Justus Nieschlag - mein Blog

 

WTS Montreal

ITU Media | Araujo Wagner

Nach meiner dreimonatigen Zwangspause wagte ich nun erneut den Einstieg in die Wettkampfsaison beim WTS Rennen in Montreal. Ich wollte mir gleich mal anschauen, wie der aktuelle Stand ist. Leider lief in der Vorbereitung auch nicht alles rund, zwei Wochen vor dem Wettkampf erwischte mich ein Magen-Darm Infekt und zwang mich vier Tage ins Bett. Doch pünktlich zum Rennen kam auch die Kraft wieder zurück.

 

Nach einer soliden Schwimmleistung kam ich im vorderen Drittel aus dem Wasser und befand mich direkt in der großen Gruppe. Vorne hatten sich zwei Athleten ein wenig absetzen können. Diese holten wir aber recht schnell ein. Auf trockener Straße wäre der Kurs nicht besonders anspruchsvoll gewesen, doch direkt vor unserem Start hatte der Himmel seine Schleusen geöffnet und das Wasser stand auf der Straße. In den Kurven befanden sich dann auch noch viele Fahrbahnmarkierungen, was es extrem rutschig machte. Vemutlich noch meinen Sturz aus Abu Dhabi im Hinterkopf ging ich scheinbar mit deutlich mehr Respekt ans Werk als die anderen Athleten. So investierte ich auf den weniger anspruchsvollen Abschnitten immer etwas mehr, um mich wieder im vorderen Bereich des Feldes zu positionieren. Nach der Hälfte des Rennens setzten sich dann vier Athleten aus unserer Gruppe ab, dies war zu erwarten und ich wäre gerne einer von ihnen gewesen, doch war ich froh mich stabil im Feld behaupten zu können. Aus diesem Grund schaffte ich es auch nicht, mich zum zweiten Wechsel wie gewohnt zu positionieren und vorne vom Rad zu steigen. Der zweite Wechsel war dann wie zu erwarten auch nicht Bombe, da ich für den Wettkampf auf ein anderes Schuhmodell umgestiegen bin, welches über keine Gummischnürung verfügt. Die paar Sekunden waren aber bereits eingeplant und wenn es zum aktuellen Zeitpunkt gut für meine Sehne ist, auch gerne genommen. So lief ich also schon hinten aus der Wechselzone und spürte direkt die fehlenden Laufmeter der letzten Wochen. Nach 5km kam nochmal sowas wie die zweiten Luft, was aber auch nicht überragend war. Am Ende steht nur der 30. Platz. Sicher nicht das was ich unter normalen Umständen anpeilen würde, aber was ist schon normal?! ;-)

Da ich auch ohne große Ansprüche ins Rennen gegangen bin, sehe ich das Rennen auch als gelungenen Auftakt meiner restlichen Saison an.

Positiv ist nämlich, dass ich schmerzfrei laufen konnte und auch der nächste Tag ganz in Ordnung ist. Nun mache ich mich allerdings auf eine lange Reise von Montreal über Vancouver nach Brisbane an die Gold Coast. Hier werde ich die letzten Wochen nutzen um beim Grand Final noch eine Schippe drauflegen zu können. Wir stehen hier sicher nicht vor einer unlösbaren Aufgabe :-)

 

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