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WTS London

Der Trip nach London war leider nicht von großem Erfolg gekrönt. Erstmals ging es in der WTS über die Sprintdistanz.

Schon beim Schwimmen ging es ziemlich aggressiv zur Sache. Bis zum ersten Richtungswechsel war noch alles im grünen Bereich, anbei der Boje war jedoch Nahkampferfahrung gefragt.

Scheinbar brauche ich hier noch etwas Nachhilfe. Auf der langen Gegengerade musste ich dann mit meiner Schadensbegrenzung beginnen und bis zum Ausstieg konnte ich noch einige Plätze gutmachen. Perfektion war auch beim anschließenden Wechsel nicht vorhanden, ich konnte mich gerade noch so in die zweite Radgruppe retten. Dort ging es vom ersten Meter an richtig zur Sache. Auch hier fehlte mir etwas die Frische und ich brauchte einige Zeit, bis ich mich durchs Feld nach vorne gearbeitet hatte. Nach der zweiten Runde konnten wir dann zur Spitzengruppe aufschließen und so wuchs die erste Gruppe auf über 50 Athleten an. Kurz vor der Wechselzone konnte ich mich gut in Position fahren und so vorne vom Rad steigen. Leider gelang mir auch beim zweiten Wechsel kein Kunststück und ich verlor wertvolle Sekunden beim Anziehen meines Schuhes.

Mit schweren Beinen ging ich auf die Laufstrecke und wurde frühzeitig ans Ende der Gruppe gereicht. Nach dem ersten Kilometer jedoch wachten die Beine auf und man konnte tatsächlich von Laufen sprechen. Diese Freude war jedoch von kurzer Dauer, denn nach einem weiteren Kilometer blockierte mein Brustwirbel und damit eine Rippe, die ein starkes Stechen in der Brust verursachte. Nach der halben Laufstrecke entschied ich mich für eine „Selbsttherapie“ und so legte ich mich kurzer Hand auf die Straße und versuchte mich wieder einzurenken. Leider bewegte sich nicht viel.... lediglich ein paar panische Helfer bewegten sich in meine Richtung. Bevor diese mich jedoch aufhalten konnten, sprang ich wieder auf und lief weiter so gut es ging. Die restliche Strecke machte definitiv kein Spaß, obwohl viele Zuschauer an der Strecke waren und eine gute Stimmung herrschte. Als ich mich nun endlich ins Ziel geschleppt hatte, kamen sofort Helfer, die wahrscheinlich schon über Funk vorgewarnt wurden.

Nachdem ich diese endgültig überzeugen konnte, dass alles okay sei und ich nur unseren Physio bräuchte, ließ ich mich noch gleich im Ziel wieder „gerade biegen“.

Das Rennen kann man definitiv nur abhaken, es gab viele größere und kleinere Probleme, es sollte halt nicht sein. Nun geht es aber mit voller Konzentration weiter Richtung EM in Kitzbühel!