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WTS London

WTS London

Wie angekündigt, hatte ich mit London noch eine Rechnung auf...ich denke dieses Kapitel konnte ich mit dem vorerst letzten Rennen in London schließen. Im nächsten Jahr wird aufgrund von Bauarbeiten die WTS Station in Leeds machen.

Doch die Zeichen standen vor dem Rennen wieder nicht besonders gut. Eine hartnäckige Erkältung wollte nicht besser werden, so verbrachte ich die Tage vor dem Rennen (abgesehen vom Training) komplett im Bett.

Am Renntag stand vorerst nur Regen auf dem Programm, doch pünktlich als wir vom Hotel starteten, hörte es auf. Die Straßen waren dennoch nass und rutschig. Da die Außentemperatur auch nicht besonders kuschelig war, verzichtete ich bewusst auf ein Einschwimmen und entschied mich für ein warm-up an Land. Anders wäre ich beim Line-up wahrscheinlich fest gefroren. Mir war schon vorher klar, dass dies nicht die besten Voraussetzungen für ein gutes Schwimmen waren, denn Einschwimmen ist für mich normalerweise Pflicht.

 

Auf dem Ponton entschied ich mich für den kürzesten Weg zur ersten Boje. Das Schwimmen verlief soweit akzeptabel, das fehlende Einschwimmen machte sich aber bemerkbar. Doch mit einem sehr guten Wechsel schaffte ich den Sprung in die erste Radgruppe, das erste Ziel war somit schon mal erreicht. Die Gruppe harmonierte sehr gut und so konnten wir unseren Vorsprung auf dem Rad noch um ein paar Sekunden ausbauen. Die nasse Straße sorgte in der ersten Runde jedoch dafür, dass jeder sein Rad um die Ecke trug. Mit dem zweiten Wechsel begann nun der entscheidende Part, das Laufen. Auf den ersten 200m dachte ich „oh nein, die Laufen ja alle schon wieder wie die Bekloppten los! Das wird ja ein Spaß“. Aber glücklicherweise wurde es etwas ruhiger nach dem ersten Ansprinten, wenn man bei dem Tempo überhaupt von ruhig reden kann. Ich erwischte eine kleine Laufgruppe mit welcher ich die ersten 1,5 Runden laufen konnte, danach musste ich leider etwas abreißen lassen. Kurz hinter dem letzten Wendepunkt flog dann auch noch Richard Murry aus der zweiten Radgruppe an mir vorbei. Wenigstens für ein paar Meter versuchte ich seinen Schritt aufzunehmen und kam so dem Kanadier, welcher ebenfalls abreißen lassen musste wieder etwas dichter. Kurz vor der Zielgeraden konnte ich aufschließen und mit einem letzten Antritt auch gleich auf den zehnten Platz verweisen. So konnte ich mich über meine erste Top 10 Platzierung in der WTS freuen.

Nun geht es kurz zurück nach Saarbrücken, Koffer packen, Wäsche waschen und ein paar Angelegenheiten in der Uni klären, bevor wir dann am Mittwoch schon wieder weiter ins Höhentrainingslager nach St.Moritz aufbrechen. Ich freue mich schon sehr auf die neuen Erfahrungen eines solchen Trainingslagers und bin gespannt wie mein Körper darauf reagieren wird.

Die nächsten Rennen werden die Deutsche Meisterschaft in Düsseldorf, sowie das WTS Rennen in Hamburg, wo hoffentlich eine Menge Fans die Deutschen nach vorne peitschen werden.