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WTS Kapstadt

WTS Kapstadt

Ja was soll ich zum Rennen in Kapstadt schreiben!? Im Moment bin ich selber etwas ratlos und enttäuscht. Wobei dieses Ergebnis schon fast mit Ankündigung kam. Die letzten 1,5 Wochen waren sehr zäh, ich war dauermüde und kraftlos. Letztes Wochenende kamen dann noch leichte Knieschmerzen dazu, obwohl ich wirklich kaum trainierte. 

Aber man muss trotzdem immer nach vorne schauen und positiv gestimmt bleiben. Ich denke, das ist mir auch bis zum Rennen gelungen, doch nach den ersten 150m Schwimmen war mir klar: das wird eine ganz zähe Nummer. Ich kam noch sehr gut weg und war vorne dabei, bis es mir völlig den Stecker zog und ich nur noch mit Standgas über die Schwimmstrecke prügeln konnte. Auf dem Rad erwischte ich gerade so die Gruppe und hing für die ersten drei Runden am letzten Zipfel, zwischendurch riss es sogar ein paar Mal und wir mussten ein Loch wieder zufahren was natürlich viel Kraft kostet. Mir ist schon selber klar, dass man auf einem solchen Kurs möglichst weit vorne fahren sollte und eigentlich bin ich da der letzte, der hinten rumgurkt. Aber ich hatte einfach keine Kraft nach vorne zu fahren. Erst in der letzten Runde wurde das Tempo etwas ruhiger, sodass ich etwas weiter nach vorne kam. Trotzdem stieg ich mitten im Feld vom Rad, was ich sonst auch nicht so häufig mache. Das Problem war auch, dass wir die Wechselzone nicht selber einrichten konnten, da das Frauenrennen zu diesem Zeitpunkt noch lief. Heißt, wir stellten vor dem Start unsere Schuhe in eine Kiste, welche später von irgendwelchen Offiziellen in die Wechselzone gestellt wurden. Wo die Kiste dann steht, musste man sich dann also im Getümmel ansehen. Beim „Einparken“ kollidierte ich noch mit einem Athleten, welcher noch weiter nach vorne in die Wechselzone laufen musste. Selbes Spiel beim rauslaufen...ich kam angelaufen und plötzlich läuft neben mir einer los und voll in mich rein. Das war mir zu diesem Zeitpunkt schon relativ egal und ich dachte mir „okay, jetzt nimm einfach allen Mist mit, denn du bekommen kannst. Dann kann das nächste Rennen nur besser werden!“ Beim Laufen merkte ich wieder relativ schnell, dass meine Leistung heute ziemlich gedrosselt war, wenigstens kam ich gegen Ende nochmal ein wenig mehr in Fahrt.

Positiv war jedoch, dass ich weder meine Schulter beim Schwimmen merkte, noch das Knie beim Laufen. Nun heißt es, Heimflug – Regeneration und mit Vollgas nach Yokohama!

 

 

 

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