereit. Eine kleine Herausfoderungfür 1,5 Monate und quasi drei Klimazonen zu packen. Bereits am Montagvormittag ging es weiter. 3,5 Wochen Höhentrainingslager in St. Moritz stehen nun an :-)