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WTS Leeds

ITU Media | Tommy Zaferes

Nur eine Woche nach dem Team-Relay in Weert stand der nächste wettkampf vor der Tür. Am Freitag machte ich mich auf den Weg nach Leeds, die Stadt der Brownlee Brüder. Typisch britisch wurden wir mit kalten Temperaturen und Regen empfangen. So durfte ich mich gleich nach Ankunft auf mein Rad schwingen und etwas mehr als 1h durch den britischen Sommer pedalieren. Glücklicherweise hielt das Wetter am nächsten Morgen, als wir uns auf den Weg zur Streckenbesichtigung machten. Doch lange hielt der Segen nicht an, denn schon kurz darauf als wir beim Frühstück saßen, ging wieder die Welt unter. So blieb es auch den ganzen Tag, bei der Schwimmstreckenbesichtigung jedoch nicht besonders schlimm. Ob man nun von oben, unten oder aus beiden Richtungen nass wird, ist dann relativ egal. Pünktlich zur Vorbelastung beim Laufen wurde es dann trocken, so sollte sich das Wetter auch für den Renntag halten.

 

Der Wettergott hielt sein Versprechen, auch wenn es vor dem Start überhaupt nicht danach aussah. Meine erste olympische Distanz stand bevor und dann direkt mit einem super besetzten Starterfeld, welches keine Wünsche offen lies.

Mit Startnummer 44 stand ich auf dem Ponton relativ weiter rechts. Dies war aber kein Problem, denn ich hatte sämtliche Schwimm-Prominenz um mich herum und direkt neben mir keinen geringeren als Alistar Brownlee. Nach dem Start kam ich sehr gut weg und platzierte mich nach der ersten Boje unten den Top 10. Diese Position gab ich bis zum Ende auch nicht mehr ab. Auf dem Rad formierte sich schnell eine 12-Mann Spitzengruppe. Leider lief die Gruppe nicht wirklich rund, sodass schon kurze Zeit später nochmal ca. 13-Mann dazu kamen. Auch wenn die Gruppe nun riesig war, lief sie doch ganz gut da es immer wieder Attacken gab. Meine Beine waren leider nicht die besten. In der City von Leeds angekommen, waren noch 7 Runden auf einem extrem technischen Kurs zu absolvieren. Bereits in der zweiten Runde spülte es mich nach hinten. Das macht es auf einem solchen Kurs nicht einfacher, aber mir fehlte die Kraft mich wieder vorne zu platzieren. So stieg ich nach 40 km auch eher im Mittelfeld vom Rad. Die Beine waren ziemlich wackelig und so konnte ich dem hohen Anfangstempo auch nicht folgen. Gefühlte schleppte ich mich über die 10 km, einige Athleten aus der zweiten Gruppe holten mich noch ein, doch auch ich konnte einige aus meiner eignen Gruppe hinter mir lassen. Am Ende stand ein 21. Platz zu Buche. Im ersten Moment doch etwas enttäuschend. Im Nachhinein war die Laufzeit für den Zustand meiner Beine dennoch in Ordnung. Es klingt auch gar nicht so schlecht wenn man sagen kann: Ich habe beide Brownlee Brüder, Mario Mola und sämtliche Norweger hinter mir gelassen. Leider kann man sich davon nichts kaufen ;-)

In diesem Sinne geht es nun weiter, nach den ganzen Wettkämpfen und meiner kurzen Erkältungspause, brauche ich nun erst mal ein paar Wochen solides Training.